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Indignez-vous ! édition revue et augmentée (Ceux qui marchent contre le vent)
 
 

Indignez-vous ! édition revue et augmentée (Ceux qui marchent contre le vent) [Kindle Edition]

Stéphane Hessel
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

C'est l'an 1 d'Indignez-vous ! Près de quatre millions du petit livre beige répandus sur la planète. Dans l'élan des éditions étrangères, Stéphane Hessel a précisé ses positions sur Israël, la Palestine, rendu un hommage exceptionnel à l'inventeur des Nations unies, le président américain Franklin Roosevelt ; il est revenu sur la non-violence. Cette édition anniversaire intègre ces ajouts, mais aussi des corrections de lecteurs, des photos inédites, sans oublier la fabuleuse histoire de ce soulèvement des
consciences.

Über den Autor

Stéphane Hessel wurde am 20. Oktober 1917 in Berlin als Sohn des deutsch-jüdischen Schriftstellers Franz Hessel und der protestantischen deutschen Journalistin Helen Grund geboren. 1924 zog er mit Mutter und Bruder nach Paris. 1939 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an und schloss sich im Zweiten Weltkrieg der Résistance an. 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet und in das KZ-Buchenwald deportiert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Hessel 1946 Büroleiter des Vize-UN-Generalsekretärs und 1948 Sekretär der neu geschaffenen UN-Menschenrechtskommission, die mit der Erarbeitung der Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen beauftragt wurde. Anschließend bereiste er im Auftrag der UNO und des französischen Außenministeriums die Welt, trieb die Entkolonialisierung voran und vermittelte in Konflikten. Er trägt den Titel "Ambassadeur de France" und die Auszeichnung "Ritter der Ehrenlegion". Stéphane Hessel lebte mit seiner zweiten Frau in Paris. Im Jahr 2011 erhielt der Autor den Myschkin-Preis für sein Lebenswerk, 2012 wurde er mit dem vom Sloterdijk-Freundeskreis gestifteten Kulturpreis ausgezeichnet. Stéphane Hessel verstarb im Februar 2013 im Alter von 95 Jahren.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 589 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 36 Seiten
  • Verlag: Indigène éditions; Auflage: édition revue et augmentée (7. Dezember 2011)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Französisch
  • ASIN: B006LN4WS6
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #5.927 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Indignation und Engagement 26. Februar 2011
Von Serenus Zeitblom TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Fazit: Stéphane Hessels "Indignez-vous" lässt sich rasch, interessiert und gut lesen - wie jedes Buch mit offenen, kritischen Augen dabei. Merci bien! Vier bis fünf Sterne.

Inhalt/ Autor/ Form:: Der eigentliche Aufsatz hat gerade einmal vierzehn Seiten (S. 9-22). Zuvor gibt es Schmuckblätter und eine Reproduktion von Klees Angelus Novus, nach dem Text folgen zwei Seiten nachgeschobene Kommentare und Fußnoten sowie dreieinhalb mit einem Biografie-Nachwort des Herausgebers. Somit las es sich auch auf Französisch recht zügig (der Preis ist ja auch entsprechend überschaubar) und ließe sich als kleine Broschüre auch in eine Hosentasche rollen.

Hessel beginnt mit einer leicht koketten Erwähnung seines Alters: "93 ans. C'est un peu la toute dernière étape" und nutzt dies, um als Zeitzeuge Vorbilder zu erwähnen: keine Geringeren als den Résistance-Organisator Jean Moulin und Charles de Gaulle. Die hervorragenden demokratischen gemeinsamen Prinzipien der Résistance, ihre Kraft einer "indignation", so sieht er sie, seien nun in Gefahr. Hessel beziehr soziale Absicherung und Nationalisierungen von Schlüsselindustrien darin ausdrücklich ein. ...
Der Aufschrei ist wohl auch deshalb nachvollziehbar und trifft (vor allem in Frankreich) einen Nerv, weil tatsächlich Grundpfeiler einer Demokratie besonders in Gefahr zu sein scheinen: die Presse paktiert offen mit den Mächtigen (Sarkozy schmust mit den großen Pressemogulen); es wird deutlich nach oben umverteilt; und das nationale Familiensilber Frankreichs ist an Manager und Finanzmärkte wohlfeil verhökert worden, um den Reichen noch weitere Steuererlässe schenken zu können. Stéphane Hessel stößt eine Art Prophetenschrei gegen das Geld/ "l'argent" aus, wie er eigentlich im Alten oder Neuen Testament schon erscholl. Warum sei eine soziale Republik plötzlich angeblich nicht mehr möglich, wenn damals 1945 Frankreich doch viel ärmer gewesen ist? Und da habe es funktioniert.

