Es ist wie immer, alles was politisch umstritten ist, polarisiert die Menschen. Der "Feldzug" Amerikas gegen "das Böse" ist nach wie vor im Gange und kann somit nicht aus einer distanzierteren historischen Perspektive betrachtet werden. Im vorliegendes Fall haben wir ein kluges Buch vor uns, das religiöse Zusammenhänge aufzeigt, welche das gegenwärte, politische Handeln Amerikas stark bestimmen. Insofern ist es auch ein mutiges Buch von einem sehr qualifizierten Autor. Man kann zu Amerika stehen, wie man will: Dass Religion dessen Politik bestimmt, ist hinlänglich bekannt. Das Buch zeigt auf, in welchem Ausmass. Spannend ist, dass nach Müller-Fahrenholz diese Entwicklung sogar einen Namen hat, der man in diesem Kontext vielleicht gar nicht unbedingt erwartet: Billy Graham.