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Moviemans Kommentar zur DVD: Die Bildwerte sind durchschnittlich gut. Nur die Farben stechen durch ihre Lebendigkeit ein wenig hervor. Der Ton ist dem entsprechend angepasst. Er klingt harmonisch aber nicht außergewöhnlich. Satte Effekte gehen ihm etwas abhanden. Die Extras sind ein netter Überblick über Produktion und Begleitumstände.
Bild: Das farblich lebhafte Bild (Altenpflegeheim, 00:40:07) bringt im Sonnenlicht neben brillanten Farbnuancen auch hervorragende Schärfewerte (Sommersprossen, 00:35:16). Im künstlichen Neonlicht eines Supermarktes hingegen tendieren Details schon eher mal zum Verwaschen (Gesichter, 00:35:32). Rauschen fällt kaum ins Gewicht, lediglich vor monotonen Wandflächen oder heller Bettwäsche macht es keinen Halt (Bett, 01:00:35). Artefakte finden sich vor allem als Flimmern von feinen Linien (gestreifte Glaswand, 00:18:57 oder Balkongitter, 00:34:47), prinzipiell aber bleiben Phänomene dieser Art aber eher selten. Das Kontrastspektrum kann befriedigen, lediglich schwarze Kleider offenbaren kaum Faltenstrukturen (Mantel, 00:20:15). In nächtlichen Szenen lassen sich noch genügend Schwarznuancen ausmachen, um auch Feinheiten zu erkennen.
Ton: Im Vergleich zur Synchronisation bietet der Originalton sprachlich mehr Volumen und Plastizität an. Aber auch die deutschen Dialoge gliedern sich harmonisch in die Kulisse ein und lassen sich durch die peppigen Musikstücke nicht beeinträchtigen. Aber nicht nur die Musikstücke wogen ausgewogen wie dynamisch abwechslungsreich durch den Raum, auch die Kulisse bedient sich wunderbar dynamisch wechselnder Signale, die sich von einem über die anderen Lautsprecher verteilen, so dass ein PKW akustisch durch den ganzen Raum kreuzt. (00:25:28). Das erzeugt einen weiträumigen Eindruck, der aber kaum durch kraftvolle Effekte unterstützt wird. Diese bleiben eher selten und machen Platz für die beschwingte Musik.
Extras: Das Featurette "Die Leute in Schuhen" (15:32 Min.) sollte eher als ein Making Of bezeichnet werden. Schließlich finden sich hier zahlreiche Interviews zur Produktion, Film-Ausschnitte und Bilder vom Set. Auch das Featurette "Eine Rentner-Gemeinschaft schauspielender Senioren" (10:36 Min.) trägt einen etwas seltsamen Titel. Dennoch geht es hier tatsächlich darum, wie mit den Insassen eines Seniorenheimes gearbeitet wurde. Es finden sich hier viele, sehr witzige Kommentare der Senioren-Schauspieler. Das Featurette "Vom Todestrakt auf den Roten Teppich" (7:22 Min.) bringt das Casting des Hundes "Honey Bun" mit vielen Interviews. Neben einem Web-Link enthält die Disc noch einen "Inside Look" zum Film "Just my Luck" (1:58 Min.). --movieman.de
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Stern
Blickpunkt: Film
Vor allem in den ersten 45 Minuten entlockt Curtis Hanson dem Zuschauerliebling aus 'Drei Engel für Charlie' und 'Super süß und super sexy' eine Charakterisierung, die man vor ihr niemals erwartet hätte. Diaz' Maggie ist ein selbstzerstörerisches Partygirl, das sich ihrer eigenen selbstsüchtigen Persönlichkeit nicht bewusst ist und darunter ihre verletzliche, vernünftige ältere Schwester Rose leiden lässt, die im übrigen von Toni Collette wie immer mit Bravour gespielt wird: Rose ist eine erfolgreiche Anwältin, leicht übergewichtig und in ihren Boss verknallt. Maggie verdankt dagegen alles in ihrem Leben ihrem Aussehen - so auch den Rauswurf aus dem Haus ihrer Stiefmutter (Candice Azzara) nach einer weiteren Partyeskapade. Seit dem Tod ihrer Mutter vor etlichen Jahren haben Maggie und Rose ein ausgesprochen enges Verhältnis. Als sich Maggie in Roses Wohnung einnistet, hat sie trotzdem nichts anderes zu tun, als das Appartement total zu verwüsten. Dann verführt sie auch noch den Boss und Freund ihrer Schwester und fliegt hochkant raus - schon wieder -, entdeckt aber einen Hinweis auf die Existenz ihrer Großmutter, die sie eigentlich für tot hielt. Sie fliegt nach Florida und mietet sich bei Ella (Shirley MacLaine) in ihrem Altersheim ein. Die beiden kommen sich näher, und Maggies neue Aufgaben in der Rentner-Community machen einen neuen Menschen aus ihr. Rose derweil schmeißt ihren Job, wird Hundesitterin und verlobt sich schließlich mit einem ehemaligen Kollegen. Aber sie kommt über den Zwist mit ihrer Schwester nicht hinweg und folgt ihr schließlich nach Florida.
Erst mit dem Auftauchen von Shirley MacLaine zeigt sich das feine Gespür von Curtis Hanson für seine Figuren so richtig. MacLaines emotionale Weisheit, die schwer an 'Zeit der Zärtlichkeit' und 'Magnolien aus Stahl' erinnert, ist nach wie vor herzzerreißend. So herzzerreißend, dass Drehbuchautorin Susannah Grant ('Erin Brockovich') Maggie wenig Zeit lässt, ihr zu widerstehen: Cameron Diaz' Oberzicke wird mit dem Publikum in kürzester Zeit - und vielleicht etwas zu schnell - weichgeklopft und rehabilitiert. War sie als egozentrisch-dümmliches Partygirl total glaubwürdig, vermisst man so mit ihrem Wandel etwas die damit verbundene notwendige Tiefe. Stattdessen wird in der zweiten Hälfte des Films viel Zeit darauf verwendet, den Zuschauer mit einigen munteren Senioren zum Schmunzeln zu bringen und mit einem kitschig-romantischen Finale endgültig zu entwaffnen. Die größte Überraschung an 'In den Schuhen meiner Schwester' mag in diesem Sinne sein, dass Curtis Hanson eine so überaus konventionelle Komödie gedreht hat, der womöglich die außergewöhnlichen Ideen und unerwarteten Emotionen fehlen, die man sich von dem Regisseur eigentlich erwartet. Was nicht heißen soll, dass 'In den Schuhen meiner Schwester' nicht zielgenau das erreicht, was er sich vorgenommen hat. Das vor allem weibliche Mainstream-Publikum wird diese Hochglanz-Soap-Opera und höchst emotionale Adaption von Jennifer Weiners extrem populären Roman sicherlich verschlingen wie die Vorlage, die über Monate in den Bestsellerlisten ganz weit oben geparkt war. deg.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Der Ärger beginnt, als Maggie bei ihrer Schwester Rose einzieht und sogleich deren Freund verführt. Rose setzt sie wieder vor die Tür und Maggie bleibt nichts anderes übrig, als sich an ihre Großmutter Ella (Shirley MacLaine) zu wenden, deren Existenz die Familie jahrelang verschwiegen hatte. Nach und nach lernen die beiden sich kennen und schätzen, und auch Rose hat mittlerweile ihre große Liebe gefunden. Doch die Schwestern merken, dass ihnen zu ihrem Glück noch etwas fehlt: sie brauchen