Nebenbei: Eine "deutsche" Sicht auf Frankreich hat häufig ein Schmunzeln dabei: ja, die gehen ja immer so schnell auf die Straße. Zu dieser aktiven "indignation", zu diesem (gewaltfreien) Widerstand und Engagement ruft auch Hessel unverkennbar auf. Nur vergisst der deutsche Schmunzler dabei die bittere Wahrheit, dass das bundesdeutsche Modell West einer halbwegs kooperativen sozialen "rheinischen" Lösung historisch gesehen vielleicht nur mit der Stütze der Alliierten und der Furcht vor einem Kommunismus funktionierte.

Nach etwas über der Hälfte des Texts und Nennung seiner Kronzeugen kommt Hessel zu seiner aktuellen "principale indignation": Palästina, insbesondere die berüchtigte Operation Gegossenes Blei der israelischen Regierung, die kurz vor den Wahlen mit massiven Bombardierungen und Tötungen "Stärke" im Gaza-Streifen zeigen wollte (vgl. den Goldstone-Bericht). Den Palästinenser wünscht er gewaltfreies Espérer stattt Ex-aspérer/ Terrorismus.

So, ... selbst weiterlesen!

Was mir nicht so gefiel:
Walter Benjamins berühmte Abhandlung zum Engel der Geschichte wird zwar richtig als pessimistische Fortschrittsdeutung gesehen, doch dieser Angelus drückt eigentlich nicht zurück (repoussant), sondern ist ein Nur-Getriebener.
Auch möge jeder selbst prüfen, wie weit er sich von Hessel in dessen bestimmte moralische Pflicht nehmen lassen will (Franz-Josef-Degenhardt-Titel fallen einem ein).
Der Verlag indigene editions hat die Person Stéphane Hessel und seinen Lebenslauf stark in den Vordergrund gestellt. Seine Ideen auch einfach für sich sprechen lassen, wäre auch eine Idee gewesen, wohl eine bessere.
Hessel hat einen deutschstämmigen jüdischen Vater. Von einigen "Juden" zu schreiben, die Kriegsverbrechen begangen und leider wie so viele nicht aus der eigenen Geschichte gelernt hätten (S. 18), ist unglücklich: es waren _Israelis, und genauer ordneten Barak und Olmert die Kriegsverbrechen an.
Widerstand an sich ist kein Wert oder keine Schöpfung, es kommt schon noch stets darauf an, wogegen.

Was mir gefiel:
Hessel hat eben _nicht_ wie bei einigen angelsächsischen Büchern eine kleine These auf 200 Seiten aufgebläht. Und die ihn ja teils massiv herunterschreibenden Besprechungen kann ich nach der Lektüre kaum verstehen. "Indignez-vous" argumentiert eher sachlich wie engagiert: alters-energisch und -weise.
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21 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Caliban TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
HIer handelt es sich um einen mehr als ungewöhnlichen Bucherfolg. Der gesamte Text beträgt nur 14 Seiten (der oft zitierte größere Umfang erklärt sich aus einem Anhang des Herausgebers und einem Vorspann: Der eigentliche Text reicht von einschließlich S. 9 bis 22).
Der Autor hat schon gleich im ersten Satz die Sympathie des Lesers, wenn er von sich selbst schreibt: "93 Jahre. Das ist so ziemlich das Ende der Strecke" Dann folgt ein Text, in dem er vor allem die jüngere Generation zum Widerstand aufruft. Ausgangspunkt seiner Überlegungen sind die Ideale der französischen Résistance, die in einer gemeinsamen Charta noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs eine freiheitliche und soziale Gesellschaftsordnung ausrief (soziale Absicherung für alle). Der Autor stellt die Gegenwart diesem Ideal gegenüber. Was nun folgt ist eine Kritik an der Verteilung des Wohlstandes (Riesengehälter der Bankvorstände, Kürzung der Sozialleistungen etc.), an der aggressiven Politik der ehemaligen Regierung von Präsident Bush und an der israelischen Aggressionspolitik. Der kurze Streifzug endet im Aufruf: Widerstand leisten, das heißt kreativ zu sein. Das war's!

Kein Argument ist neu, keine Einsicht verblüfft den kritischen Zeitungsleser und keine These ist so differenziert, dass man sich argumentativ mit ihr auseinandersetzen könnte: Die Kritik an der Verteilung des Wohlstandes trifft natürlich auf einer ethischen Ebene zu; nur: Auch die französische Regierung wird sich gegen die Gier der internationalen Märkte nicht abschotten können, will sie nicht schlicht die Abwanderung von Unternehmen und Arbeitsplätzen riskieren. Mit dem Schlagwort "Too big to fail" ist ein Teil des Problems für die Finanzkrise auf den Punkt gebracht worden. Auf internationaler Ebene sind die jeweils erfolgreichen Volkswirtschaften auch nicht bereit, durch gesetzliche Regelungen ihren Boom zu einem Ende zu bringen. Weil fehlender Anstand und Unvernunft ebenso eine Konstante im menschlichen Leben sind wie die positiveren Seiten, erscheint die vorliegende Kritik gut gemeint, sie findet aber keinen Hebel, an dem sie konkret ansetzen könnte und wirkt eher auf einer emotionalen Ebene; zum Nachdenken regt sie nicht an.

