In hellen Sommernächten: Roman und über 1,5 Millionen weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle. Erfahren Sie mehr


oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Beginnen Sie mit dem Lesen von In hellen Sommernächten: Roman auf Ihrem Kindle in weniger als einer Minute.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

In hellen Sommernächten: Roman [Gebundene Ausgabe]

John Burnside , Bernhard Robben
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Nur noch 4 auf Lager (mehr ist unterwegs).
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Montag, 27. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition EUR 15,99  
Gebundene Ausgabe EUR 19,99  
Taschenbuch EUR 9,99  
Audio CD, Audiobook EUR 19,99  

Kurzbeschreibung

5. März 2012
„Ich will, dass der Leser das Irrationale für möglich hält, obwohl ihm der Verstand das Gegenteil sagt.“ (John Burnside)

Hoch oben im Norden, wo im Sommer das weiße Licht alle Konturen verwischt, ertrinken auf rätselhafte Weise junge Männer. Doch das scheint die wenigen Bewohner der Insel am Polarkreis nicht zu beunruhigen: Mehrdeutiges und Traumhaftes ist ihnen vertraut. Aber hat wirklich die rotgewandete Waldfee Huldra ihre Hand im Spiel, wie es die Sage behauptet? Die junge Liv, die mit ihrer berühmten Mutter am nördlichsten Rand der Insel lebt, glaubt zunächst nicht daran. Bis der alte Kyrre mit seinen Geschichten über die männermordende Huldra und die schöne, mysteriöse Maia ihre Vorstellungskraft beflügeln. Gelingt Liv die Lösung des Rätsels, oder verliert auch sie sich in einer Zwischenwelt aus Fantasie und Realität?

»In hellen Sommernächten« ist ein meisterhaftes Spiel aus Licht und Schatten, aus Sehen und Verstehen, das in eine Welt entführt, in der sich alle Gewissheiten auflösen.


Wird oft zusammen gekauft

In hellen Sommernächten: Roman + Glister: Roman + Lügen über meinen Vater
Preis für alle drei: EUR 59,93

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Glister: Roman EUR 19,95
  • Lügen über meinen Vater EUR 19,99

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

Rezension: Jetzt reinlesen [0kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Albrecht Knaus Verlag (5. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813504603
  • ISBN-13: 978-3813504606
  • Originaltitel: A Summer of Drowning
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 88.661 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Diese Unwirklichkeit plausibel zu machen, und den (manchmal selber geisterhaften) Personen dieses Buches nicht nur Lebendigkeit, sondern auch Kraft zu verleihen – darin liegt die beträchtliche Kunst von John Burnside.“ (Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung)

„(…) erzählt eine Geschichte, die wundersam schwebend und poetisch daher kommt, dass man ihr geradezu verfällt. (…) ein großes Buch voller Melancholie und Tragik, aber auch von einer beglückenden märchenhaften Zartheit.“ (Margarete von Schwarzkopf, NDR 1 Niedersachsen)

„John Burnside (…) bleibt auch als Prosaist ein Sprachschöpfer von einzigartigem Rang, und auf fast jeder Seite finden sich Naturschilderungen, die in der Gegenwartsliteratur kaum ihresgleichen haben.“ (Daniel Kehlmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Über den Autor

John Burnside, geboren 1955 in Schottland, ist einer der profiliertesten Autoren der britischen Gegenwartsliteratur. Der Lyriker und Romancier wurde vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erschien im Knaus Verlag sein autobiographischer Roman „Lügen über meinen Vater“, für den er den Corine-Belletristikpreis des ZEIT-Verlags erhielt.

Bernhard Robben, geboren 1955, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Freiburg. Er übersetzt seither aus dem Englischen u. a. Salman Rushdie, Peter Carey, Ian McEwan, Patricia Highsmith, Howard Jacobson und Philip Roth. 2003 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet. Er lebt in Brunne/Brandenburg.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Auszug
Hier reinlesen und suchen:

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerklärliche Todesfälle 10. März 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Man durfte gespannt sein, welchem Thema in welcher Form sich John Burnside nach seinem fulminant erzählten, autobiographischem und emotional düster-mitreißendem 'Lügen über meinen Vater' und dem verstörenden Roman 'Gilster' zuwenden würde.

