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In Zeiten des abnehmenden Lichts: Roman einer Familie [Ungekürzte Ausgabe] [Audio CD]

Eugen Ruge , Ulrich Noethen
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (166 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

5. September 2011
Vom Flüchten, vom Heimkommen, vom Altern

Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr ’89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien nach Ostberlin, über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht: groß durch seine menschliche Reife, seine Genauigkeit, seinen Humor. Drei Generationen stehen im Mittelpunkt: Die Großeltern, noch überzeugte Kommunisten, kehren Anfang der 50er Jahre heim in die junge DDR, um dort ihren Anteil am Aufbau der neuen Republik zu leisten. Ihr Sohn, als junger Mann nach Moskau emigriert, kehrt mit einer russischen Frau zurück in eine Kleinbürgerrepublik, an deren Veränderbarkeit er weiterhin glauben will. Dem Enkel indes wird die Wahlheimat von Eltern und Großeltern zusehends zu eng. Die Strahlkraft der politischen Ktopie scheint sich von Generation zu Generation zu verdunkeln: Es ist die Zeit des abnehmenden Lichts.

Wird oft zusammen gekauft

In Zeiten des abnehmenden Lichts: Roman einer Familie + Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (Hörbestseller)
Preis für beide: EUR 37,94

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Argon Verlag (5. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383981121X
  • ISBN-13: 978-3839811214
  • Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 13 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (166 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 236.639 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein pulsierendes, vibrierendes, aufregend lebendiges Werk von enormer gestalterischer Phantasie, außergewöhnlich mitfühlend und vor allem von scharfem und erhellendem Witz. Es zeigt uns, dass aus den Trümmern des Ostblocks etwas erwachsen ist, das die Kraft hat zu überdauern: die Kunst dieses Buchs, das die Mauer eingerissen hat zwischen dem russischen Epos und dem großen amerikanischen Roman. (The New York Times)

Die Bögen wie von Thomas Mann, aber sehr viel komischer. (Sunday Telegraph, London)

Ein großes Buch. (Le Figaro, Paris)

So gut, so komisch, so zupackend, so grausam wirklichkeitsnah ist Ruges politisch-unpolitischer, herzzerreißender Realismus, der Thomas Mann mit den Simpsons kurzschließt unter dem Zähnknirschen ganzer Generationen. Seine Aufrichtigkeit ist trügerisch sanft, noch das lauteste Gelächter ist durchdrungen von stiller Trauer - ein sehr lustiges, sehr ernsthaftes und außergewöhnliches Debüt. (Irish Times, Dublin)

Ein einzigartiger und beschwörender Roman. (Boston Globe)

Unprätentiös, präzise und glaubhaft, mit einem unverwechselbar subtilen Humor. (El País, Madrid)

Eine grandiose Familienchronik. (De Morgen, Brüssel)

Überragend. (Frankfurter Allgemeine Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Eugen Ruge, 1954 in Sosswa am Ural geboren, studierte Mathematik in Ostberlin und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Bereits 1986 begann er mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Seit 1989 wirkt er hauptsächlich als Autor für Theater, Funk und Film.Neben seinen Übersetzungen mehrerer Tschechow-Texte und der Autorentätigkeit für Dokumentarfilmeund Theaterstücke lehrte er zeitweise in Berlin und Weimar, bevor er 1988 aus der DDR in den Westen ging. 2009 wurde Ruge für sein erstes Prosamanuskript "In Zeiten des abnehmenden Lichts" mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet.

Ulrich Noethen gehört zu den vielseitigsten und beliebtesten Schauspielern Deutschlands. Sein warmes, dunkles Timbre lässt eine intime und eindrückliche Stimmung entstehen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stimmungsvoller Rückblick 29. Mai 2012
Von Anke Przybilla VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Mit Buchpreisträgern in den letzten Jahren bin ich nicht immer warm geworden: so fand ich "Du stirbst nicht" von Kathrin Schmidt annehmbar und "Der Turm" von Uwe Tellkamp sogar sehr lesenswert, tat mich aber schwer mit "Die Mittagsfrau" von Julia Franck und "Die Habenichtse" von Kathrin Hacker lies mich recht ratlos zurück.

