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In den Augen meines Großvaters
 
 
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In den Augen meines Großvaters [Gebundene Ausgabe]

Thomas Medicus
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 264 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 1., Aufl. (10. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421055777
  • ISBN-13: 978-3421055774
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 280.419 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Thomas Medicus erinnert sich an seinen Großvater, und gleichzeitig ist ihm ein eindringliches Generationenporträt gelungen, das sich vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis heute spannt. Wie das Buch von Uwe Timm, Am Beispiel meines Bruders, gezeigt hat, ist Erinnerung nicht länger ausschließlich an das Täter-Opfer-Muster gebunden.

Wilhelm Crisolli war Generalmajor der Wehrmacht und wurde 1944 bei einem Partisanenüberfall in der Toskana erschossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg schwieg seine Familie über seine Person, und die Gründe für die Erschießung blieben im dunkeln, weil keiner aus der Familie an dieser Geschichte rühren wollte. 1945 floh die Familie aus Hinterpommern in den Westen. Erst Crisollis Enkel, Thomas Medicus, wagt die Annäherung an den Großvater und macht schmerzliche, überraschende Entdeckungen. Er unternimmt eine Fülle von Reisen, spricht mit letzten Überlebenden, nimmt die Spur von Crisolli in Archiven auf und gerät ein ums andere Mal in die Fänge einer Vergangenheit, die scheinbar jede klare Auskunft verweigert. Ein faszinierender Aufbruch in eine fremde Zeit, ein Bericht über die Gegenwärtigkeit des Vergangenen, der neue Dimensionen im Umgang mit Geschichte erschließt.

Über den Autor

Thomas Medicus, geboren 1953 in Mittelfranken, war nach dem Studium der Germanistik, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte zunächst freier Journalist, dann Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen. Seit September 2003 ist er Feuilleton-Korrespondent der Frankfurter Rundschau in Berlin. Seit Mitte der achtziger Jahre unternimmt er ausgedehnte Reisen in Ostmitteleuropa.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von columbo
Der Enkel eines Generalmajors der Nazis, welcher durch einen Partisanen-Hinterhalt in der Toskana ums Leben kam, sucht anhand hinterlassener Fotografien aufwändig nach Plätzen/Zeitzeugen.

In schöner Sprache geschrieben, erlaubt es die Detailtreue des Autors, sich gut in die damalige Situation am Ende des Krieges in Italien hineinzuversetzen.
Der Autor sucht v.A. nach Hinweisen, welcher Mensch sein Großvater war, natürlich auch die Frage zu beantworten, welche Schuld dieser auf sich geladen hat.
Dies kommt deutlich zu kurz, denn man kann sich denken, daß ein solch hochgestellter Militär doch erhebliche indirekte Schuld auf sich geladen hat, welche nicht ausreichend zur Sprache kommt.

Medicus spricht hingegen ausführlich über eine direkte Verurteilung dreier Personen zum Tode, wohl durch unmittelbare Einflußnahme seines Großvaters.
Der klar erkennbare Versuch, den Großvater zu entlasten, ist verständlich, wird für viele der Opfer des Nationalsozialismus jedoch kaum eine Rolle spielen.
Wenn Generalmajor Crisolli gegen Hitler war, weshalb hat er sich dann in dieser Form am Krieg beteiligt ? War es preußisches Pflichtbewußtsein, war es Prestige-/Karriere-Sucht ?

Die gefühlsmäßige Anteilnahme am Leben seines Großvaters kommt in dem dennoch interessanten Buch deutlich zum Ausdruck.
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