Ganz anders nun zunächst, soweit kann man zunächst sagen. Und doch sich treu bleibend in seiner Kunst, in bildkräftiger Sprache emotionale Vieldeutigkeiten des Lebens in ein verstörendes Portrait zu bannen.

Im hohen Norden Norwegens, auf einer Insel am Polarkreis, siedelt Burnside seine Geschichte an und diese Geographie 'am Rande der Welt', in einer (überragend geschilderten) Landschaft wie direkt altnordischen Sagen entnommen, ist wichtig für das Verständnis. Ein abgeschnittenes Stück Welt, in dem die Uhren anders zu gehen scheinen, wie auch die Emotionen. Eine äußere Abgeschnittenheit, die sich im Lauf des Romans auch innerlich in Figuren spiegeln wird

Hier wartet die junge Liv, die mit ihrer Mutter, einer Künstlerin, auf der Insel lebt, auf die Ergebnisse ihrer Schulabschlussprüfungen. Und nun sterben junge Männer.

Zuerst Mats. Einfach so. Nimmt (scheinbar) das Boot des Nachbarn, fährt (scheinbar) aufs ruhige Meer hinaus und wird tot wieder angespült. Zuletzt hatte Liv Mats mit dessen jüngerem Bruder Harald in Begleitung einer Mitschülerin, Maia gesehen. Eine Art des Umgangs lag zwischen diesen drei, die Liv ein mehr als nur Bekanntschaft ahnen lässt.
Auch Harald stirbt. 10 Tage später. Mit genau dem gleichen Boot des Nachbarn war er ebenso aufs ruhige Meer hinaus gefahren und ist ertrunken.

Ereignisse, Todesfälle, die merkwürdigerweise gar keine große Aufregung bei den Bewohnern der Insel hervorrufen. Was Wunder, das Liv sich mehr und mehr von den alten Erzählungen des alten Kyrre einnehmen lässt. Hexenerzählungen, Geistergeschichten, Geschichten der 'männermordenden Huldra'. Und da Liv mehr und mehr beginnt, diese 'Geister', ansonsten für andere unsichtbare Wesen, zu sehen, zieht es sie immer mehr hinein in diese Zwischenwelt. Jenes geheimnisvolle Mädchen Maia, ist sie nicht einer jener 'bösen Geister', eine 'Huldra'? Doch nichts ist wirklich, wie es scheint. Vor allem nicht so, wie es Liv zunächst schildert. Selbst ihre Mutter, selbst das Verhältnis zwischen Liv und der Mutter, mehr und mehr zweifelt der Leser an all den Beschreibungen, die er durch Liv erfährt.

Und dennoch, bei allem Zweifel erhält auch Livs Sicht immer wieder neue Nahrung. Als ein Fremder mit Geheimnissen in ihre Nähe zieht. Heimlich enttarnt sie den Mann als Pädophilen und alsbald taucht auch Maia wieder auf. An der Seite des neuen Nachbarn, der in Livs Augen damit das nächste Opfer der Huldra sein dürfte. Und dass sie selbst, als einzige, die der Huldra so eng auf den Fersen ist, ebenfalls ihres Lebens nicht mehr sicher sein dürfte.

Was wirkt, wie eine Kriminal-Gespenstergeschichte, bei der Leser bis zuletzt zu harren hat, wieweit übersinnliche Phänomene sich in realitätskonforme Abläufe hinein doch noch auflösen, spielt Burnside in hervorragender, bildkräftiger und tief reichender Sprache mit den Grenzen dieser Realität, mit vermeintlichen Tatsachen zwischen Wahn und Fantasie. Ein Spiel der Worte und Ebenen, die im Lauf der Lektüre kaum noch etwas als gegeben stehen lassen. Sind überhaupt Männer zu Tode gekommen? In der einen Lesart natürlich, aber da gibt es ja noch ganz andere Geschichten im Buch, bei denen der Leser immer wieder vor die Wahl gestellt wird, welchem Faden, welcher Lesart er sich anschließen kann und will. Widersprüche liegen vor, die nicht eine einzige komplexe Geschichte im Nachhinein ergeben werden, sondern den Leser zwingen, sich für eine der einander widersprechenden Ereignisketten zu entscheiden. Um sich damit doch dem Zentrum des Romans zu nähern.

