11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Must Have!, 21. Februar 2008
Vorab: Infernal Affairs 3 sollte bzw. kann man als separaten Film sehen, da dieser Abschluß nicht unbedingt von Nöten ist. Dennoch, ich bin begeistert und gefesselt zugleich am Bildschirm hängengeblieben. Eines muß man sagen: jede Sekunde vollste Aufmerksamkeit muß diesem Streifen geschenkt werden, da selbst nach mehrmaligen Ansehen dem Zuschauer nach und nach, überaus bedeutsame Kleinigkeiten auffallen werden.
Die destruktive Entwicklung des Inspektors Ming der Gegenwart (nach Yan's Tod) steht im Verhältnis zu seinem Gegenspieler, des verstorbenen und uns gezeigten Yan der Vergangenheit. Eine überaus interessante Komponente läßt sich hieraus erschließen. Doch allein diese Charas machen 'Infernal Affairs 3', wie schon bei den Vorgängern, nicht die Gesamtstory aus.
Erst nach und nach wird uns klar, wie verstrickt die 'Informationsträger' agieren. Dabei kommen die seltsamsten und überraschernsten Tatschen ans Licht, die man als Zuschauer nicht vermutet hätte, obwohl einen ,Infernal Affairs 2' schon des besseren belehrt hat. Doch sein Nachfolger sprengt alle Grenzen; so ein geniales und undurchsichtiges Verwirrspiel wird uns mit Hilfe von Tagträumen bis Wahnvorstellungen, Rückblicken & der Gegenwart dargeboten.
Allein schon die Anfangssequenz mit Inspektor Ming, der seine Sicht von Yan's Tod dem Untersuchungskomitee darlegt, ist einfach prägend. Ming's allg. Entwicklung wird uns aber erst gegen Schluß klar; was uns Zuschauern aber nicht bewußt ist/war, da er dem gesamten Film eine Rolle zugedacht bekommt: die des Märtyrers. Genauso gut gelungen ist die Parallelgeschichte zu Yeung (neuer Charkter), der verbissen seiner Arbeit nachgeht. Die allererste Szene mit ihm, ist sehr wirksam, und vermittelt uns ein bestimmt bewußtes Bild seiner Person. Dies ist auch zeitgleich d. Anschluß & versteckter Hinweis, zu der allerletzen Szene dieses Films (aufpassen, es ist nur eine Sekunde wahrzunehmen), welche zugleich auch die Anfangssequenz des ersten Teils ist. Genial gelöst!
Da ich ein überzeugter 'Infernal Affairs' - Fan bin, lehne ich das Hollywood-Remake ,Departed' konsequent ab. Im Gegensatz zum großen Weltbruder Hollywood, hat hier die chi. Filmindustrie (bzw. Lau & Mak) ein außergewöhnliches Werk dargelegt, woran die USA nicht rankommen kann. Keine derben Sprüche oder überflüssigen Gewaltszene, die ausarten; alles dezent stillvoll. Die Charaktere bzw. Darsteller wirken nicht überspannt und harmonisieren perfekt.
Der einzige, aber nicht so bedeutsame neg. u.unlogische Punkt, ist Mary's Schwangerschaft. Wahrscheinlich soll diese Tatsache Ming's Verzweiflung widerspiegeln.
In diesem Teil werden monatliche Zeitsprünge vorgenommen - vier Monate (bis weniger) vor Yan's Tod. Von Ming erfahren wir, daß seine damalige Verlobte von ihm schwanger ist, und nun einer Heirat, nicht mehr ausweichen kann. Kurz vor Undercover Cop Yan's Tod (siehe Teil 1), ist aber immer noch kein Babybauch zu entdecken.
Nun, in der Gegenwart des dritten Teils steht Ming bereits vor der Scheidung, sowie dem Tatsache,das gemeinsame Sorgerecht für das Kind zu verlieren. Alles im einem, haben wir nach wie vor, einen opportunistischen & kämpferischen, aber auch gebrochenen Inspektor Ming vor uns.
