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Mir wurden die beiden Dante-Bücher ("Dantes Inferno" & "Inferno II: Das Auge der Hölle") mit dem Hinweis empfohlen, den zweiten Band auf keinen Fall rational verstehen zu wollen, sondern einfach zu lesen und abzuwarten, wie aus dem Unbewussten die inneren Bilder auftauchen ,da er auf einer anderen Ebene geschrieben worden wäre und eine innere Reise darstellt, welche an den ersten Band anknüpft.
Ich nahm mir also Band eins vor und fing an zu lesen, aber entweder war mir das Ganze zu kompliziert oder ich war sehr unkonzentriert, auf jeden Fall fand ich nicht so richtig in die Geschichte hinein.
Das war um die Zeit, als der zweite Band per Postbote ins Haus flatterte, und ich entschied mich trotz gewisser Ängste, den ersten Band zum Verständnis zu benötigen, einfach mit dem "Auge der Hölle" anzufangen und mal zu sehen, was geschieht.
Passiert ist folgendes:
Der Autor darf sich geehrt fühlen, mir seit etwa 7 Jahren als erster Schriftsteller neben Tolkien ein Buch beschert zu haben, welches ich bis zum Ende las und seit etwa 15 Jahren ist er mit seinem Buch der Erste, welcher mir eine Lektüre vorgesetzt hat, die ich nur durch eine Essenspause unterbrochen in einem Zuge durchgelesen habe.
Ich habe während des Lesens überhaupt nichts verstanden und weiß auch jetzt noch nicht, worum es genau ging, aber ich war von den "spinnennetzähnlichen Gedankenverknüpfungen und den permanenten Zeitüberlappungen, die meine mentale Ratio aushebelten"(Klappentext), derart gefesselt und habe mich beim Lesen aus einer "un-dualen Sicht" heraus so unwahrscheinlich wohl gefühlt, dass ich unbeschreiblich fasziniert davon war und immer noch bin. Ich fühle mich irgendwie bereichert, obwohl ich niemandem sagen könnte, weshalb und wodurch, doch kommt es mir in diesem Moment vor, als hätte ich durch das Auge "hindurchgesehen" und das, was dahinter lag, nur geträumt.
Einige Tage später widerfuhr mir in den grauen Morgenstunden ein interessantes Erlebnis.
Ich hatte einen Alptraum, nichts grausames oder blutrünstiges, aber so tiefgründig, dass wirklich viele meiner Urängste vom Verlassensein, Alleinsein und Angst vor dem grossen Unbekannten zum Vorschein gebracht wurden.
Ich wachte auf und hatte das ganz normale Alpdrücken, wie man es eben nach einem solchen Traum verspürt.
Allerdings verfiel ich dann abschnittsweise immer wieder in einen Halbschlaf, den ich recht bewusst erlebte und in dem ich mich fühlte wie Akrons Protagonist in den Dante-Höllen.
Das eigentlich Wichtige ist, dass ich nun zu verstehen glaube, aus welcher Perspektive dieses Werk zu verarbeiten ist bzw. wie es in solchen Momenten Hilfestellung leisten kann, denn vorher war es für mich nur ein Schriftstück wie jedes andere.
Das bedeutet, dass die unbewusste Verknüpfung eines normalen Erlebnisses wie dem schlechten Traum mit der Ebene, auf der jenes Buch geschrieben wurde, eine Möglichkeit darstellt, auf tieferen Schichten zu sich selbst zu finden.
Von diesem unkomplizierten, warm geschriebenen und energetisch geladenem Buch kann man mit Recht sagen, dass es das Beste und "Magischste"(Peregrinus) ist, was Akron bisher geschrieben hat.
'L ~ L'