Versucht man sich daher den Erfolg zu erklären, so hat das Buch wohl aus französischer Sicht etwas Nostalgisches und Rührendes: Bei allen Härten hatte die Résistance doch ein klares Feindbild und einen klar definierten Auftrag. Heute weiß man nicht, wogegen überhaupt gekämpft werden soll. Die Studenten, die in Deutschland gegen Bachelor und Master-Programme (Bologna!) zu Felde zogen, hatten in ihrer Kritik sicher recht. Doch diese verpufft an der Komplexität der Systeme gegen die sie anrannte: Haushaltszahlen werden genannt, Ausgaben für die Bildung stolz herausgestellt und um 2,5% erhöht; nur: Es bessert sich nicht wirklich etwas! Das lässt wohl jeden sensiblen Beobachter gelegentlich ohnmächtig verzweifeln und ausrufen: Lasst Euch dies nicht gefallen! Aber das weiß man ja bereits!

Ich will am Ende nicht verschweigen, dass der zornige ältere Herr, der hier spricht, persönlich für einen Anstand und eine innere Integrität steht, die leider in der Öffentlichkeit selten geworden ist. Deshalb habe ich den Kauf des Buches nicht bereut.
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18 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzer Essay über Freiheits- und Bürgersinn 25. Januar 2011
Format:Taschenbuch
Dieses sehr dünne Bändchen hat in Frankreich Furore gemacht. Es wirkt zum großen Teil durch die Lebensgeschichte des Autors, der 1917 in Berlin als jüdischer Deutscher geboren wurde, dessen Eltern mit ihm 1924 nach Paris übersiedelten, der im Krieg in die Resistance gegangen ist, von der Gestapo gefangen genommen wurde, das KZ Buchenwald nur mit Glück und Geschick überlebt hat und nach dem Krieg eine diplomatische Karriere startete. Unter anderem wirkte er bei der Abfassung der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen mit.
In diesem Sinne beschwört er die Ideale der Résistance, die sich im Wesentlichen auch in den Menschenrechten wiederfinden, darunter auch Ideale des sozialen Miteinanders. Er ruft zum Widerstand (zur Empörung) gegen Entwicklungen auf, die sich nach seiner Ansicht gegen diesen Geist wenden. Zwar gebe es keinen klaren Gegner mehr wie den Nationalsozialismus, gegen den man sich empören könne. Aber es gebe auch in der heutigen Welt Entwicklungen, gegen die der mündige Bürger, wenn er kein kläglicher Duckmäuser ist, sich empören sollte. Dazu zählt er die Übermacht der Finanzmärkte, repressive Politiken gegen Minderheiten wie die Roma in Frankreich und das Handeln des Staates Israel in den besetzten Gebieten. Es scheint ihm, der sich selbst als Jude zählt, ganz außerordentlich auf die Galle zu schlagen, dass (laut Bericht der Goldstone-Kommission über den israelischen Militäreinsatz in Gaza und eigenen Besuchen vor Ort) es nun Juden seien, die Kriegsverbrechen verüben.
Kurz: Altersweiser Idealist versucht, die Ideale seiner Jugend (und seines gesamten Lebens) an heutige Generationen weiterzugeben. Dabei erkennt man gut das Selbstverständnis des französischen Staatsbürgers, dass offener Protest immer dann, wenn er erforderlich ist, integraler Bestandteil gesunden Freiheits- und Bürgersinns ist.
Seine Ansichten und Argumentationen muss man nicht teilen, aber zu lesen lohnt sich das kurze Bändchen auf jeden Fall.
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 (Was ist das?)
&quote;
les Quatre Libertés de lAtlantique : liberté de confession, liberté dexpression, liberté de vivre à labri de la peur et liberté de vivre à labri du besoin, dont Roosevelt disait quelles étaient « aussi nécessaires à lhumanité que lair, le soleil, le pain et le sel ». &quote;
Markiert von 15 Kindle-Nutzern
&quote;
Les responsables politiques, économiques, intellectuels et lensemble de la société ne doivent pas démissionner, ni se laisser impressionner par lactuelle dictature internationale des marchés financiers qui menace la paix et la démocratie. &quote;
Markiert von 9 Kindle-Nutzern
&quote;
Lhégélianisme interprète la longue histoire de lhumanité comme ayant un sens : cest la liberté de lhomme progressant étape par étape. &quote;
Markiert von 8 Kindle-Nutzern

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