Nur eine Konstante verbleibt im gesamten Buch und diese ist letztlich der einzige 'Schlüssel', der den Zugang zum Buch und zur Annäherung an das, was die Wahrheit sein könnte, öffnet. Das Mädchen Liv in ihrer Geschichte. Eine, die in ihren Fantasien mehr und mehr untergeht (wie die jungen Männer in spiegelglatter See ertrunken sein sollen). Eine, bei der man lange brauchen wird, um zu verstehen, was wirklich 'mütterlich' an ihr nagt.

Bildkräftig, sprachgewaltig, mit einer Tiefe und Mehrdeutigkeit versehen die ihresgleichen sucht und dabei ein genauer Beobachter und Kenner der menschlichen Psyche in ihren noch so merkwürdigen Verästelungen, John Burnside versteht es, Meisterwerke zu schreiben. Jeder Schritt, jede Etappe des Buches, so verwirrend sie auch im ersten Anblick scheinen mag, ist durchdacht, gewollt und in hervorragender Sprache auf den Weg gebracht und alles zusammen ergibt das hoch differenzierte Bild einer Person, die droht, zu versinken, wenn sie nicht schon vorher versunken war.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
John Burnside, der zu den ganz großen Schriftstellern unserer Zeit gehört, ist ein wunderbarer Memoirenschreiber und mit seinen zwölf veröffentlichten Lyrikbänden ein viel beachteter Poet, aber er ist kein reiner Romancier, auch wenn die philosophischen Betrachtungen seines eindrucksvollen Weltbildes diesen Eindruck erwecken könnten. Burnside arbeitet sich in seinen bisherigen großen Romanen vermeintlich am Bösen ab, aber in Wirklichkeit geht es ihm um das Irrationale. Nach dem autobiografischen Roman "Lügen über meinen Vater" hat er jetzt mit "In hellen Sommernächten" hat er nun eigentlich abschließend eine Trilogie geschrieben. Mit den beiden anderen Romanen, dem Krimi- Bildungs- und Gesellschaftsroman "Die Spur der Teufels" und dem Roman "Glister" - einer fesselndem Analogie über unsere Zeit und ihre gefühlskalte Gesellschaft - hat er sich einen Namen gemacht. Aus der Haltung des ständig die Fragestellung nach dem mehr sehen wollenden pubertierenden Mädchens und den romantischen Anspielungen auf Märchen, wie beispielsweise "Alice im Wunderland" hat Burnside jetzt eigentlich das Gegenstück zu "Glister" geschrieben. Diese radikale Aussteigergeschichte ist in einer wunderbaren Sprache randvoll von poetischen Landschaftsbeschreibungen.

Wenn Denis Scheck, wie kürzlich in einer Literursendung vermerkt, einen Plot in diesem Roman vermisst, so habe ich ihn doch entdecken können, auch wenn alle Figuren gleichermaßen Aussteiger sind und in ihrer Einsamkeit alle nach dem tieferen Sinn des Lebens suchen.

Der Roman spielt hoch oben im Norden am Polarkreis, auf einer entlegenen norwegischen Insel. Die Ich Erzählerin ist ein Mädchen namens Liv die in dieser wirklich unendlichen Einsamkeit bei ihrer Mutter, einer berühmten Malerin aufgewachsen ist. Ihre Mutter lebt sehr abgeschottet und wenn sie redet dann nur über Malerei. Es geht in dem Buch auch ganz explizit um Kunst.

Liv ist überzeugt, dass sie das Glück nur alleine finden kann, sie hat keine Freunde und am liebsten möchte sie den ganzen Tag aus dem Fenster schauen, Bilder die ihr vermittelt werden fokussieren und speichern, also eine sehr konsequente Verweigerung unseres alltäglichen hektischen Lebens.

In einem Zeitfenster von zehn Jahren erzählt uns diese Liv nun die Geschichte eines speziellen Sommers, eines skandinavischen Sommers dessen zeitlos ineinanderübergehendes, faszinierendes und immer wieder eindrucksvolles Tag und Nacht Spiel, dieses für diese Sommernächte so markante weiße Licht nicht nur unheimlich, betörend und bedrückend ist, sondern auch anregend, um in dieser seltsamen Atmosphäre über den tieferen Sinn des Lebens nachzudenken.

