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Die Mischung ist frappant, auf "Vocal" treffen die frühen Simple Minds mit Chris-Isaac-Rockabilly und Neil-Young-Gitarren zusammen, der auch auf "Belladonna" Spuren hinterließ. Schräggitarren wie beim Gun Club auf "Beautyproof" und Falsettgejodel auf dem Country "Shine", "Salt" spricht von kraftvoller Wut, auf "This Old House" beschwört eine Folk-Mundharmonika die Spätsechziger. Auf "Strange Colour Blue" reiten Cowboys durch klirrende Kälte im Nordlicht zu CountrynWestern-Gitarrenorgien à la Wall Of Voodoo und markigem Johnny Cash-Gesang. Absolute Höhepunkte sind allerdings der Norwegen-Hit "Higher", der die Atemlosigkeit, die anarchischen Improvisationen früher Doors-Aufnahmen besitzt. Und auch "Norwegian Hammerworks Corp." erinnert mit dem aufwieglerischen Sprechsang an Jim Morrison. Auf dem jazzig angehauchten "Terraplane" spielen Madrugada sogar noch altmodische Schlussakkorde. Mehr als ein musikalischer Geheimtipp. --Ingeborg Schober
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Trotz dieser evidenten Einflüße ist das Album kein Plagiat, sondern ein eigenständiges kleines Meisterwerk. Die 'inspirierenden Elemente' sind zu einem markanten, paradoxerweise unverkennbaren Stil synthetisiert. Die Stücke sind Musik im besten Sinne (aus meiner Sicht, zumindest): sie sprechen den Hörer emotional an, zaubern ein positives Gefühl in sein Herz und ein Lächeln auf seine Lippen: keine Zerebralakrobatik, keine intellektuellen Diskurse, keine Prätensionen.
Die inkonsequente Produktion der Stücke ist etwas irritierend, mindert aber nicht ernsthaft die Hörfreude.
Ich empfehle, den Rat auf 'Higher' zu befolgen: tief inhalieren und in die Musik eintauchen.
Anspieltips: Vocal, Electric & Belladonna
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