Dänemark war bisher immer bekannt dafür herausragende Bands zu liefern, das haben Acts wie HATESPHERE, RAUNCHY, VOLBEAT oder ILLDISPOSED bisher mehr als genug bewiesen. THE ARCANE ORDER stammen ebenfalls aus dem an Schleswig Holstein angrenzenden Land und wollen nun auch in diese Fußstapfen treten. Nach dem Debut The Machinery of Oblivion legt man nun hier mit In the Wake of Collisions vor, das wohl für so manche herunter geklappte Kinnladen sorgen dürfte.
Eröffnet wird der Reigen von Death is imminent, wobei man sich hier gleich von der ultra brachialen Seite präsentiert und gleich zeigt wo der Hammer hängt. Wer Angst hatte das Ex-RAUNCHY Sänger hier eventuell auswimpt hat sich getäuscht, denn der Kerl schreit nach wie vor, was Lunge und Stimmbänder hergeben! Mit Between Reason and Hubris zeigt man sich etwas melodischer und zugleich auch stellenweise atmosphärischer. Der Solo Part ist hier auf alle Fälle verdammt cool ausgefallen. Der zuständige Gitarrist hat auf alle Fälle ein gutes Händchen dafür! Mit The Serpent Tower folgt auch bereits das erste Highlight auf diesem Album. Beeindruckt wird man hier nicht nur durch herausragendes Riffing, sondern auch durch eine saucoole, sehr düstere und bedrohliche Atmosphäre, die sich übrigens wie ein roter Faden durch das ganze Album zieht. Der nächste Höhepunkt folgt übrigens schon mit dem nächsten Stück Eruptions of Red. Auch hier wird man von einer sehr kalten Atmosphäre fast schon erschlagen. Hier zeigt man sich eher von der brutalen anstatt von der brachialen Seite. Facettenreichtum wird hier durch coole dezent platzierte klare Vocals im Refrain erreicht. Nach dem kurzen Instrumental When Oceans become Deserts geht es wieder äußerst brachial und furios mit Unleash the Tyrant weiter. Zwar zeigt man sich hier ein wenig komplexer, aber dies wird mit einem äußerst originellen Refrain kompensiert. Vor allem die Melodieführung ist hier wirklich sagenhaft, wobei auch das Gitarrensolo im Mittelteil nicht unerwähnt bleiben sollte. Ein weiteres Highlight gibt es noch mal kurz vor Schluss mit dem sehr eingängigen Sanctity of Allegiance. Erneut zeigt man sich von einer sehr atmosphärisch, bedrückenden Seite und vereint hier alle Stärken, was THE ARCANE ORDER ausmachen. Das Tüpfelchen auf dem i hätte man vielleicht mit erneut dezent eingesetzten klaren Vocals erreichen können, aber auch so schon ist die Nummer sehr herausragend, vor allem auch durch den Klavierpart am Schluss; hat was von FAITH NO MORE's Epic. Horizons buried beendet dann nicht von minderer Qualität das Album und unterm Strich sind keine wirklichen Abstriche zu vermelden.
Mit In the Wake of Collisions haben THE ARCANE ORDER ein wirkliches Hammeralbum abgeliefert, das bereits zu Beginn des Jahres 2008 die Messlatte verdammt hoch anlegt. Absoluter Kauftipp!