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Infinite Arms
 
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Infinite Arms

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Produktinformation

  • Audio CD (19. November 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Col (Sony Music)
  • ASIN: B003GC58EM
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Factory 4:35EUR 0,99
Anhören  2. Compliments 3:27EUR 0,99
Anhören  3. Laredo 3:12EUR 0,99
Anhören  4. Blue Beard 3:22EUR 0,99
Anhören  5. On My Way Back Home 3:28EUR 0,99
Anhören  6. Infinite Arms 4:08EUR 0,99
Anhören  7. Dilly 3:31EUR 0,99
Anhören  8. Evening Kitchen 3:56EUR 0,99
Anhören  9. Older 3:28EUR 0,99
Anhören10. For Annabelle 3:06EUR 0,99
Anhören11. NW Apt. 3:01EUR 0,99
Anhören12. Neighbor 5:58EUR 0,99


Produktbeschreibungen

motor.de

Band Of Horses legen mit "Infinite Arms" ein wenig überraschendes Album nach, das sich zu sehr an das Erfolgskonzept der voherigen orientiert. Mit dem dritten Werk „Infinite Arms“ verfolgen die Horses dasselbe Konzept wie auch schon auf den ersten beiden Veröffentlichungen, was sicherlich auch wieder aufgehen wird – doch ein paar Überraschungen wären nicht das Schlechteste gewesen. An sich hat jeder Song, melodisch gesehen, eine äußerst positive Grundstimmung, die nur getrübt wird, wenn sich der Hörer die Mühe macht, auf den Inhalt der Tracks zu achten. So hat man beispielsweise bei „Laredo“ das Gefühl, man sitze auf einer Wiese voller Gänseblümchen, die hippie-esque in feinster Handarbeit zu Kopfschmuck geflochten werden. Man ist beinah geneigt, voller Inbrunst allen herumsitzenden Menschen mit den Worten „Make Love Not War“ zu begegnen, da bemerkt man plötzlich, dass es um den unerträglichen Zustand der Einsamkeit geht, was in Zeilen wie „I Don't Got No One Else“ deutlich wird. Wie fast alle Songs ist auch die kürzlich erschienene Single „Compliments“ in diesem 70er Softrock gehalten. Besonders bei diesem Track merkt man allerdings das glückliche Händchen der Band, wenn es um die Melodien geht: die Westerngitarre gepaart mit der zarten Stimme Bridells, perfektioniert mit den Streichern hinterlässt abermals eine blumige Stimmung. Wer jetzt noch Vogelgezwitscher und folklastige Elemente wie das Banjo vermisst, muss nicht traurig sein: das gibt es beim albumtragenden Track „Infinite Arms“. Auch wieder eine starke, wunderschöne Melodie, nichts Pompöses, einfaches Arrangement – an sich ist daran auch nichts auszusetzen. Einzeln kommen die Songs toll rüber, doch das Album am Stück zu hören, ist abzuraten. Die obligatorischen „Uh uh uhs“, „La la las" und "mhhhs“ fangen irgendwann an, zu nerven anstatt charmant zu wirken. „Infinite Arms“ wirkt im Ganzen facettenarm und harmlos, nicht zuletzt durch die immergleichen Arrangements, die beinah jedes Lied wie das andere erscheinen lassen. Es sind tolle Melodien dabei, die bei der Überzahl der Songs auf dem Album sogar Ohrwurm-Potential haben, doch das tröstet nicht über die Einseitigkeit der Platte hinweg.

Produktbeschreibungen

Sweet 2010 album! Soaring roots-rock 'n' rich acoustics from the South Carolina sensations. Includes "Compliments" and "Laredo".

