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In Stahlgewittern
 
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In Stahlgewittern [Gebundene Ausgabe]

Ernst Jünger
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (61 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„‘In Stahlgewittern‘ machte ihn zum Helden einer Generation junger Offiziere, die alles gegeben hatten und am Ende bestenfalls das Eiserne Kreuz davontrugen. Gide pries es als „das schönste Kriegsbuch, das ich je las.“ Tatsächlich ähnelt es keinem anderen Buch der damaligen Zeit – keine Spur von den pastoralen Meditationen eines Siegfried Sassoon oder Edmund Blunden, kein Anflug von Feigheit wie bei Hemingway, kein Masochismus wie bei T.E. Lawrence und kein Mitleid wie bei Remarque.“ Bruce Chatwin

Über den Autor

Ernst Jünger, geboren in Heidelberg am 29. 3. 1895, gestorben am 17. 2. 1998. Bruder von Friedrich Georg Jünger; seine Schriften "In Stahlgewittern" (Tageb., 1920), "Der Kampf als inneres Erlebnis" (Essay, 1922) und "Feuer und Blut" (En., 1925) gelten als Verherrlichung von Soldatentum und Krieg. Später Schriften gegen Gewalt und Macht. Jüngers Teilzeitideologien sind bis heute ebenso umstritten wie seine literarischen Werke, u. a. "Der Friede" (Essay, 1945), "Eine gefährliche Begegnung" (R., 1985), "Zwei Mal Halley" (Tageb., 1987); "Die Schere" (Schriften, 1990). 1982 erhielt er den Frankfurter Goethe-Preis, 1985 das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
162 von 178 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Must Read 4. März 2003
Von M. Burger
Format:Gebundene Ausgabe
Als jemand der 1970 geboren wurde, verwundert mich nach der Lektüre dieses Buches zunächst, dass es uns in der Schule, sowohl im Literatur- als auch Geschichtsunterricht vorenthalten wurde und weiters, der seltsame Geruch der Jünger immer wieder angedichtet wurde (Revisionist, Nazi-Wegbereiter).

Das Buch liefert nämlich im Gegenteil in den letzten Kapiteln eindrucksvolle Darstellungen wie sehr die Allierte Seite bereits überlegen war (z.B. die vollen Vorratskammern in den Schützengräben der schottischen Highlander-Division, die von den Deutschen entdeckt werden als sie deren Stellungen überrennen), ein Sieg aussichtslos war.

Statt Jünger war uns in der Schule Remarque verordnet, und sein sicher auch wertvolles Im Westen nichts Neues. Der Unterschied in beiden Büchern erschließt sich wohl vor allem aus dem persönlichen Erlebnishorizont: während der eine im Krieg hauptsächlich im Lazarett die Halbtoten und Toten vor Augen hat, kämpft der andere in den Schützengräben an vorderster Front.

Wer verstehen will, was die jungen Menschen von damals in diesem Kampf getrieben und motiviert hat, der ist mit Jünger endlich bedient. Aus der Lazarettperspektive erschließt sich der Krieg als einzige Blutmühle, während Jünger - wohl in einiger Selbstüberschätzung - schildert, wie er an vorderster Front eine Offensive stoppt, denn "auch in den hochtechnisierten Schlachten sind es immer wieder einzelne Menschen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden".

Ein faszinierendes Buch, das ich atemlos gleich bis zum Schluss gelesen habe. Ich wage zu behaupten, mit Remarque sind diese Schlachten nicht zu verstehen, Jünger dagegen ist ein Beitrag gelungen. Diese Faszination, die hier unweigerlich spürbar wird, ist wohl der Grund warum das Buch vielfach totgeschwiegen wird, so wie man geheimes "böses" Wissen vertuschen will. Dabei wird insgesamt vergessen, dass Jüngers glasklare Schilderung des Krieges und seiner Schrecken, aber auch seiner Faszination, die wohl beste Impfung ist.

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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sine ira et studio 5. Dezember 2009
Format:Gebundene Ausgabe
»...ein Homer hätte keinen Achill, ein Goethe keinen Faust gedichtet, wenn Homer ein Achill und wenn Goethe ein Faust gewesen wäre«, schreibt Nietzsche.

Wenigstens ersteres hat Ernst Jünger mit diesem Buch widerlegt. Er ist erst Kriegsheld, erhält den während des gesamten Ersten Weltkrieges nur knapp über 600 Mal vergebenen Orden Pour le Mérite (dessen letzter lebender Träger er viele Jahre später werden sollte) und schreibt dann ein epochemachendes Werk über diesen entsetzlichen Krieg.

