Was die Lieder von Ulrich Roski schon immer ausgezeichnet hat, war ein ebenso kunstvoller wie geistreicher Umgang mit der deutschen Sprache, der seinesgleichen sucht. Gepaart mit seinem unnachahmlichen Humor und Sarkasmus entstanden daraus die Lieder, die zwar heute kaum noch jemand kennt, die aber noch heute genauso zündend sind wie damals - meine Kinder beispielsweise lieben seine Lieder, obwohl sie logischerweise einer 'etwas' anderen Generation angehören - und alle Erwachsenen mit einem Sinn für sprachliche Ästhetik sind extrem beeindruckt, wenn sie seine Lieder heute zum ersten Mal hören.
Der Ulrich Roski, der sich in diesem Buch präsentiert, ist eindeutig der Gleiche: fast jeder Satz ist ein kleines sprachliches Kunstwerk und dabei oft so umwerfend komisch, dass ich beim Lesen das eine ums andere Mal so lauthals loslachen musste, dass sich meine Mitbewohner fragten, was um Himmels Willen denn mit mir los sei.
Ebenfalls sehr unterhaltsam ist, wie Ulrich Roski seine mehr oder weniger unbeabsichtigten Begenungen mit bekannten Namen der klassischen und populären Musikszene wie Glenn Gould, Leonard Bernstein, Hildegard Knef, Reinhard Mey und Udo Lindenberg (um nur einige zu nennen), schildert.
Meine Empfehlung: wenn Sie Lust auf ein Buch haben, dass Sie mal zwischendurch kapitelweise lesen und sich förmlich auf der Zunge zergehen lassen können, dann nehmen Sie dieses!
Es befriedigt gleichermassen den Menschen mit Sinn für Humor wie auch den Ästheten in Ihnen - denn auch Ulrich Roski war beides. Und noch etwas war Ulrich Roski: ein extrem gebildeter und verfeinerter Mensch und Künstler, der seine innere Schönheit und Verletztlichkeit allzuoft hinter einer schützenden Mauer aus Sarkasmus versteckte. Auch das offenbart dieses Buch zwischen den Zeilen.