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Natürlich gibt es für Indiana Jones in dieser Geschichte auch eine Lovestory zu bestehen: Karen Allen spielt hier eine alte Liebschaft des Archäologen und mannstarke Frau (was bedeutet, dass sie locker jeden Mann unter den Tisch trinken kann). Die Geschichte springt von einer Cliffhanger-Situation zur nächsten, und als Zuschauer stellt man sich stets die Frage: Wie will Indy aus dieser Lage -- ohne Schaden zu nehmen -- herauskommen? Für alle, die es nicht wissen sollten: Dies ist der Film, der Harrison Ford zum Superstar gemacht hat. --Tom Keogh
Indiana Jones und der Tempel des Todes
Das erste Abenteuer von Indiana Jones (Harrison Ford) nach Jäger des verlorenen Schatzes ist sicher um einiges düsterer als sein Vorgänger. Es ist aber auch lockerer, einfallsreicher und daher alles in allem zufriedenstellender. Zwar wirkt der Film noch immer so als bestünde er ausschließlich aus aneinander gereihten Cliffhangern, dies aber macht den Charme des Filmes aus.
Regisseur Steven Spielberg zitiert dabei jede Menge alter Abenteuerfilme, vor allem einen eher unbekannten Film mit dem Titel Aufstand in Sidi Hakim. Aber auch Zitate aus alten John-Wayne-Filmen lassen sich festmachen -- gerade dann, wenn es um den machohaften Umgang des Dr. Jones mit dem weiblichen Geschlecht geht, hier dargestellt von Kate Capshaw (damals noch nicht mit Spielberg verheiratet), die eine Nachtclubsängerin spielt, die Indiana Jones mehr oder minder zufällig auf seiner Achterbahnfahrt durch den indischen Urwald begleitet.
Angesiedelt ist die Geschichte einige Jahre vor den Geschehnissen des ersten Teils. Sie erzählt von Indiana Jones' Versuch, die Kinder eines Dorfes aus den Klauen eines heidnischen Kultes zu entreißen. --Tom Keogh
Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
Die dritte Episode von Steven Spielbergs Indiana-Jones-Saga besinnt sich der Stärken von Jäger des verlorenen Schatzes und mischt diese mit einigen sehr schönen, neuen Ideen. Die Bösewichter sind einmal mehr die Nazis, die sich diesmal auf der Suche nach dem Heiligen Gral befinden. Indy (Harrison Ford) wird in die Geschichte verstrickt, da es die Nazis auf den größten Experten für den Gral abgesehen haben: Dr. Henry Jones (Sean Connery), seinen Vater.
Spielberg zeichnet sich darin aus, nicht nur Action-Szenen inszenieren zu können, sondern mit jeder Szene die vorherige zu übertreffen. Höhepunkt dieser Action-Szenen ist eine Sequenz, in der Indiana Jones versucht, in einen fahrenden Panzer zu gelangen, in dem sein Vater gefangen gehalten wird.
Als Schmankerl bietet der Film eine aufwändige Eingangssequenz, in der geklärt wird, wie der seinerzeit noch junge Indiana Jones zu seinem Hut und seiner Peitsche gekommen ist. Und auch das Geheimnis um seinen Namen "Indiana" wird gelüftet. Den jungen Indiana Jones spielt übrigens der inzwischen verstorbene River Phoenix. --Marshall Fine
VERPACKUNG:
Zunächst ein erster Eindruck von der Verpackung: die Aufmachung und das Design der Pappbox (die durchaus stabil erscheint) und der DVD-Hüllen weckt Lust auf den Inhalt. Wirklich schön. Sowas habe ich gerne in meinem DVD-Regal stehen.
HANDLUNG:
Über die Handlung der 3 Filme selbst muss man wohl nicht allzuviele Worte verlieren - junger Archäologe mit Peitsche und Hut stolpert von einem Abenteuer in das nächste, bereist fremde Länder, plündert ein paar Tempel und rettet nebenbei noch die Welt vor den zu dieser Zeit national-sozialistischen Deutschen. Dazu noch eine kräftige Portion Humor und ein kleines bisschen Liebe, und schon hat man eine erfolgversprechende Story.
BILD:
Werfen wir nun einen Blick auf die optischen Qualitäten der drei Teile: allesamt wurden - und das fällt schon nach wenigen Momenten auf - sie einer sorgfältigen Restaurierung unterzogen. Selbst der gut 20 Jahre alte erste Teil erstrahlt in scharfen, recht farbenprächtigen Bildern. Die Schärfe vor allem des ersten Teils ist als gut zu bezeichnen, gemessen an der Qualität des Originalmasters sehr gut. Das Mastering wurde nicht - wie bei anderen Kandidaten - mit einer Grundeinstellung gefahren, sondern stellenweise Bild für Bild angepasst. All dies macht sich in einem grösstenteils klaren, artefaktarmen Bild bemerkbar.
