Mit fünfzig Dollar in der Tasche seiner französischen Hauptmannsuniform ist Raymond Loewy nach Amerika gekommen. Er hat Amerikas Warenwelt durch sein Design verändert. Wenn man seinem Buch glauben darf, dann gibt es nichts in Amerika, von der Coca Cola Flasche bis zur Farbe von Kennedys "Air Force One", das nicht von Raymond Loewy stammt. Er ist immer seine eigene Werbe- und Propagandamaschine gewesen. Er hat das neue amerikanische Design nicht erfunden, da gab es schon andere vor ihm, wie zum Beispiel Norman Bel Geddes. Design ist vielleicht auch nicht das richtige Wort, Kunsthistoriker würden in Bezug auf Raymond Loewy eher von "styling" reden. Ein Begriff, der ja durchaus pejorativ gebraucht wird. Aber dennoch, das Buch bietet mit einem Überreichtum von Bildern einen Querschnitt von Loewys Schaffen, es war von Loewy wohl auch als eine Art von künstlerischem Testament gedacht. Was kaum repräsentiert ist, sind die zwanziger Jahre, als Loewy als Modezeichner für "Harper's Bazaar" arbeitete. Der Text von Loewy versichert uns immer wieder penetrant, wie bedeutend der Autor ist. Dies ist keine objektive Gesichte des amerikanischen Designs, aber es ist natürlich ein Teil der amerikanischen Designgeschichte. Als solche ist das Buch, das zuerst 1979 erschien, sicher schon ein Klassiker.