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In die Wildnis: Allein nach Alaska
 
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In die Wildnis: Allein nach Alaska [Taschenbuch]

Jon Krakauer , Stephan Steeger
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (109 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

"Mein Gott, war er ein gescheiter Junge..." Also, warum hat Christopher McCandless eine rosige Zukunft -- College-Ausbildung, materiellen Komfort, außergewöhnliche Begabung und Charme -- gegen den Hungertod in einem ausrangierten Bus in den Wäldern von Alaska eingetauscht? Jon Krakauers Buch versucht, diese Frage zu klären, und obwohl es die Frage nicht mit Gewißheit beantwortet -- beantworten kann --, bringt In die Wildnis. Allein nach Alaska doch eine Menge Licht in die Sache. Nicht nur über McCandless' "Alaska-Odyssee", sondern auch über die Triebkräfte, die Menschen dazu bringen, aus der Gesellschaft "auszusteigen" und sich auf andere Weise auszuprobieren.

Krakauer zitiert Wallace Stegners Schriften über einen jungen Mann, der in den dreißiger Jahren auf ähnliche Weise in der Wüste von Utah verschwand. "Mit 18 sah er sich in einem Traum [...] durch die romantischen Einöden dieser Welt wandern. Kein Mann, in dem noch die Essenz der Jugend fließt, hat diese Träume jemals vergessen." In die Wildnis zeigt uns, daß McCandless zwar extrem, keineswegs aber einmalig war.

Der Autor macht den Eremit zu einem von uns -- etwas, das McCandless selbst nie schaffte. Am Ende des Buchs ist McCandless nicht mehr einfach ein Zeitungsausschnitt, sondern eine sympathische, seltsam anziehende Persönlichkeit. Ob er nun "ein mutiger Idealist oder ein leichtsinniger Idiot" war -- Sie werden Christopher McCandless nicht so schnell vergessen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Im August 1992 wurde die Leiche von Chris McCandless im Eis von Alaska gefunden. Wer war dieser junge Mann, und was hat ihn in die gottverlassene Wildnis getrieben? Jon Krakauer hat sein Leben erforscht, seine Reise in den Tod rekonstruiert und ein traurig-schönes Buch geschrieben über die Sehnsucht, die diesen Mann veranlaßte, die Zivilisation hinter sich zu lassen, um tief in die wilde und einsame Schönheit der Natur einzutauchen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Chris McCandless hat umgesetzt, was andere nur träumen. Der Traum von Ursprünglichkeit und Unverfälschtheit ist alt, und es gibt immer mehr, die ihn träumen. Das zeigt die Resonanz auf Buch und Film. Aber es gibt eben nur wenige, die ihn auch leben - mit aller Konsequenz. Und da wir ja alle täglich unsere Kompromisse schließen, stempeln wir so jemanden dann gerne als armen Irren ab. Denn schließlich müssen wir ja morgens wieder in den Spiegel sehen ...

Krakauer, versucht, Chris zu rehabilitieren. Es ist ihm ein Anliegen, ihn nicht als armen Irren, als sturen, ahnungslosen Romantiker abgestempelt zu sehen. Die Sehnsucht nach der Einfachheit und der Erhabenheit der Natur teilt und versteht er. Mit diesem Versuch gibt er gleichzeitig all jenen recht, die Chris, alias Alexander Supertramp, auf seiner Reise begegnet sind und ihn kennengelernt haben als einen liebevollen und intelligenten Menschen. Chris' Odyssee ist nicht abzutun als die Reise eines armen Irren, oder eines verwöhnten Vorstadtkindes, das keine Ahnung hat, wie man in der Natur überlebt. Im Gegenteil - Krakauer sagt es an einer Stelle im Buch ganz explizit - die vielen Hobbyjäger, die sich am Wochenende mit allerlei technischer Ausstattung in die "Wildnis" begeben, hätten vermutlich keine zwei Wochen ausgehalten. Chris' Geschichte ist die Geschichte einer Suche nach dem Wahren, Absoluten, nach dem eigenen Ich und dem richtigen Lebensentwurf. Das Schöne ist, das er am Ende all dies gefunden zu haben scheint.

Erstaunlich, wie viel man über Chris erfährt, wie viel Krakauer herausgefunden hat durch mühevolle Detailrecherche. Das ist gut geschrieben und wird nie langweilig. Auch wenn es nicht im eigentlichen Sinne spannend ist, so möchte man doch einfach mehr und besser verstehen, was ihn getrieben hat und vor allem, warum er am Ende viele so allein und ratlos zurücklässt. Am Ende gibt das Buch keine Antwort darauf. Das wäre auch anmaßend. Aber es gibt Hinweise und lädt ein zum Nachdenken.

