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Indien ist ursprünglich als Zweipersonenstück entstanden, mit dem Hader und Dorfer Anfang der 90er-Jahre Triumphe feierten. Die beiden Filmneulinge haben sich schließlich mit dem Regisseur Paul Harather zusammengetan und ein Spielfilmdrehbuch geschrieben. War es für die drei zunächst noch eine Überraschung, überhaupt Filmförderung zu erhalten, entwickelte sich Indien bald zu einem der erfolgreichsten österreichischen Filme überhaupt. Mit etlichen Preisen dekoriert machte der Film auch in Deutschland Furore, und das zu Recht. Entstanden ist ein zugleich tragischer wie humorvoller Blick auf eine unmögliche Männerfreunschaft, die sich durch ihre liebevolle und ungemein genaue Beobachtungsgabe auszeichnet.
Der Erfolg von Indien sollte keine Eintagsfliege bleiben. Immer wieder tauchten Hader und Dorfer in den letzten Jahren in Kinofilmproduktionen auf, so zuletzt etwa Josef Hader in der Krimikomödie Komm, süßer Tod. --Thomas Reuthebuch
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Dorfer und Hader spielen in Indien zwei Beamte, genauer gesagt zwei Restaurantkritiker oder auch Hotelinspektoren. Beide total verschieden, mit verschiedenen Einstellungen zu Arbeit und zum Leben. Gezwungen, ihren Dienst gemeinsam zu verrichten und durch das dünn besiedelte Niederösterreich zu tingeln.
Recht schnell entwickelt sich zwischen den beiden aber eine Freundschaft, in der eine vom anderen profitiert. Beide entdecken, dass sie doch weniger trennt als Anfangs angenommen. Diese Freundschaft kann auch durch kleine und größere Streitereien bis zu schwerer Krankheit nicht mehr zerstört werden. Und dabei schweift der Film nie ins Lächerliche ab.
Also: Unbedingt auf dieses Abenteuer einlassen - es lohnt sich!
Regisseur Paul Harather schuf mit seiner im In- und Ausland preisgekrönten Verfilmung des von Alfred Dorfer und Josef Hader verfassten Kabarett-Stücks eine der erfolgreichsten österreichischen Kino-Komödien aller Zeiten: Ein tragikomisches Roadmovie über zwei scheinbar unvereinbare Charaktere, die sich im Zuge einer gemeinsamen Dienstreise durch Niederösterreichs Wirtshäuser hassen und lieben? und das Leben in all seinen Spielarten kennen lernen. Alfred Dorfer verkörpert den pseudointellektuellen Yuppie Kurt Fellner, Josef Hader spielt den dumpfen, aber herzlichen Proleten Heinz Bösel.
Viele Dialoge werden wir nie vergessen und schleichen sich automatisch in den täglichen Wortschatz des Indien-Fans ein, als da wären beispielsweise:
- "Danke, gaanz lieb."
- "Sogma neunzg Prozent von de Wirt, könnens sagen, zu hundert Prozent san des Trotteln."
- "Warum bin zum Beispiel ich ein Mensch worden und ein anderer nur ein Hendl?"
Eine Frage bleibt allerdings nach wie vor ungeklärt: "Wieviele Zähne hat der männliche Buckelwal?"
Ich sag trotzdem: "Danke für die Mitarbeit!" und verabschiede mich ganz Indien-like mit einem "Drei, zwo, eins, Bussi!"
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