Manchmal frage ich mich, wie man als Drehbuchautor auf solche Ideen kommt.
Schlimmer finde ich es aber, das man diese auch noch aufschreibt, und sich dann ein Regisseur findet, der das ganze Werk verfilmt.
Die Story hätte durchaus Potenzial gehabt, so dass man daraus einen guten Gesellschaftskritischen Mix aus Abenteuer und Komödie mit Augenzwinkern macht.
Aber leider setzt man auf altbewährte Klischees, die es allem Anschein nach, zu verteidigen gilt.
Zu einfach gestrickt die Dialoge, die zwar an einigen Stellen unterhaltsam sind, im gesamten aber den Film nicht retten können.
Er driftet zu oft in Klamauk ab und verspielt dadurch die Glaubwürdigkeit.
Gerade letztere, wäre in diesem Film von Vorteil gewesen.
"Indisch für Anfänger" weist viele Parallelen zu anderen Filmen auf, die aber weitaus besser in Szene gesetzt wurden.
Mit der Synchronisation hat man sich auch keine große Mühe gemacht.
Zuweilen wirkt sie ziemlich hölzern und unvorteilhaft.
Die Musikauswahl ist ebenso merkwürdig, da sie völlig an den jeweiligen Szenen vorbeigehen und selbige auch nicht unterstreichen.
Aber gut, wenn schon Fehlbesetzung, dann richtig.
Wenigstens in diesem Fall zeigt man Kompetenz.
Es ist ein Film rausgekommen, der keine Ansprüche an den Zuschauer stellt und selber nicht recht weiß, in welchem Genre man sich hier wiederfindet.
Zurück bleibt ein Zuschauer, der sich an eine typisch deutsche Produktion erinnert fühlt, die es sich zu einfach macht und nicht versteht, dass man einen Film auch ohne Klischees und Klamauk drehen kann.