Grauen und Entsetzen des Krieges konnte er nur darstellen, in dem er versuchte sine ira et studio zu schreiben. »In Stahlgewittern« ist folglich weder ein Anitikriegsroman noch ein die Schlachten verherrlichendes Werk, sondern ein nüchterner Bericht. Dass er das Buch in meinem Alter geschrieben hat, also mit Anfang zwanzig, erfüllt mich mit Verblüffung und Bewunderung.

Ich habe das Buch fünf Mal gelesen, jedes Mal erfüllt von der Dankbarkeit, zu einer Generation zu gehören, die den Krieg nicht am eigenen Leib erlebt (möge es so bleiben) und von der Bewunderung für die Klarsicht und Beobachtungsschärfe, die Fairness gegenüber dem Gegner und die gegen sich selbst schonungslose Ehrlichkeit des jungen Ernst Jünger.
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Stahlgewitter", "Trommelfeuer", "Flammenmeer", "Leichenfelder", "Eisenhagel", "Feuersturm" - so lauten die immer wiederkehrenden Elementarbegriffe in Jüngers Beschreibung seiner Erlebnisse in den vordersten Linien der Materialschlachten des Ersten Weltkriegs. Viele dieser bildhaften Begriffe lehnen sich an das Vokabular tosender, zerstörerischer Naturgewalten an. Und genauso wird der Krieg auch von Jünger erfahren: als eine vernichtende Urkraft. Der Autor hat den Ersten Weltkrieg als junger Soldat und als Stoßtruppführer mitgemacht und aus seinen tagebuchartigen Aufzeichnungen diesen berühmten literarischen Bericht geformt, eines der bedeutendsten Kriegsbücher deutscher Sprache. Völlig ohne Sentimentalität oder Betroffenheit wird das Kriegsgeschehen vor dem Leser ausgebreitet, es erscheint wie ein einziges großes Abenteuer. Jüngers "heroische" Haltung wurde allerdings vielfach als Kriegsverherrlichung und reaktionärer Kämpfermystizismus verstanden. Dennoch: "In Stahlgewittern" ist ein sehr lesenswertes Buch, gerade in Zeiten, in denen Anzug tragende Kriegstreiber Lügen wie die vom "sauberen Krieg" oder von "chirurgisch präzisen Luftschlägen" verbreiten.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Wie kann man...
Wie kann man dieses im deutschsprachigen Raum mehr berüchtigte als berühmte Buch zustimmend rezensieren, ohne falsch verstanden zu werden? Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von Skip Gan veröffentlicht
gut
Das von mir bestellte Buch Stahlgewitter erfüllte von der Bestellung über die Qualität des Buches bis zur problöemlosen Lieferung alle Erwartungen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Born veröffentlicht
Sehr lesenswert
Ein sehr beeindruckendes Buch. Der erste Weltkrieg aus der Sicht eines Adrenalinjunkies. So hochdekoriert (und oft verwundet) wie Jünger war, kann das Beschriebene nur sehr... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von buecheroeli veröffentlicht
Nüchterne, umstrittene Darstellung des 1. Weltkrieges
Ich wollte mir endlich mal über Jünger's höchst umstrittenes Erstlingswerk einen eigenen Eindruck machen, nachdem man immer so viel Kontroverses darüber... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Ingmar veröffentlicht
Packender Tatsachenbericht über das Grauen des Krieges
"In Stahlgewittern" ist das erste Buch Ernst Jüngers. Es beschreibt Jüngers Erlebnisse an der deutschen Westfront im Ersten Weltkrieg von Januar 1915 bis August 1918. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Leseratte veröffentlicht
Authentisches Nacherleben jenseits des kanonisierten Mainstreams
Jünger versteht es sein eigenes Kriegserlebnis, aus dem er hochdekoriert hervorging, sprach- und wortgewaltig, schonungslos, erschütternd und präzise wiederzugeben. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von E. Wolf veröffentlicht
Vergleichbar mit Imre Kertesz
Nach meiner Auffassung ist "In Stahlgewittern", in dem Jünger seine Erlebnisse an der Westfront während des 1. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Tom veröffentlicht
Ein Abenteuerbuch über den Ersten Weltkrieg
Jüngers "In Stahlgewittern" ist definitiv eine Empfehlung wert für alle, die sich eingehender mit dem ersten Weltkrieg beschäftigen und noch eine andere Sichtweise... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von zapf veröffentlicht
Der 1.Weltkrieg hautnah
Die Verarbeitung des Buches finde ich klasse, es ist schön eingebunden und wird wahrscheinlich ewig halten.

Die "Geschichte" ist sehr spannend und informativ. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Kunde veröffentlicht
Nichts als die Wahrheit / Jüngers eigene Erfahrung
Ernst Jüngers Schreibstil ist einfach ein wahrer Genuss - selbst bei so schrecklichen Themen wie dem ersten Weltkrieg. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Rover veröffentlicht
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Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Weiterführendes und Nachträge 4 09.01.2008
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