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Kundenrezensionen

16
3,4 von 5 Sternen
In stürmischen Zeiten
Format: DVDÄndern
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. November 2007
Kunstvoll, in opernhaften Bildern und gelungener Farbdramaturgie von Sally Potter verfilmte , in den 30er Jahren spielende Geschichte um ein jüdisches Shtetl-Mädchen Suzie (Christina Ricci) aus Russland, das allein ins Exil nach England geschickt wird, bei fremden Leuten aufwächst und ewig "anders" bleibt, sich nicht richtig zugehörig fühlen kann. Sie befreundet sich mit der opportunistischen, wenig zuverlässigen russischen Exilantin Lola (hinreißend: von Cate Blanchett) und arbeitet mit ihr in Paris in einem heruntergekommenen Theater. Dort verliebt sich Lola in den italienischen Möchtegern-Star-Tenor Dante (herrlich: John Turturro), Bauernjunge aus Sizilien, der sich als ziemlich widerlicher Anhänger Mussolinis outet. Suzie ist nun wieder ausgeschlossen und allein. In dieser Situation wendet sie sich dem Zigeuner Cesar (Johnny Depp) zu und verliebt sich in ihn. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, muss sie sich entscheiden, von den Naziz verfolgt bei Cesar zu bleiben oder ohne ihn in die USA zu fliehen. Die Situation spitzt sich zu, als Dante sie als Jüdin an die Nazis verrät.

Sally Potter, die auch das Buch geschrieben hat, hat in ihrem Theater durch die Bank Außenseiter und am Rande der Gesellschaft Stehende versammelt: Das Theater, das sich kaum von einem Circus unterscheidet, ist auf die Mitarbeit der Zigeuner angewiesen. Sehr subtil offenbart Potter wie sich Hierarchien und Abwertungskaskaden zwischen den Figuren herausbilden. Dabei sind sie allesamt zugereist, umherziehend, in Frankreich "nicht zugehörig". Darum geht es im Kern: Nicht-Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Unbehaustsein und das daraus relultierende "Herumzigeunern" als Exilanten - immer auf der Suche nach dem Ort, wo man hoffentlich wirklich bleiben, zuhause sein kann, Wurzeln schlagen kann, da die Herkunftswurzeln gekappt sind.

Nina Ricci spielt zurückgenommen und in sich gekehrt. Ihre Traurigkeit, und Einsamkeit drücken sich in ihren Augen aus. Cate Blanchett und John Turturro sind es, die Witz, Spaß und Spielfreude in den Film bringen, Cate Blanchett ist so hinreißend, wie ich das nicht von ihr kenne. Johnny Depp, meistens stumm, verstärkt so den Eindruck seines Ausgegrenztseins immens. Trotz seiner unsteten Lebensweise in der untersten Hierarchiestufe hat er, was Suzie fehlt: Familie und ein Zuhause.

Die deutsche Synchronfassung raubt dem Film ein sehr wesentliches Element, die Sprache: Ricci nämlich spricht in England lupenreines Englisch und ist trotzdem außen vor. Cate Blanchetts starker russischer Akzent und John Turturro, sprachlich ein Vollblutitaliener, machen durch ihre Sprache den Witz ihrer Figuren aus. Johnny Depp zählt in Roma-Sprache, ansonsten meint man einen Jugoslawen englisch sprechen zu hören. Deshalb am besten im Original anschauen.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Oktober 2006
Dieser Film ist wie ein gutes Buch, er nimmt einem das Denken nicht ab. Er lässt Platz für den "eigenen Film im Kopf" und vor allem, er ist nicht ständig mit dieser Hollywoodunsitte beschäftigt, dem Zuschauer mit vielen Worten noch einmal zu erklären, was er sieht oder gesehen hat.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. September 2001
Habe diesen Film letztes Jahr in Italien gesehen und war so verzaubert, dass ich mir die DVD sofort gekauft habe, als sie erschienen ist. Die Schauspieler sind wunderbar besetzt, die Bilder sind einzigartig, die Geschichte ist traurig und schön zugleich. Dieser Film rührt jeden. Unbedingt sehen!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Februar 2012
Dieser Film hat es in sich. Er beginnt in den Wirren des 1. Weltkriegs bei Juden in Russland (die Jiddisch sprechen) und endet in den Wirren des 2. Weltkrieges. Es wird streckenweise wenig gesprochen, aber durch die faszinierende Darstellung der Schauspieler ist es möglich, sich in die Charaktere einzufühlen. Nur wer dies tut, wird diese Geschichte verstehen und komplette Fehlinterpretationen vermeiden. Die Erzählung ist kraftvoll, besonders gut gefällt mir, dass einmal auch die Sicht der Roma und Sinti gezeigt wird. Die Charaktere sind nicht eindimensional und besonders. Nicht umsonst heisst der Originaltitel: Der Mann, der weinte (Jonny Depp). Einiges ist tief traurig, anderes macht Hoffnung, für ein wenig einfühlsame Zeitgenossen ein wunderbarer Film und ein absolutes Muss!
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Februar 2007
Die Familie des kleinen jüdischen Zigeunermädchens Suzie (als Erwachsene Christina Ricci) wird überfallen. Ihr Vater flieht nach Amerika, Suzie kommt zu einer Pflegefamilie nach London und zieht später als Zwanzigjährige nach Paris. Dort bekommt Suzie durch die Tänzerin Lola (Cate Blanchet) einige Engagements als Sängerin. Außerdem begegnet Suzie dem Zigeuner Cesar (Johnny Depp) und wird sich dadurch immer mehr ihrer Herkunft bewusst. Als die Nazis Paris besetzen, muss Suzie sich zwischen der Flucht ins sichere Amerika und ihrer Liebe zu Cesar entscheiden.

