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Indignez-Vous! (Französisch) Taschenbuch – 21. Oktober 2010


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Taschenbuch, 21. Oktober 2010
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 32 Seiten
  • Verlag: Indigene (21. Oktober 2010)
  • Sprache: Französisch
  • ISBN-10: 291193976X
  • ISBN-13: 978-2911939761
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 0,7 x 21,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.085 in Fremdsprachige Bücher (Siehe Top 100 in Fremdsprachige Bücher)

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Serenus Zeitblom TOP 100 REZENSENT am 26. Februar 2011
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Fazit: Stéphane Hessels "Indignez-vous" lässt sich rasch, interessiert und gut lesen - wie jedes Buch mit offenen, kritischen Augen dabei. Merci bien! Vier bis fünf Sterne.

Inhalt/ Autor/ Form:: Der eigentliche Aufsatz hat gerade einmal vierzehn Seiten (S. 9-22). Zuvor gibt es Schmuckblätter und eine Reproduktion von Klees Angelus Novus, nach dem Text folgen zwei Seiten nachgeschobene Kommentare und Fußnoten sowie dreieinhalb mit einem Biografie-Nachwort des Herausgebers. Somit las es sich auch auf Französisch recht zügig (der Preis ist ja auch entsprechend überschaubar) und ließe sich als kleine Broschüre auch in eine Hosentasche rollen.

Hessel beginnt mit einer leicht koketten Erwähnung seines Alters: "93 ans. C'est un peu la toute dernière étape" und nutzt dies, um als Zeitzeuge Vorbilder zu erwähnen: keine Geringeren als den Résistance-Organisator Jean Moulin und Charles de Gaulle. Die hervorragenden demokratischen gemeinsamen Prinzipien der Résistance, ihre Kraft einer "indignation", so sieht er sie, seien nun in Gefahr. Hessel beziehr soziale Absicherung und Nationalisierungen von Schlüsselindustrien darin ausdrücklich ein. ...
Der Aufschrei ist wohl auch deshalb nachvollziehbar und trifft (vor allem in Frankreich) einen Nerv, weil tatsächlich Grundpfeiler einer Demokratie besonders in Gefahr zu sein scheinen: die Presse paktiert offen mit den Mächtigen (Sarkozy schmust mit den großen Pressemogulen); es wird deutlich nach oben umverteilt; und das nationale Familiensilber Frankreichs ist an Manager und Finanzmärkte wohlfeil verhökert worden, um den Reichen noch weitere Steuererlässe schenken zu können.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ein hervorragendes ganz kurzes Büchlein über die Probleme der Welt. Nach dem zweiten Weltkrieg ist Frankreich sozial geworden. Seitdem hat die Unsolidarität auf der ganzen Welt und auch in Frankreich wieder Einzug gehalten. Darüber müssen wir uns anhaltend empören, jeder da, wo er es sieht, damit es wieder besser wird.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Prägnanter Text, der zum Nachdenken anregt. Interessant auch die Biografie des Autors, der wie kaum ein anderer in seiner Person und seinem Schicksal die Kathastrophen aber auch die positiven Entwicklungen des vergangen Jahrhunderts wiederspiegelt.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Dringend notwendig. Die Welt bräuchte mehr von solch mutigen Menschen - aber leider haben die Banker und die Politiker das Sagen.
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21 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Caliban TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 27. Januar 2011
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
HIer handelt es sich um einen mehr als ungewöhnlichen Bucherfolg. Der gesamte Text beträgt nur 14 Seiten (der oft zitierte größere Umfang erklärt sich aus einem Anhang des Herausgebers und einem Vorspann: Der eigentliche Text reicht von einschließlich S. 9 bis 22).
Der Autor hat schon gleich im ersten Satz die Sympathie des Lesers, wenn er von sich selbst schreibt: "93 Jahre. Das ist so ziemlich das Ende der Strecke" Dann folgt ein Text, in dem er vor allem die jüngere Generation zum Widerstand aufruft. Ausgangspunkt seiner Überlegungen sind die Ideale der französischen Résistance, die in einer gemeinsamen Charta noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs eine freiheitliche und soziale Gesellschaftsordnung ausrief (soziale Absicherung für alle). Der Autor stellt die Gegenwart diesem Ideal gegenüber. Was nun folgt ist eine Kritik an der Verteilung des Wohlstandes (Riesengehälter der Bankvorstände, Kürzung der Sozialleistungen etc.), an der aggressiven Politik der ehemaligen Regierung von Präsident Bush und an der israelischen Aggressionspolitik. Der kurze Streifzug endet im Aufruf: Widerstand leisten, das heißt kreativ zu sein. Das war's!

Kein Argument ist neu, keine Einsicht verblüfft den kritischen Zeitungsleser und keine These ist so differenziert, dass man sich argumentativ mit ihr auseinandersetzen könnte: Die Kritik an der Verteilung des Wohlstandes trifft natürlich auf einer ethischen Ebene zu; nur: Auch die französische Regierung wird sich gegen die Gier der internationalen Märkte nicht abschotten können, will sie nicht schlicht die Abwanderung von Unternehmen und Arbeitsplätzen riskieren.
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18 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Clemens Keuner am 25. Januar 2011
Format: Taschenbuch
Dieses sehr dünne Bändchen hat in Frankreich Furore gemacht. Es wirkt zum großen Teil durch die Lebensgeschichte des Autors, der 1917 in Berlin als jüdischer Deutscher geboren wurde, dessen Eltern mit ihm 1924 nach Paris übersiedelten, der im Krieg in die Resistance gegangen ist, von der Gestapo gefangen genommen wurde, das KZ Buchenwald nur mit Glück und Geschick überlebt hat und nach dem Krieg eine diplomatische Karriere startete. Unter anderem wirkte er bei der Abfassung der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen mit.
In diesem Sinne beschwört er die Ideale der Résistance, die sich im Wesentlichen auch in den Menschenrechten wiederfinden, darunter auch Ideale des sozialen Miteinanders. Er ruft zum Widerstand (zur Empörung) gegen Entwicklungen auf, die sich nach seiner Ansicht gegen diesen Geist wenden. Zwar gebe es keinen klaren Gegner mehr wie den Nationalsozialismus, gegen den man sich empören könne. Aber es gebe auch in der heutigen Welt Entwicklungen, gegen die der mündige Bürger, wenn er kein kläglicher Duckmäuser ist, sich empören sollte. Dazu zählt er die Übermacht der Finanzmärkte, repressive Politiken gegen Minderheiten wie die Roma in Frankreich und das Handeln des Staates Israel in den besetzten Gebieten. Es scheint ihm, der sich selbst als Jude zählt, ganz außerordentlich auf die Galle zu schlagen, dass (laut Bericht der Goldstone-Kommission über den israelischen Militäreinsatz in Gaza und eigenen Besuchen vor Ort) es nun Juden seien, die Kriegsverbrechen verüben.
Kurz: Altersweiser Idealist versucht, die Ideale seiner Jugend (und seines gesamten Lebens) an heutige Generationen weiterzugeben.
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