So verwundert es nicht, das nicht nur alte Charas aus allen Teilen wieder auftauchen (wenn sie auch schon tot sind). Auch neue Mitspieler finden einen Platz in der Vergangenheit & Gegenwart. Auch der mysteriöse u.unabhängige ''Schattenmann'', hat seine besondere Rolle in dieser Geschichte. Genauso erfährt d. Zuschauer nun endlich, wie schon im 2. Teil angedeutet, den damaligen Beweggrund von Ming's Einstieg zu den Triaden. Die Ironie findet sich in Teil 1, wo seine damalige Verlobte den Katalysator darstellt, der den guten Menschen in Ming hervorbrachte. Der musikalische Beitrag ist in diesem Film nicht so stark hervorgehoben, wie bei Vorgängern.
Noch etwas: es sind zwei Synchronsprecher ausgetauscht worden- die des Yan, der Ältere/ Erwachsene & Inspektor Wong. Man muß sich also erst einmal umgewöhnen, was aber nebensächlich ist, da die Geschichte an sich, das primäre Interesse sein sollte.
Für jeden Infernal Affair -Fan, ist dieser letzte Teil ein Have Must. Wie schon gesagt, hätten die ersten beiden Teile ausgereicht. Dieser Abschluß ist definitiv ein wenig anders aufgebaut als 1 & 2, dennoch findet sich das gleiche Schema wieder.
Auch die Gestaltung der DVD Box mag nicht zu den ersten beiden Teilen passen.
Die Extras bestehen aus (für mich) sehr aufschluß- u. hilfreichen Informationen, da im Making Of & der Dokumentation, einige Darlegungen von Autor, Regisseur und Schauspielern zu den Verlauf der Geschichte und den Charakteren, näher beleuchtet werden. Ansonsten braucht man in der Regel ohnehin keine Extras, wie ich finde, da man sich eigentl. -wenn man kauft- für den Film oder die Serie selbst interessiert und nicht das Bonusmaterial.
(Manche Leute vergessen wohl immer mal, daß früher Videokassetten als Alternative vorhanden waren, wo, bis auf maximal Trailer, nur der Film zu finden war.)
Aber die hiesigen Extras, sind schon bedeutsam gewesen.
Zum Schluß bleibt nur eines zu sagen, da gerade hier, diese wunderbare Thematik aufgegriffen wird: "Menschen definieren GUT & BÖSE nach Verhaltensmustern."
Und ich finde die Sicht der einzelnen Charas untereinander, und auch aus unserer - den Zuschauern-, einfach überaus vielsagend. Der Mensch wird letztlich nur von seiner Umgebung geformt; nach Ambitionen & Begierde. Zu Anfang seiner Existenz ist er einfach nur unwissend und grausam (siehe Verhalten v. Kinder), weshalb uns die Mitmenschen (Bsp. Eltern) ein Leitfaden aus Moral & Ethik bzw. deren Ansichten auferlegen, was aber später, durch oben genannte Einflüsse, unser psychologisches Profil ausmacht.
Wer eine ordentliche Mischung aus Thriller, Aktion, dezenter Dramatik, gepaart mit einem großen Schuß Psychologie bevorzugt, der sollte hier zugreifen. Eben eine wahnsinns Triologie!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
eine wahnsinns -Trilogie, 20. Januar 2008
Was soll man dazu sagen? hochkarätige Besetzung, top Filmemacher!!!
Für mich eine der besten Trilogien, und das nicht nur aus dem HK-Bereich.
Während ich den 2. Teil geringfügig schwächer als den 1. fand, kann ich das über Teil 3 keineswegs sagen. Die Musik ist an perfekter Stelle eingesetzt worden (und toll geschrieben)!! Wie schon mein Vorrezensent schreibt: Mehrfach gucken angebracht!
Beim ersten Mal schauen hab ich nicht ganz durchgeblickt, mir war dennoch klar, dass das einer der besten Filme ist. Man achte auch auf all die netten Details und Stilmittel, Schnittübergänge etc. Der Film erzeugt eine solch riesige Spannung ohne großartige Schuss- und Actionszenen, wie man es heute kaum noch zu Gesicht bekommt. Was mich besonders angesprochen hat ist der soziale Aspekt, die Gefühls- und Beziehungslage der Charakteren und das ein Film derartiger Ruhe in einem solchen Metier so fesselnd sein kann. Das einzige Manko, welches ich hab, ist, dass die Aufmachung der Verpackung optisch nicht zu der von Teil 1 und 2 passt. Die Oscars, die THE DEPARTED abgesahnt hat, gelten meines Erachtens dem chinesischen Original!!!
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