Im Original heißt das Buch "Summer of Drowning", "Sommer des Ertrinkens" und das ist ein sehr viel sinisterer Titel als "In hellen Sommernächten", denn genau darum geht, um das Ertrinken. Zunächst einmal erzählt uns die Ich-Erzählerin von jungen Männern die im Abstand von wenigen Tagen mit dem Boot aufs Meer hinausfahren und verschwinden. Mit diesem rätselhaften Ertrinken beschäftigt sich Liv, sucht nach der Lösung dieses Rätsels, und dabei meditiert die recht unzuverlässige Erzählerin traumhaft und mehrdeutig über das Böse. Die Todesfälle werden nicht aufgeklärt.

Kyrre, ein älterer Nachbar, zu dem Liv häufig geht, erzählt ihr von der nordischen Mythologie, bei der es um Sagen, Märchen und Gespenstern, die in dieser Gegend unterwegs sind, geht. I n diesen Sagen ist auch immer wieder von der Waldfee Huldra die Rede. Kann es sein das diese norwegische, mythologische Figur, - Sirene oder Undine - die jungen Männer in den Tod gelockt hat? Ist das Mädchen, welches sie mit den beiden Jungen gesehen hat vermeintlich die Huldra gewesen? Und welche Rolle spielt die schöne, geheimnisvolle Maia? Es gibt viele Dinge die Liv in diesem Sommer in erregende Aufmerksamkeit und Achtsamkeit versetzen. Die Sirene gilt als Metapher, denn auch ihre Mutter zieht viele Männer an, interessiert sich jedoch für keinen. Trotzdem empfindet Liv jede neue Bekanntschaft als existenzielle Bedrohung, weil Mutter und Tochter im Laufe der Jahre eine symbiotische Gemeinschaft geworden sind.

Dann erhält die Ich-Erzählerin Briefe von der Freundin ihres Vaters. Ihren Vater hat sie bisher noch nicht kennen gelernt. Der Vater ist krank, als Liv schließlich zu ihm nach England fliegt ist er bereits verstorben.

Diese Vorgänge lösen etwas Forderndes in der Erzählerin aus. Kann sie mit all der empfindsam geschilderten Mischung aus Imagination und Wirklichkeit fertig werden, oder ertrinkt sie jetzt in ihren eigenen Wahnvorstellungen?

Liv schildert uns das alles als Beobachterin. Störend wirkt dabei, dass der Autor die ohne Frage eindrucksvolle und bedeutungsvolle Kulisse etwas über strapaziert, in dem er meint mit den poetischen Landschaftsbeschreibungen sei genug hintergründiges Material vorhanden, um die Figuren in einer tiefen Einsamkeitsempfindung auf einer zweiten mythologischen Ebene agieren zu lassen.

Die riesige Qualität dieses Romans besteht darin, dass der Autor uns hier eine Mischung aus thrillerhafter Spukgeschichte und romansicher Märchengeschichte in poetischer Brillanz erzählt. Und am Ende fragen wir uns, ist es nicht besser wenn wir mehr sehen, als das was real vor uns liegt? Ist es nicht sinnvoller wenn wir auch das Irrationale wahrnehmen und in Kraft spendender Form in unser Leben integrieren, so wie die Ich Erzählerin Platz für das Geheimnisvolle findet und den Geistern schließlich im Es war einmal" einen gebührenden Ort schafft, wo sie sich aufhalten dürfen?
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leben zwischen Wahn und Wirklichkeit 6. April 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist eine kühle, ferne Welt, in die es den Leser in diesem Roman verschlägt. Lange dunkle Winter und helle Sommernächte geben der Insel in Nordnorwegen eine intensive Färbung. In die Einsamkeit der abgelegenen Gegend ist die Mutter von Liv mit ihrer Tochter gezogen, um sich ganz ihrer Malerei und Bildhauerei zu widmen. Sie gilt als schön, geheimnisvoll und anziehend. Seltene Besucher, hier Freier genannt, und einige wenige Nachbarn bieten gelegentlich Kontakte zur übrigen Welt. Aus Livs Perspektive geschrieben erfährt man etwas von der Einsamkeit und der Fantasiewelt, in der sie lebt. Sie mag kaum mit Menschen zusammen sein hört aber genau hin, wenn der alte Kyrre seine Geschichten erzählt. Sie verbinden eine unheimliche Sagenwelt mit der Wirklichkeit.
Zu Beginn gibt es zwei ertrunkene Nachbarjungen, deren Tod ebenso mysteriös bleibt wie die übrigen Gestalten, denen wir in der Erzählung begegnen.

