Als die Photographin Jordan Glass in Hongkong in eine Ausstellung geht, findet sie dort ein gemaltes Bild von sich - und sie ist nackt. Oder ist es ihre seit mehr als einem Jahr verschwundene Schwester? Und was ist mit den anderen Frauen, deren Portraits ebenfalls dort hängen? Sie fliegt zurück in die Staaten, nimmt Kontakt zum FBI auf, das im Fall der verschwundenen Schwester und anderer verschwundener Frauen, ermittelt hat, und stellt als Bedingung für ihre Mithilfe, dass sie voll in den Fall miteinbezogen wird.
Die Spur führt von N.Y. nach New Orleans, wo sich bald vier Verdächtige auftun. Doch keinem kann man die Schuld so recht nachweisen. Und noch was muß geklärt werden: leben die Frauen noch, oder sind sie tot? Auf jeden Fall stimmen die Bilder in Hongkong mit den verschwundenen Frauen überein!
Greg Iles hat sich da wirklich ein Wahnsinnsstory ausgedacht und grundsätzlich sehr gut geschrieben. Was mich gestört hat, war die Gegenwartsform, in der er geschrieben hat. Das passte nicht.
Das Schlimmste war für mich, daß Iles in übelster Klischeehaftigkeit die Augen als Stilmittel eingesetzt hat. Andauernd las eine Person der anderen etwas an den Augen ab. Das ist mies und hat die Story für mich runtergezogen.
Das Ende hat mich auch gestört, da Iles dort unnötig auf die Tränendrüse gedrückt hat.
Dennoch: das Buch ist unbedingt lesenswert und unterm Strich das beste aus Iles Feder.