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auf der Suche ... 18. Mai 2010
Von Martin Lorenz TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... nach Gründen, warum diese Band seit einigen Jahren mit so traumwandlerischer Sicherheit eine derart bezaubernde, anrührende Musik zustande bekommt, gelangt man zwangsläufig über das allgegenwärtige Wikipedia zu den Vorzügen ihrer Heimatstadt Seattle. Nach eingehender Lektüre läßt sich nun neunmalklug vermuten, es dürfte wohl zu gleichen Teilen am milden Klima und reichlich vorhandenen Wasser liegen, dass viele Bewohner dieser Stadt so zufrieden und gelassen wirken - angeblich ist Seattle ja auch schon mehrfach zur "most livable city" dieses an lebenswerten Städten nicht gerade armen Landes gewählt worden. "Infinite Arms" könnte glatt über die ortsansässige Touristikinfo vertrieben werden, so sehr hat diese Platte "ohrenscheinlich" Zufriedenheit und entspannte Sanftheit verinnerlicht. Waren die beiden Vorgänger "The Funeral" und "Cease To Begin" noch deutlich dunkler gefärbt, ist diese Düsternis auf dem neuen Album gänzlich verschwunden und endgültig einer eher versöhnlichen Melancholie und Verträumtheit gewichen. Heller und fast beschwingt kommen manche Stücke daher, keine Rede mehr von "No One's Gonna Love You", kaum noch Spuren solcher fast entrückt klingenden Oden wie "Detlef Schrempf" oder "Cigarettes, Wedding Bands". Jetzt heißen die Songs "Older", "Evening Kitchen" und "On My Way Back Home" und klingen auch so. Manchmal gerät das etwas zu gemütlich, wird zu nah am traditionellen Countryfolk musiziert - die Breitwandepen "Factory" und "Laredo" werden deshalb nicht nur auf Gegenliebe stoßen. Anderes wiederum ist dann wieder angenehm flott arrangiert - das großartige "Compliments" mit jubilierender Gitarre, das luftige "Dilly" und auch "North-West Appartment" gegen Ende zeigen, dass Ben Bridwell und Kollegen die Pedals nicht ganz weggepackt haben. Im Grunde ihres Herzens bleiben Band Of Horses aber hoffnungslose Romantiker, die herzzerreißende Liebeslieder in den besternten Abendhimmel singen. In diesen Momenten (Infinite Arms, For Anabelle) sind sie ganz bei sich und man möchte sich dazusetzen und so bald nicht mehr aufstehen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Na toll, da bringen die Jungs aus South Carolina ein wirklich perfektes Pop-Album auf den Markt, an dem es wirklich nicht auszusetzen gibt, und schon kommt wieder der Schrei nach Mainstream und angeblichem Ausverkauf durch Massenkompatibilität...
Es scheint für manche Musikkritiker immer noch ein schlimmes Verbrechen zu sein, dass ein ,Kritiker-Liebling' dann doch mal eine Platte auf einem Major-Label herausbringt und möglicherweise noch erfolgreich ist.
Nein, dies ist kein Kriterium, um die Musik dieser Platte zu bewerten. Wer sich diese Platte anhört und z.B. von dem Vorgänger-Album (Cease To Begin) begeistert ist, kann sich ohne Bedenken auch diese Platte kaufen. Die Musik um die Stimme von Ben Bridwell umgarnt einen mit wunderschönen Songs mit vielen Akustikgitarren, Keyboardsounds und orchestralem Hintergrund. Die neuen Songs haben wunderbare Melodien und es dauert nicht lange bis sie einem im Ohr hängen bleiben. Die Jungs machen mit ihrem Folk-Pop-Classic-Rock eigentlich genau da weiter wo sie mit der letzten Platte aufgehört haben und dies ist ganz genau der Grund warum man sie ja eigentlich mag, oder?
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...auf dem richtigen Weg. 3. Oktober 2011
Von Reisender
Format:Audio CD
FACTORY eröffnet das Album so großartig melancholisch, wie es bislang noch kein Song von BAND OF HORSES auf den Punkt gebracht hat. Die Lethargie, empfunden in der Fremde, verkörpert durch den Aufenthalt in einem Hotel, beschreibt Einsam- und Anschlusslosigkeit, aber auch Selbsterkenntnis "It's temporary, this place I am... I fell in some kind of sorry state, but looking back now, I think it's finally time for me to laugh about it and get my things together and find something to say." Eine wegweisende Entscheidung, denn die Band um und mit Benjamin Bridwell, Creighton Barnett, Ryan Monroe, Bill Reynolds und Tyler Ramsey soll uns berichten, wohin ihre Reise nach EVERYTHING ALL THE TIME und CEASE TO BEGIN nun gehen wird.

"You may have stayed too long" hören wir da im zweiten Song COMPLIMENTS. Mit diesem Stück kommen wir auch schon drastisch los von den zuvor gehörten klagenden Streichern und konzentrieren uns mehr auf die Gitarrenriffs von Bridwell und Ramsey, was sich im darauffolgenden Track fortsetzt. Mit "I don't got no one else" antwortet LAREDO sogleich mit Verlustängsten auf seinen Vorgänger. Die schon erwähnten Gitarrenklänge werden dabei um das schon berühmt berüchtigte Tamburin ergänzt (Bill Reynolds), was den Sound der Band recht angenehm erweitert. - Die persönliche Frage, welche sich jedoch spätestens jetzt dem Hörer stellt, ist doch jene nach dem Warum. Warum hört man sich eigentlich derartige Vertonungen von hingebungsvoller Sentimentalität an und für wen sind diese letztlich bestimmt?