Liv ist die zarte, empfindsame und sich selbst als Spionin beschreibende Hautprotagonistin, die mit sensiblen und wachen Gefühlen ein Gespür für das Absonderliche hat. Sie beobachtet genau und macht sich ihre Gedanken, die zwischen Fantasie und Wirklichkeit zu oszillieren scheinen. Ahnungsvoll meint sie einen Voyeur entdeckt zu haben, der zuletzt sehr lebendig erscheint, um dann wie einige andere Gestalten im Meer zu versinken.
Die schöne Mutter bleibt der Angelpunkt von Livs Dasein. Sie beobachtet ihre Mutter jedoch ebenso verwundert wie alle anderen Erscheinungsbilder auf der fernen nordischen Insel.

Machtvoll, sprachgewandt und poetisch kommt die Erzählung daher, mit der John Burnside der Gratwanderung des jungen Mädchens in ihre Märchen- und Fantasiewelt folgt.
Menschliche Verstrickungen werden umrankt von erhabenen Naturerscheinungen und der lichten Weite des nordischen Sommerhimmels. Einsamkeit gepaart mit Ängsten und der Suche nach Lösungen für die geheimnisvollen Beobachtungen machen das Buch zu einem Thriller zwischen Mysterie und Hoffnung. John Burnside vermag seiner Erzählung zwischen Schattenreich und wahren Lebensahnungen beredt Ausdruck zu geben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Geografische und psychische Grenzbereiche
Livs Mutter ist Malerin und hat sich auf eine Insel nördlich des Malangenfjords in Norwegen, auf Höhe des 70. Breitengrades, zurückgezogen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Tagen von Buchdoktor veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen alles i.o.
Warum habe ich diese Bewertung gewählt. serhr gut, gefällt mir, es ist empfehlswährt und die Lieferung ist schnell, es ist alles i.o.
Vor 2 Monaten von Schweitzer veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Naja
Dieser Roman ist durchaus keine Nullachtfuffzehn-Literatur. Burnside gibt sich große Mühe, die Stimmung am Ort des Geschehens zu beschreiben; schnell verinnerlicht der... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von H. BrÃŒnjes veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen sehr langatmig
ich konnte dieses buch leider nicht zu ende lesen, da es so langatmig war. obwohl sich schon mehrere todefälle ereignet hatten, kam die geschichte irgendwie nicht in gang. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Anne Grob veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen König der Nebensätze
Im Prinzip ein packendes Buch. Der Fluch der hellen Nächte wird deutlich sichtbar.
Aber eigentlich passiert - nichts. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Burdys veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Zwischen Wahn und Wirklichkeit
Ein außergewöhnliches Buch, in anspruchsvollem Ausdruck, welches den Leser wahrscheinlich schon nach den ersten Seiten in zwei Lager spaltet- entweder es wird nicht... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Jutta K. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die hellen Nächte
Die junge Liv lebt mit ihrer Mutter, einer eigenbrötlerischen Malerin, auf einer Insel am Polarkreis. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von book.seller veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Ankündigung
Triff unsere Autoren
258 Vor 17 Minuten
Kurze, knackige Gedichte 1954 Vor 20 Minuten
Zitate, Aphorismen, Teststellen die Euch besonders gafallen haben :) 2278 Vor 24 Minuten
Interessante Liebesromane mit erwachsenen Protas 1358 Vor 36 Minuten
Miese Rezensionen oft haltlos und diffamierend 152 Vor 9 Stunden
An Romanleser und -autoren: Vorstellungen neuer Bücher 179 Vor 11 Stunden
Spannende Fantasy Bücher gesucht... 6 Vor 11 Stunden
Die besten, spannendsten und auch noch informativen historischen Romane 116 Vor 3 Tagen
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de