Teil zwei ist etwas schärfer als Teil eins, Teil 3 nochmals ein Stückchen besser. Insgesamt also eine überzeugende Leistung.
TON:
Viele haben bereits bemängelt, dass es neben der englischen 5.1 Spur nur eine 2.0 Spur in Deutsch zu finden gibt.
Dies mag ein Manko sein für diejenigen, die sich DVDs unbedingt auf Deutsch und in "echtem" Surround anhören wollen. Mir persönlich ist dies relativ egal, da Harrison Ford im Original um einiges authentischer klingt als in der Synchronfassung. Er knurrt und knarzt und grummelt, dass es eine wahre Freude ist.
Die Effekte klingen (wie ebenfalls weiter oben angesprochen) besonders im ersten Teil streckenweise sehr dünn: Pistolenschüsse, Schläge und Explosionen erscheinen ohne rechten Druck, da sie sich weitgehend im Mittel- und Hochtonbereich abspielen. Dadurch wirken auch einige Action-Sequenzen etwas unglaubwürdig und komisch... Hier hätten ein paar Bässe Wunder gewirkt. Ansonsten ist die Qualität der Dialoge prima - generell ist das Grundrauschen erstaunlich gering.
EXTRAS:
Die Extras (befinden sich auf einer gesonderten DVD) sind relativ umfangreich und informativ. Dennoch hätte mich die eine oder andere Hintergrundinformation doch noch interessiert. Nun ja, ich habe die Box nicht unbedingt wegen der Extras gekauft.
FAZIT:
Die Indy-Trilogie ist in meinen Augen heute noch so fesselnd wie vor vielen Jahren. Endlich wurde sie einer recht anständigen Aufarbeitung unterzogen, bei der man aber noch das eine oder andere Quäntchen Druck im Tonbereich hätte herausholen können. Dennoch bietet die Box eine tolle Ausstattung zu einem fairen Preis und ganz nebenbei noch die Wiederauferstehung eines meiner Jugendidole. Zugreifen!
Zur DVD.
Es stimmt schon ein bisschen, irgendwie ist es rätselhaft, wieso sich auf der deutschen DVD noch die tschechische und die ungarische Sprachversion befinden - aber kein Platz mehr für eine Deutsche DD5.1-Tonspur war.
Bei Testen zeigt es sich aber, dass Leute, die keine aufwendige Multi-Boxen-Anlage an ihren DVD-Player angeschlossen haben (ich nehme an, der Großteil), diesen Kritikpunkt getrost überlesen können.
Die Original-Tonspur ist ja auch in hochwertigem DD5.1-Sound zu geniessen, die ist sowieso besser und eine Pflicht für jeden Fan. Trotzdem - ein bisschen kann man den Frust derer schon verstehen, die eine superteure Heimkinoanlage haben und diese gerade bei der coolsten Filmmusik aller Zeiten blass bleibt. Ich kauf mir eine DVD doch für beide Sprachversionen.
Abgesehen davon ist für jeden, der Indiana Jones schon mal im TV gesehen hat, der Sound (egal ob Original- oder Synchronfassung) und INSBESONDERE die superbe Bildqualität doch irgendwie ein Quantensprung.
Die Extras sind wirklich ihren eigenen Platz in der (super-edlen) DVD-Box Wert. Die Mischung aus alten Material (besonders die Concept-Art-Zeichnungen haben mich beeindruckt) und neuen Aufnahmen haben die Bezeichnung „Bonus-Material" wirklich verdient. Ein Audio-Kommentar wäre aber nicht schlecht gewesen.
Zum Film.
Amüsant, wie auch nach 20 Jahren Pseudo-Kritiker immer wieder was neues am Film selber zum Kritisieren finden und ihre lächerlichen Nörgeleien hier öffentlich kundtun müssen. Ich finde Teil 2 auch den „schlechtesten" der Trilogie, aber man sollte nicht vergessen dass es sich dabei immer noch um den drittbesten Abenteuerfilm aller Zeiten handelt!
Für mich ist die Trilogie über jeden Zweifel erhaben, die drei Filme die ich beim 20sten mal noch nicht langweilig finde. Nimmt man noch Star Wars dazu, kann man von der Grundsteinlegung für das Popcorn-Unterhaltungs-Kino sprechen.
Fazit.
Ein paar kleinere Kritikpunkte muss sich die Umsetzung schon gefallen lassen, vor allem nach der langen Wartezeit. Jeder vernünftige Mensch sollte sich aber von Kritiken wie „üble Abzocke - hoffentlich floppt es", aber auch solchen wie „DD2.0? Ist doch sch***egal, nur Dummköpfe schauen die Deutsche Version" distanzieren und nicht beeinflussen lassen.
Für mich ist die DVD-Premiere von Dr. Jones (vor allem in O-Ton!) definitiv ein Genuss.
[ Film: 5 Sterne, DVD: 4,5 Sterne]
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