Ein schön gefilmter Streifen mit guten Darstellern für angenehme Stunden zu zweit, etwas fürs Herz, aber kein Kitsch.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. November 2007
Kunstvoll, in opernhaften Bildern und gelungener Farbdramaturgie von Sally Potter verfilmte , in den 30er Jahren spielende Geschichte um ein jüdisches Shtetl-Mädchen Suzie (Christina Ricci) aus Russland, das allein ins Exil nach England geschickt wird, bei fremden Leuten aufwächst und ewig "anders" bleibt, sich nicht richtig zugehörig fühlen kann. Sie befreundet sich mit der opportunistischen, wenig zuverlässigen russischen Exilantin Lola (hinreißend: von Cate Blanchett) und arbeitet mit ihr in Paris in einem heruntergekommenen Theater. Dort verliebt sich Lola in den italienischen Möchtegern-Star-Tenor Dante (herrlich: John Turturro), Bauernjunge aus Sizilien, der sich als ziemlich widerlicher Anhänger Mussolinis outet. Suzie ist nun wieder ausgeschlossen und allein. In dieser Situation wendet sie sich dem Zigeuner Cesar (Johnny Depp) zu und verliebt sich in ihn. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, muss sie sich entscheiden, von den Naziz verfolgt bei Cesar zu bleiben oder ohne ihn in die USA zu fliehen. Die Situation spitzt sich zu, als Dante sie als Jüdin an die Nazis verrät.

Sally Potter, die auch das Buch geschrieben hat, hat in ihrem Theater durch die Bank Außenseiter und am Rande der Gesellschaft Stehende versammelt: Das Theater, das sich kaum von einem Circus unterscheidet, ist auf die Mitarbeit der Zigeuner angewiesen. Sehr subtil offenbart Potter wie sich Hierarchien und Abwertungskaskaden zwischen den Figuren herausbilden. Dabei sind sie allesamt zugereist, umherziehend, in Frankreich "nicht zugehörig". Darum geht es im Kern: Nicht-Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Unbehaustsein und das daraus relultierende "Herumzigeunern" als Exilanten - immer auf der Suche nach dem Ort, wo man hoffentlich wirklich bleiben, zuhause sein kann, Wurzeln schlagen kann, da die Herkunftswurzeln gekappt sind.

Nina Ricci spielt zurückgenommen und in sich gekehrt. Ihre Traurigkeit, und Einsamkeit drücken sich in ihren Augen aus. Cate Blanchett und John Turturro sind es, die Witz, Spaß und Spielfreude in den Film bringen, Cate Blanchett ist so hinreißend, wie ich das nicht von ihr kenne. Johnny Depp, meistens stumm, verstärkt so den Eindruck seines Ausgegrenztseins immens. Trotz seiner unsteten Lebensweise in der untersten Hierarchiestufe hat er, was Suzie fehlt: Familie und ein Zuhause.

Die deutsche Synchronfassung raubt dem Film ein sehr wesentliches Element, die Sprache: Ricci nämlich spricht in England lupenreines Englisch und ist trotzdem außen vor. Cate Blanchetts starker russischer Akzent und John Turturro, sprachlich ein Vollblutitaliener, machen durch ihre Sprache den Witz ihrer Figuren aus. Johnny Depp zählt in Roma-Sprache, ansonsten meint man einen Jugoslawen englisch sprechen zu hören. Deshalb am besten im Original anschauen.
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am 22. Juli 2011
Über die Handlung möchte ich jetzt gar nicht viel schreiben, nur soviel dass dies kein Mainstreamfilm ist, sondern ein ruhiger Film mit vielen tollen Bilder und toller Ausstattung.