Nach all den lobenden Rezensionen und Kritiken habe ich nun den neuesten Buchpreisträger gelesen. Schon allein das Thema reizte mich, handelt es sich doch um eine Familiengeschichte über mehrere Generationen und ihr individuelles Verhältnis zum Thema Sozialismus und DDR-Diktatur. Dies gelang bereits Tellkamp recht gut, wenn auch ein wenig zu spröde und intellektuell.

Ruges Werk liest sich bei Weitem geschmeidiger. Man folgt den Figuren auf einem recht eigenen Weg. Dies liegt wohl vor allem daran, dass Ruge in den Zeiten laufend springt und seine Figuren an ein paar Ereignissen teilhaben läßt, diese wiederum aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. So wird zum Beispiel der 90. Geburtstag des (Stief-Ur-)Großvaters aus Sicht desselbigen, aus Sicht des Sohnes Kurt und des Urenkels beschrieben. So geschieht dies auch mit anderen Fixpunkten. Zu Wort kommen auch noch Charlotte - die (Ur-)Großmutter, Irina - Kurts Frau und Alexander, genannt Sascha - das Alter-Ego von Eugen Ruge selbst.

An dieser Figur hangelt sich dementsprecht auch der Roman. Denn Alexander hat Krebs und keine Aussicht auf Heilung. So erlebt man die Geschichte irgendwie als Rückblick, auch wenn die anderen Familienmitglieder zu Wort und Gedanken kommen.