BLUE BEARD beginnt zunächst im Stil der FLEET FOXES, eben hippiesakral, geht dann aber schnell in die Einfachheit einer Akustikgitarrendominanz über, die möglicherweise mehr an die jüngsten SHOUT OUT LOUDS erinnern könnte. Obschon der Nennung von Referenzen, kopieren BAND OF HORSES dabei nichts, sie erinnern lediglich daran, das auch andere Melancholiker ähnliche musikalische Vorstellungen haben, behalten aber ihren ganz eigenen Stil unbedingt bei. Dieser wird nicht zuletzt maßgeblich der eindrucksvollen Stimme von Benjamin Bridwell verdankt. Doch auch dieser bedient sich in ON MY WAY BACK HOME einem Kopfstimmengesang, der den THE SHINS entlehnt sein könnte. Untermalt wird der beschriebene Heimweg von reichlich Percussions, die dem rhythmischen Treiben einen pilgerartigen Hauch von Aufbruchsstimmung verleihen und Zeilen wie "On my way back home, a chance I thought of all my favorite songs and were I'd gone wrong" weniger banal erscheinen und andere, wie "I'm pissing my life away in the form of a song" verzeihen lassen.

Der Titelgeber INFINITE ARMS kommt dann doch etwas konventionell daher und kann nicht ganz das halten, was von ihm und seiner Stellung erwartet wird, obgleich das beneidenswerte Songwriting von Bridwell wieder einmal zu becircen weiß. Es dominieren Keyboard und Gitarre - ruhig und unspektakulär.
An Geschwindigkeit wird dann in DILLY etwas zugelegt, was bei einem nach-nächtlichen Umtrunk in Damen- respektive Herrenbegleitung sogar dazu animieren könnte, nochmal das schon lahmende Tanzbein zu schwingen, erzeugt aber im Mindesten ein zufriedenes Grinsen beim Blick in die bereits aufgehende Sonne. Textlich gibt es dabei aber nichts zu lachen, denn "All your life to think of, what a mess you made. Dig a hole in the ground, for your wedding ring... everything that I know, I can't remember now", eröffnet den Blick auf die nächste inhaltliche Tragödie, auch wenn einige "HuHuuHa's" das zu vertuschen versuchen.
Darauf schlägt EVENING KITCHEN dann sofortig in dieselbe Kerbe: "Drive out with the sun in your eyes. You wasted my time. ...My god, don't you hold out your hand. I called off my plans. ...I'm only sorry that it took so long to figure out". Gesungen wird dabei übrigens von 3 Bandmitgliedern, sozusagen im Chor, begleitet von einer Gitarre und sonst nichts. Großartig, so ein Akustikstück im Herzen des Albums, aber ebenso gewagt, denn mancher könnte dies auch für zu fantasielos halten. Macht aber nichts, denn OLDER stellt uns dann vor die Erfahrung einer Country-Nummer, die wirklich ausgezeichnet funktioniert und einmal mehr von Bridwells Gesang ablenkt, der Album #1 und #2 so derart dominierte.

Die auf INFINITE ARMS immer wiederkehrende Abkehr vom eigentlichen Leadsänger ist übrigens insgesamt sehr erfrischend und tut dem gesamten Album unheimlich gut. Und so klingt denn NW APT. am nahenden Ende der Platte nochmal richtig rockig, etwas, was auf den Vorgängeralben gar nicht vorstellbar gewesen wäre.
"Every house not a home but dare do I roam. ...The war was over, the guns laid down. The women, the men, the children saved. Now it's hard to remember it any other way" lautet der Abgesang in NEIGHBOR und bietet damit möglicherweise eine Rechtfertigung an. Enttäuschen kann dieses dritte Studioalbum der "Pferdeband" jedenfalls nicht, kann aber gleichsam auch nicht ganz befriedigen. Bei einer Band, welche schon unter Vertrag eines Majorlabels steht, sehnt man sich dann doch, auch am Ende dieser Scheibe, nach etwas mehr von dem Vielversprechenden und durchaus schon spürbaren richtig großen Auftritt der Gefühle... Und so bleibt offen, ob es denn mit Album #4 vollständige Erlösung geben können wird. Gespannt darf man allemal bleiben, denn bislang wurde doch stets ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht.
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