Also dann: Lesen wir jetzt Jack London und Leo Tolstoi.
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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großartiges Buch 9. März 2004
Format:Taschenbuch
Jon Krakauer beschreibt in diesem Buch das Leben und Sterben von Christopher Mc Candless, einem jungen Abenteurer, der sich im Jahr 1992 in die Wildnis Alaskas aufmachte, wo er nach einigen Monaten, in denen er sich nur von dem, was die Natur hergab, ernährt hatte, schließlich den Hungertod fand.
Akribisch beschreibt der Autor dabei das Leben von Mc Candless, wobei er einen Fokus auf die letzten Lebensjahre des Mannes, der mit nur 24 Jahren starb, legt. Unzählige Personen, die Mc Candless kannten, darunter Familienmitglieder, Schul- und Studienfreunde, sowie Menschen, die den Tramper in ihren Wagen mitnahmen und sich mit dem seltsamen Fremden anfreundeten, wurden von Krakauer für diese eindrucksvolle Charakterstudie befragt.

Nach und nach kommt heraus, dass Christopher Mc Candless zwar ein hoffnungsloser Romantiker und Zivilisationskritiker war, nicht aber - wie ihm von vielen nach seinem Tod vorgeworfen wurde - ein weltfremder Spinner, der von einer Todessehnsucht getrieben wurde. Ein Freund des Toten merkte an, dass Mc Candless im falschen Jahrhundert geboren wurde, da er sich nach einer Wildnis sehnte, die längst nicht mehr existiert. Auch diese Tatsache wurde dem glühenden Verehrer von Tolstoi, London und Thoreau letztlich zum Verhängnis.

Obwohl man als Leser auf der einen Seite über das Verhalten Mc Candless' nur den Kopf schütteln kann, muss man auch seine Lebensweise, die nichts mehr verabscheute als Oberflächlichkeit, anerkennen, ja sogar bewundern. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass einen das Schicksal des jungen Mannes und das seiner Familie, die sehr unter dem Verschwinden des Sohnes zu leiden hatte, sehr nahe geht.

Jon Krakauer versteht es meisterlich, das Leben von Christopher Mc Candless ohne übertriebene Sentimentalität zu beschreiben. Dabei zieht der Journalist und begeisterte Bergsteiger immer wieder Parallelen zu jenen, die ähnlich dachten und handelten wie Mc Candless. Hin und wieder streut Krakauer auch autobiographische Erlebnisse ein, denn auch er selbst hatte, als er in diesem Alter war, einiges mit Mc Candless gemeinsam, was wohl auch erklärt, weshalb gerade dieses Thema Krakauer nicht losgelassen hat.

"In die Wildnis" hätte man nicht besser schreiben können. Das Buch liest sich flüssig und ist spannender als jeder Roman, so dass man die 300 Seiten in Windeseile verschlungen hat. Mich persönlich hat bereits Krakauer's Everest-Drama "In eisige Höhen" sehr fasziniert und auch dieses Buch hat mich gefangen genommen und sehr gerührt.

Absolut empfehlenswert (nicht nur für Abenteuerfreaks)!

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Zu den bedeutendsten traditionellen Werten der amerikanischen Nationalidentität gehört die Freiheit - Freiheit in dem Sinne, dass man sein Leben ohne Einmischung höherer Instanzen gestalten kann, wie es einem gefällt. Das kann die Freiheit bedeuten, schnell reich zu werden. Oder aber auch sich die Freiheit zu nehmen, aus der Enge des Materialismus auszusteigen. Zu denen, die letzteres radikal vollzogen haben, gehört Chris McCandless. Gleich nach seinem Studium brach der junge und mit vielen Talenten gesegnete Bursche mit seinem gesellschaftlichen und familiären Umfeld und zog sich fortan ohne ein Wort des Abschieds in ein asketisches Leben in totaler Autonomie als "Alexander Supertramp" zurück. 1992 fand man seine Leiche in einem ausrangierten Bus in der Wildnis Alaskas, in der er an Hunger und Auszehrung verstarb.

Der Fall erregte in den USA einiges Aufsehen und motivierte den Journalisten Jon Krakauer zu einer Spurensuche durch McCandless` Leben. Sein Buch "In die Wildnis: Allein nach Alaska" zeichnet ein intimes Porträt dieses außergewöhnlichen jungen Menschen und nimmt den Leser mit auf dessen spannende Pilgerreise quer durch den nordamerikanischen Kontinent. Krakauer erhellt, worin McCandless spirituelle Suche bestand und reflektiert jene biographischen Wurzeln, in denen sein Wanderschicksal vorherbestimmt scheint. Das Charisma McCandless` gibt der Autor derart überzeugend wieder, dass sich der Leser auch im Nachhinein diesem nicht zu entziehen vermag und dadurch besser seine Wirkung auf jene Menschen versteht, die seinen Weg kreuzten. Krakauers kriminalistische Recherche deckt dabei die Tragik in McCandless' Tod auf, der auf einen Fehler zurückzuführen ist, dem auch einem erfahrenen Waldgänger hätte unterlaufen können. Damit wiederfährt ihm endlich Gerechtigkeit gegen die Vorverurteilungen als Geistesgestörter, Dilettant und Selbstmörder. Krakauer kommt zu dem Schluss, dass McCandless letztendlich an seinem enormen Selbstbewusstsein gescheitert ist, das in gefährlicher Überschätzung seiner tatsächlichen Möglichkeiten und Kräfte in Hybris umschlug.

