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Nun hat Motörhead nicht mehr das blutgeifernde Gebiss von einst, aber von einem zahnlosen Spätwerk kann auch hier nicht die Rede sein. Inferno ist erstens komplett balladenfreie Zone, hat zweitens mit Songs wie "Terminal Show", "Fight" oder "Smiling Like A Killer" fettes Futter für die Ballerfraktion geliefert und lässt drittens den auf Hammered angefangenen Weg zu mehr Variation im Gesang (zweistimmige Refrains!) weiterlaufen. Neu hingegen: ein latenter Hang zu mehr Blues-Rock. "In The Name of Tragedy" etwa liegt vom Riff her ganz nah an ZZ Tops "Sharp Dressed Man", "Keys To The Kingdom" ist ebenfalls fast im klassischen Blues-Schema aufgebaut und mit dem sehr lustigen Rauswerfer "Whorehouse Blues" werden erstmalig bei Motörhead sogar die Verstärker abgeschaltet und die Akustik-Klampfen ausgepackt.
Natürlich gibt es auch ein paar Hänger, "Life's A Bitch" etwa hätte auch auf einer 80er-Haarspray-Metal-Band-Scheibe passieren können. Aber das sei den Altmeistern des Prügelrocks schon alleine deswegen verziehen, weil sie den ebenfalls langsam alternden Fans die Hoffnung geben, dass Rock 'n' Roll doch nicht das Priveleg der Pubertierenden ist, sondern auch nach der Midlife-Krise ein großer Spaß sein kann. --Deborah Denzer
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Wer das nicht macht, der wird nie erfahren, wie es ist, zwischen Dampfhammer und Amboß zu stehen und mit jedem Shclag zu wissen, dass nur Motörhead die guten Jungs sind und ihre Fans dazu gehören!!!!
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