Wilhelm ist der alte Verfechter des Regimes, mit (vermutlicher) Stasi-Vergangenheit und Betonkopf-Ansichten.
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247 von 278 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur von Ochs und Esel aufgehalten 6. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Dieses Buch werden nur wenige Leser hierzulande emotionslos lesen. Zu oft hat sich durch den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland das wiederholt, was Eugen Ruge hier spannend und brillant als Familienchronik regelrecht inszeniert.
Die Handlung selbst ist schnell erzählt. Wilhelm gerät von der USPD in die KPD und betreibt eine Geheimdiensttätigkeit für die Sowjetunion in einer Hamburger Scheinfirma. Die "Machtergreifung" Hitlers zwingt ihn mit seiner Frau Charlotte ins russische Exil, wo ihre Söhne Werner und Kurt geboren werden. Die Söhne bleiben in der UdSSR, während die Eltern vom Geheimdienst mit schweizerischen Pässen versehen in Mexico neuen Aufgaben nachgehen. Dort warten sie auf den Untergang des Reiches und das neue Deutschland, das dann aber infolge der Teilung Deutschlands nur aus der sowjetischen Zone als DDR entsteht.
Ihre Söhne sind während des Krieges wegen ihrer Kritik am Hitler-Stalin-Pakt in Straflagern verschwunden. Nur Kurt taucht wieder auf und findet am Ural seine Frau Irina, mit der er den Sohn Alexander bekommt. Die drei ziehen in den 50ern nach (Ost-) Deutschland, wo sie in "Neuendorf" auf Wilhelm und Charlotte stoßen. (Neuendorf greift den slavischen Namen auf, den der Ort wegen der dort in Preußen angesiedelten Hussiten führte: Nova Ves, den meisten Lesern heute als ein Stadtteil Potsdams unter dem Namen Babelsberg bekannt. Der S-Bahnhof Großkrienitz ist entsprechend Griebnitzsee.) Bei der Rückkehr aus Mexico ist Charlotte für ihre Dienste zu einer Direktorin einer eigens gegründeten Akademie für die Literatur Lateinamerikas ernannt worden.
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105 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorbestimmtes Versagen 24. November 2011
Von Dieter Drewitz TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Man kann jedes Buch mit jedem vergleichen, so auch Ruges Roman mit den "Buddenbrooks". Doch "In Zeiten des abnehmenden Lichts" geht es nicht um Aufstieg und Fall einer Familie, sondern um Menschen, die Zeit ihres Lebens in Rollen gezwängt werden, denen sie nicht gerecht werden können. Es wird eine ständige Überforderung aufzeigt. Es ist die schonungslose Abrechnung mit Versagern - und dieses Versagen ist vorbestimmt, denn nicht sie beherrschen dieses Land, sondern ein PHANTHOM: Die Partei. Und die Partei hat immer Recht! Wir haben zu DDR-Zeiten das Lied von Louis Fürnberg 'im stillen Kämmerlein' abgewandelt: "Und wird dir auch hin und wieder schlecht, die Partei hat immer Recht." Um ein Land, das seine Führung nicht nach intellektuellen Fähigkeiten sondern nach langjähriger Parteizugehörigkeit, bei gleichzeitiger Bevorzugung von Kadern aus der Arbeiterklasse, auswählt, ist es schlecht bestellt. 2001 stellt Alexander fest, dass die gesamte wissenschaftliche Arbeit seines Vaters aus DDR-Zeiten (Im Umfang entspricht sie in etwa den Werken Lenins) inzwischen Makulatur ist, denn sie besteht aus HALBWAHRHEITEN, was ja letztendlich bedeutet, jede Wahrheit wird durch eine Lüge entstellt. In der DDR ist es so wie in dieser Familie: Alles ist in leerlaufenden Ritualen erstarrt. Es ist eine schonungslose Abrechnung mit einem glücklosen Leben. Selbst der so gepriesene Humor des Romans entspringt aus der Beschreibung der aussichtslosen Tristesse des Dasein, das selbst in Funktionärskreisen von Versagen statt Siegen, Mangel statt von Überfluss, von Krankheit und Tod statt von Gesundheit und Leben bestimmt wird. Lesen Sie weiter... ›
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Ganz nett, aber blass und ohne Botschaft
Nach dem Ende des Buchs bleibe ich einigermaßen ratlos zurück, woher die guten Bewertungen kommen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Holm Paulsen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Etwas Geduld und Durchhaltevermögen. Es lohnt sich.
Sehr bemerkenswerter Roman mit ein wenig Humor und Sarkasmus. Bemerkenswert wie der Autor die Satzform ändert., je nach erzaehlender Person. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Eva Literati veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Verwirrend
Der Autor vermittelt viele Eindrücke aus der DDR-Zeit, die sehr authentisch wirken, aber mich haben die ständigen Zeitsprünge gestört. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Kerstin Möller veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch
Unbedingt lesen, Charaktere und Emotionen der handelden Personen werden sehr gut beschrieben. Ein Buch für stille Novemberabende und zum Lesen beim Nachdenken über sich... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Suilenroc veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Florett
Die Geschichte einer durch die Turbulenzen der Zeitgeschichte bunt zusammengewürfelten Familie voller Saft, Komik und Sprachwitz. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Heinz-Dieter Sasse veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Schullektüre
Da ich mich für solche Werke für gewöhnlich nicht interessiere, es jedoch ein Schulbuch war und ich fairer weiße die Mühe des Autors und die... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Xairas veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Mir war das Buch zu wirr geschrieben
Beim Lesen dieses Buches tat ich mir schwer, den Faden nicht zu verlieren. Ich konnte mich einfach nicht in die Handlung versetzen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Wolfgang Müller veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nich wirklich fesselnd.
Hm, ja, ich weiß nicht so recht, wie ich urteilen soll. Dieses Buch ist nicht wirklich packend. Ich habe von Eugen Ruge schon besseres gelesen.
Vor 3 Monaten von Ingeborg veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch, aber übertrieben gehyped.
Ja, es ist ein gutes Buch - aber mal ehrlich, Deutscher Buchpreis? Gab es da einen Bonus für "1. Familien-Epos über die Ex-DDR?". Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Sprachpolizei veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Da hatte ich mir mehr von versprochen....
Nur teilweise witzig, viel Belangloses und das Ende auch unbefriedigend.
Möglicherweise ist die Audiofassung zu kurz geraten und man sollte das Buch lesen.
Vor 4 Monaten von Petruschka veröffentlicht
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