Worüber ich mich ein wenig geärgert habe und weshalb ich nur 3 Sterne vergebe, ist, dass auf dem Cover "Collector's Edition" steht und auf der Rückseite des Covers von Extras z.B. Interviews mit den Darstellern und der Regisseurin die Rede ist. Nichts dergleichen ist auf der DVD zu finden. Die einzigen Extras bestehen aus verschiedenen Trailern, einer Bildergalerie und Darstellerinfos. Mit anderen Worten: die Extras sind wenig, so dass man diese DVD eigentlich nicht als "Collector's Edition" bezeichnen darf.
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am 25. April 2015
Das war wirklich einer der schlechtesten Filme, die ich jemals gesehen hatte.
Kaum Dialoge, platte, langweilige Story, fast mehr Jiddisch als Deutsch und von vorne bis hinten einfach nur ohne Spannung.
Ich konnte mich kein bisschen in irgendeine Rolle versetzen.
Ich habe diesen Film hauptsächlich wegen Johnny Depp gekauft, aber wenn die Story und das Dtehbuch einfach nur unterirdisch sind, helfen auch die besten Schauspieler nicht.
Die zwei Sterne gibt es bei mir nur wegen der schauspielerischen Leistung, aber ich gebe auf keinen Fall eine Kaufempfehlung!
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27 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. August 2005
Die Vorraussetzungen für diesen Film standen gut, immerhin konnte man 4 namhafte Akteure an Bord holen. Doch was dabei herauskam ist keineswegs das "melancholische, anrührende Meisterwerk voller Wärme", wie es die DVD proklamiert. Der Film an sich ist zwar nicht wirklich schlecht, plätschert aber nur ohne richtige Handlung und Spannungsmomente dahin und gefällt deshalb nur mäßig.
Den Plot wiederzugeben, ist schnell erledigt: Suzie (nicht nur äußerlich farblos: Christina Ricci) gelangt auf der Suche nach ihrem Vater nach Paris. Dort lernt sie die russische Tänzerin Lola (grandios: Cate Blanchett) ebenso kennen wie den Zigeuner Cesar (ebenfalls ohne Esprit: Johnny Depp), in den sie sich schließlich verliebt. Als die Nazis in Paris einfallen, muss Suzie eine Entscheidung treffen: ihr Leben oder die Liebe zu Cesar...
Sally Potter (Buch und Regie) schuf einen herrlich stimmungsvollen und teilweise atemberaubenden Bilderrausch, der von einer musikalischen Mischung aus Oper und Klassik perfekt untermalt wird. Dabei verliert sie aber ihre Geschichte komplett aus den Augen. Die Suche nach dem Vater findet quasi nur am Rande statt. Die scheinbar wichtigere Liebesgeschichte zwischen dem Mädchen und dem Zigeuner beginnt und endet abrupt ohne jegliches Feuer zu versprühen, geschweige denn Interesse im Publikum zu wecken. Zu einem großen Teil mag das an den äußerst schwachen schauspielerischen Leistungen von den sonst so wandelbaren und überzeugenden Hauptdarstellern Christina Ricci umd Johnny Depp liegen. Lediglich die mit Herzblut agierende Cate Blanchett als kokette Tänzerin mit russischem Akzent (den sie auch im Original spricht) bringt dann doch noch etwas Schwung in die Angelegenheit.
Die DVD-Umsetzung ist mehr als schwach. Nicht nur bei den Boni hat man gespart. Außer 8 Trailern, einer recht ansehnlichen Bildergalerie (die s/w Fotos sind atemberaubend!) und völlig witzlosen und überflüssigen Schauspielerinfos auf Texttafeln (die vor Fehlern strotzen) findet sich nämlich keinerlei Zusatzmaterial. Die Menüführung nervt und das Fehlen jeglicher Untertitel ist dann der endgültige Abschuß.
Fazit: "In stürmischen Zeiten" ist ein wahrer Augenschmaus, vermag aber aufgrund der holprigen Story und den lustlosen Hauptdarstellern nicht wirklich zu fesseln. Schade eigentlich!
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am 9. März 2014
Tolle Bilder, großartige Schauspieler, atmosphärische Dichte von Anfang bis Ende. Ich bin eigentlich kein Freund von Dramen, aber dieser Film ist ein Juwel.
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