Seit Stephenie Meyers Trilogie über Vampire und Werwölfe ist La Push auf der ganzen Welt berühmt und genau an diesem Ort lässt Antje Babendererde ihre Geschichte spielen. In ihr geht es allerdings um ganz andere Dinge, die einigen jugendlichen Feriengästen zu schaffen machen.
Smilla, ein zurückhaltendes fast 16 jähriges Mädchen verbringt ihre Ferien zusammen mit Freunden an diesem für viele Jugendliche magischen Ort, der (und das ist, weil es den Tatsachen entspricht, auch eine Parallele zu den Biss-Romanen), von den Quileuten, einem indianischen Stamm bevölkert ist. Die großen Unterschiede zwischen den Kulturen führen immer wieder zu Konflikten.
Die wunderschöne Landschaft dort zieht surfbegeisterte weiße Jugendliche an, die sich nur selten für die Ureinwohner interessieren. Smilla ist da anders, sie interessiert sich nicht nur für die Naturschauspiele des Pazifiks, sondern auch für die Menschen, die dort leben.
Kein Wunder also, dass sie sich in den um seinen Bruder trauernden Conrad verliebt, der die Welt der Quileuten versinnbildlicht.
Mangelnde Toleranz und Vorurteile ihrer Gruppe erschweren ihre Liebe und führen zu einem schlimmen Unglück.
Die im Mittelpunkt stehenden Themen Liebe und Toleranz werden sehr einfühlsam beschrieben, so dass sich Jugendliche ab ca. 13 Jahren perfekt hinein versetzen können, und was das Erstaunliche ist, die Autorin verzichtet darauf, einen moralischen Zeigefinger zu erheben und schafft es trotzdem, ihre Leser zu kritischen Lesern zu machen, ganz wunderbar!
Das Hörbuch zum Roman erleichtert das Einfühlungsvermögen des Lesers dadurch, dass die Welt von Smilla und ihren Freunden sehr ausdrucksstark von einer Frauenstimme (Muriel Baumeister) und die Welt der Ureinwohner von einer Männerstimme(Philipp Baltus) gelesen wird. Ein Hörgenuss!