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Ulrich Roski
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Eichborn (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 382183921X
  • ISBN-13: 978-3821839219
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,9 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 783.991 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrich Roski
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Kurzbeschreibung

Als der legendäre Geist von 1968 mit Macht und Verspätung die Berliner Universität umwehte, war auch der junge Ulrich Roski um die Revolution bemüht. Jedem seine K-Gruppe, beschlossen er und Freund Hannes und engagierten sich schon beim nächsten Sit-in lautstark für die "KPM". Die Begeisterung der aufgewühlten Kommilitonen war so groß wie die anschließende Enttäuschung: Mit dem Programm der altehrwürdigen "Königlichen Porzellan Manufaktur" war leider kein neuer Staat zu machen. So verirrte sich schalkhafte Roski mehr aus Verlegenheit denn aus ethnologischer Neugier auf eine Veranstaltung des Berliner RCDS. Der Charme des "folkoristischenVereins" war aber trotz oder wegen des humorlosen Eberhard Diepgen an der Spitze nur von begrenzter Anziehungskraft; fortan genoß der frankophile Roski Ruhm, Rum und Romantik der Revolution mehr im privaten Bereich - mit oder ohne Frauen. Es ist der wunderbar ironisch-sanfte Blick des Chansoniers und Liedermachers, der die Geschichten, Ereignisse und Personen aus einem reichen und belebten Leben streift. In seiner von unverkennbarem Wortwitz geprägten Autobiographie erzählt Ulrich Roski von früher Jugend, seinen Studien französischer Lebensart, seinen Begegnungen im studentenbewegten Berlin, den ersten Erfolgen als Liedermacher und dem Versuch, endlich erwachsen zu werden.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zum Schreien komisch 21. Juli 2005
Von Harvey
Format:Gebundene Ausgabe
Was die Lieder von Ulrich Roski schon immer ausgezeichnet hat, war ein ebenso kunstvoller wie geistreicher Umgang mit der deutschen Sprache, der seinesgleichen sucht. Gepaart mit seinem unnachahmlichen Humor und Sarkasmus entstanden daraus die Lieder, die zwar heute kaum noch jemand kennt, die aber noch heute genauso zündend sind wie damals - meine Kinder beispielsweise lieben seine Lieder, obwohl sie logischerweise einer 'etwas' anderen Generation angehören - und alle Erwachsenen mit einem Sinn für sprachliche Ästhetik sind extrem beeindruckt, wenn sie seine Lieder heute zum ersten Mal hören.
Der Ulrich Roski, der sich in diesem Buch präsentiert, ist eindeutig der Gleiche: fast jeder Satz ist ein kleines sprachliches Kunstwerk und dabei oft so umwerfend komisch, dass ich beim Lesen das eine ums andere Mal so lauthals loslachen musste, dass sich meine Mitbewohner fragten, was um Himmels Willen denn mit mir los sei.
Ebenfalls sehr unterhaltsam ist, wie Ulrich Roski seine mehr oder weniger unbeabsichtigten Begenungen mit bekannten Namen der klassischen und populären Musikszene wie Glenn Gould, Leonard Bernstein, Hildegard Knef, Reinhard Mey und Udo Lindenberg (um nur einige zu nennen), schildert.
Meine Empfehlung: wenn Sie Lust auf ein Buch haben, dass Sie mal zwischendurch kapitelweise lesen und sich förmlich auf der Zunge zergehen lassen können, dann nehmen Sie dieses!
Es befriedigt gleichermassen den Menschen mit Sinn für Humor wie auch den Ästheten in Ihnen - denn auch Ulrich Roski war beides. Und noch etwas war Ulrich Roski: ein extrem gebildeter und verfeinerter Mensch und Künstler, der seine innere Schönheit und Verletztlichkeit allzuoft hinter einer schützenden Mauer aus Sarkasmus versteckte. Auch das offenbart dieses Buch zwischen den Zeilen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
herrlich amüsante Zeitreise 18. September 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wie auch seine Lieder kennzeichnet dieses Buch die besondere sprachliche Finesse. An keiner Stelle langweilig, gibt es genug Gelegenheiten zu schmunzeln oder auch zu lachen. Insofern dürfte man in öffentlichen Verkehrsmitteln bei der Lektüre dieses Werks ungewollt Aufmerksamkeit erregen.
Auch wenn es inhaltlich überwiegend um die Bewältigung von Alltagsszenen geht, wird jeder Abschnitt zum Erlebnis. Schön ist auch die Atmosphäre, die der Autor durch Bezugnahme auf Zeitkultur und gesellschaftliche Zusammenhänge herstellt.
Nur schade, daß es unter der Rubrik "Autobiographie" beworben wird, so daß es nur für "Fans" interessant erscheint.
Weit mehr als eine Autobiographie, kann es jedem/ jeder, der/ die mit niveauvollem Sprachwitz etwas anzufangen weiß, empfohlen werden.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine schöne Erinnerung 26. Februar 2003
Von PeBru
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht einmal ein Jahr hat Ulrich Roski diese Biographie überlebt. Seine traurigen Fans können sich aber an dieser gelungenen Biographie erfreuen, auch wenn sie nur bis zum Beginn der achtziger Jahre reicht. Herr Roski berichtet aus der Zeit, in der Polizisten noch ‚Bullen' waren, gut und böse wie politisch rechts und links stets sauber getrennt.
In vollen Zügen kann der Leser noch einmal das Lebensgefühl der siebziger Jahre Revue passieren lassen. Roskis beliebte Wortakrobatik ist auch in Schriftform höchst amüsant, so erwartet das ein Fan vom ‚Kleinen Mann von der Straße'.
Der Schreibstil erinnert zuweilen an Gogolins Roman ‚Karawane des Grauens', wie in diesem wird ähnlich ironisch und sarkastisch vom Leder gezogen. Und noch etwas haben beide Bücher gemeinsam: Die Verfasser mögen offenbar nicht so sehr in die eigene Seele blicken lassen, an manchen Stellen steht der Leser wie vor einer Wand. Das kann ich zwar gut verstehen, aber darum schreibe ich ja auch keine Biographie.

Kurz: Für Roski-Fans ist dieses Buch mit vielen Quasi-Backstage-Berichten (z.B. sein Treffen mit Hildegard Knef) ein absolutes Muss, die ältere Generation kann sich am eingefangenen Zeitgeist erfreuen und die jüngeren Leute werden vielleicht Mühe haben, ‚des Pudels Kern' zu entdecken. Letztere sollten sich zunächst die CD ‚Jahre später' vom Roski gönnen !

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