"Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull" ist das vierte und bis jetzt letzte Abenteuer einer großartigen Filmreihe. Schon der Film war bei vielen Fans ein Dorn im Auge, weil kaum einer sich damit zufrieden geben konnte, dass Indy auf Außerirdische trifft. Auch musste die Musik vieles einstecken. Aber genau wie der Film, hat die Musik das nicht verdient! John Williams hat wieder ein absolut beeindruckendes Werk der Filmmusik abgeliefert. Und ich persönlich mag diesen Soundtrack nicht nur, weil er den Charakter und den Chrame der alten Indyfilme einfängt und weiterentwickelt, sondern weil Williams nach sehr langer Zeit wieder in seinem Lieblingsgenre unterwegs ist!
Wie jeder neue "Indiana Jones"- soundtrack, kreiert Williams auch hier wieder jede Menge neue und wundervolle Themen. Zunächst mal der gute, alte "Raiders March", der ein wenig frischer klingt und wirklich NIE seine Magie und seinen Ohrwurmcharkter verliert!
Dann natürlich "Marions Theme", das endlich nach fast 30 Jahren wieder zurückgekehrt ist, ein wahrer Segen.
Das neue Material besteht aus drei Hauptthemen: Der Kristallschädel ("Call Of the Crystal")wird mit einer sehr hypnotisierenden und wellenartigen Musik beschrieben. Ein wirklich grandioses Stück, das mit jedem Hören immer kräftiger und faszinierender wird und sich, meiner Meinung nach, mit dem grandiosen Thema zur Bundeslade (welches ebenfalls einmal verwendet wird) messen kann.
Dann hätten wir Mutts Thema ("The Adventures Of Mutt"): Eine spritzige und heldenhafte Musik, die ein wenig überheblich wirkt, aber einfach Spaß macht und somit wieder den Kern von Mutts Charakter trifft.
Auch die Musik zu Irina Spalko ("Irinas Theme") ist ebenso passend. Eine verführerische Melodie, die von einem zarten Saxophon gespielt wird und besonders in den Variationen in "The Jungle Chase" großartig rüberkommt.
Für mich iist dieser Score gleich auf mit "Raiders Of The Lost Ark", weil Williams seine Themen einfach wunderbar miteinander verbindet, sie variiert und trotzdem kleine und neue Motive schafft, wie zum Beispiel das bedrohliche "Ants!" oder das rasante "Grave Robbers". Auch der mexikanische Flair aus "Journey To Akator" ist sehr stimmig. Ein großes Kompliment muss ich an das Finale aussprechen, denn so majestätisch und mitreißend ging ein Indyscore schon lange nicht mehr zu Ende!
Parallelen zu "Star Wars", War Of the Wrlds" und "Harry Potter" sind natürlich da, aber ich für meinen Teil höre diese Parallelen nicht besonders heraus, denn ich kenne fast alle Scores von Williams in und auswendig und mich hat das noch nie gestört. Außerdem zeigt der Meister hier seinen Stil, im Gegensatz zu James Horner, der wirklich von sich kopiert.
Und Williams Stil ist einfach unverkennbar und großartig!
Für mich sind Film und Score mehr als würdige Nachfolger einer grandiosen Film und- Soundtrackreihe! Alles, was Indy je ausgemacht hat, findet sich auch hier wieder: Abenteuer, Action, Spaß, Mythen und der Charme, der jeden einzelnen "Indiana Jones" so einzigartig macht. Danke John Williams für vier wundervolle Soundtracks und natürlich danke für eins der besten Themen der Welt, den "Raiders March". Allein wenn Johnny den Score für den fünften und letzten Indy schreiben würde, wär ich mehr als zufrieden mit Spielbergs und Lucas´ Idee für ein Finale des berühmten Archäologen!