Die Reaktionen auf McCandless Geschichte polarisieren zwischen Bewunderung und Ablehnung. Während die einen gedacht haben, bei dem sind ein paar Schrauben locker", weckt er bei anderen trotz des tödlichen Ausgang seines Weges Bewunderung für seinen Versuch, nur von dem zu leben, was die Natur hergibt: "Ich wette, von denen, die McCandless als unfähig verschreien, hat es kaum einer versucht ... die meisten Leute haben keine Ahnung, wie schwierig das in Wirklichkeit ist. Und McCandless hat es beinahe hingekriegt.", zitiert Krakauer einen Biologen aus Alaska.

Der Rezensent selbst bleibt ratlos und betroffen zurück und weiß nach der Lektüre nicht, was er von McCandless halten soll. Ist McCandless für die Verwirklichung seiner Träume zu weit gegangen? War er zu rücksichtslos gegen sich und andere, als dass er als Vorbild dienen könnte, wie wir unsere eigenen Träume verwirklichen sollen?

Wie auch immer, Krakauer hat Chris McCandless ein verdientes Denkmal gesetzt und ihn eingeordnet in die lange Tradition amerikanischer Aussteiger, seit die Frontiers auf der Flucht vor dem Vormarsch der amerikanischen Zivilisation Stück für Stück nach Westen zogen. Wer Sehnsucht auf einen Trip "In die Wildnis" hat, gewinnt mit Krakauers Buch einen anschaulichen und harten Einblick darüber, was von einem Menschen dafür abverlangt wird.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Es ist mein Leben und ich tue damit was ich will!
Ich sah den Film und wollte mehr über diesen außergewöhnlich mutigen Menschen in Erfahrung bringen. Einige Zeit stand das Buch auf meiner Wunschliste. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von KalyanaMitrah veröffentlicht
Dies ist ein sehr interessante Geschichte!
Ich habe den Film gesehen und dieser war echt genial. Jetzt wollte ich das Buch dazu lesen.
Da ich es aber woanders nicht kaufen konnte, habe ich es bei Amazon versucht und... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Christine veröffentlicht
Genial
Wer den Film mag wird das Buch lieben...
Jon Krakauer beschreibt das Leben des Protagonisten gekonnt und zum Mitfühlen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Cirus91 veröffentlicht
Ein "Muss" unter den Büchern
Sehr gutes Buch, gerade für Traveller ein wichtiges Buch. Es zeigt dass Geld nicht das Wichtigste ist und man mit weniger auch zurecht kommt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von cita267 veröffentlicht
gute Recherche vs. nicht so gutem literarischen Stil
Das Buch deckt unbeschönigt alle Fehler auf, die McCandless nur machen konnte. Es verklärt also nicht; im Gegensatz zum Film. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Barbara veröffentlicht
Eine ansich sehr gute wahre Geschichte, die vom Autor jedoch langatmig...
Zum Inhalt:
In die Wildnis erzählt die wahre Geschichte von Chris McCandless, einem intelligenten und abenteuerlustigen jungen Mann, welcher 1992 allein in die Wildnis... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Die Pfötchen-WG veröffentlicht
Klasse Buch - Rechtschreibfehler in gebundener Ausgabe
Nach Anschauen des Filmes, habe ich mir umgehend das Buch von Jon Krakauer bestellt und bin nicht enttäuscht worden. Das Buch war für mich zu keiner Sekunde langweilig. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von tascholli veröffentlicht
in memoriam
Kurz nachdem die Leiche Chris McCandless' im Spätsommer 1992 entdeckt wird und sich die Umstände seines Todes anhand minimaler tagebuchähnlicher Aufzeichnungen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von tabula_rasa2605 veröffentlicht
dramatisch und mitreißend!!!
erstmal ein kleines Vorwort zu meinem Leseverhalten und wie ich auf dieses Buch gestoßen bin:

ich habe in den letzten 6 Jahren nie Romane oder ähnliches... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Kevin Rettschlag veröffentlicht
Allein (in) nach Alaska
Das Thema des hier vorliegenden Werkes ist ja bereits häufig und ausgiebig geschildert worden.

Worin liegt der Reiz? Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Christian veröffentlicht
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The Message... 1 23.04.2012
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