Khorm. Einer der vielen Planeten die von Count Dookus Separatisten überrannt wurden, um an die wertvollen natürlichen Ressourcen des Planeten zu gelangen. In diesem Fall, Agrozit, ein Mineral das sich jüngst als sehr wertvoll für große Fortschritte in der Entwicklung neuer Laserwaffen erwiesen hat. Ein Kommando unter den Jedi-Generälen Plo Koon und Kit Fisto soll Khorm nun von der separatistischen Unterdrückung befreien, doch schnell stellt sich heraus dass die Jedi durch einen künstlich erzeugten Sturm von jeder Verstärkung abgeschnitten sind. Und damit nicht genug, erhält der lokale Kriegsherr, welcher sich mit Count Dooku verbündet hat um sein Volk für die Minenarbeit zu versklaven, Unterstützung durch Asajj Ventress. Und als hätten die Jedi-Generäle und ihre Klontruppen noch nicht genug mit den Truppen des Kriegsherrn und dem Wetter zu kämpfen, droht der ehrgeizige Major Ozzel durch sein unbedachtes Handeln den Vormarsch der Republik in ein katastrophales Scheitern zu verwandeln...
IN SERVICE OF THE REPUBLIC ist eines der vielen Beispiele für den Facettenreichtum von THE CLONE WARS. Da trifft man mit Major Ozzel auf einen späteren imperialen Paradeoffizier, dessen Darstellung schon zu Zeiten der Alten Republik ganz gut einfängt woran das Imperium später kranken wird, nämlich einem höchst arroganten Offiziersstab der wo ihm die strategische Raffinesse fehlt einfach mit Gewalt zum Erfolg zu gelangen versucht. Doch zugleich wird diese Darstellung Ozzels als Prototyp des imperialen Offiziers, der nur durch seine politische Günstlingsstellung bei Palpatine im Imperium seinen Aufstieg feiern durfte, etwas abgeschwächt, was die Tiefe anbelangt. Mehrfach entpuppt sich Ozzel daher "kindergerechter" als verweichlichter Feigling, der zwar zunächst keine Skrupel zeigt Klonsoldaten zu opfern, dann aber bei der leisesten Bedrohung seines Lebens sofort einknickt, nachdem er endlich seine Chance erhalten hat frei von den Jedi-Generälen das Kommando an sich zu reißen. Ja bei all den anspruchsvollen Facetten die TCW gelegentlich durchscheinen lässt steht einem Gleichziehen oder Herankommen an die älteren Clone Wars Comics der REPUBLIC-Reihe doch die Zielgruppenorientierung im Weg bzw. der von der Serie kopierte Stil, den natürlich auch die Comics verkörpern sollen. Wo ein Haden Blackman und John Ostrander ihre Protagonisten auch ab und an mal in die Nähe der dunklen Seite geraten ließen, arbeiten Henry Gilroy und seine Co-Autoren gewissermaßen mit der erzählerischen Brechstange, wenn sie gewisse Kanten nicht gerade abschleifen müssen.
Aber auch wenn man als schon die Jahre gekommener Fans der "alten Clone Wars Comics" mit TCW nicht so warm werden können wie die dadurch mobilisierte jüngste Fan-Generation, so bieten diese Comics doch auch immer etwas interessantes. In diesem Fall einige kleine Andeutungen in Richtung des Untergangs der Republik und das Agrozit vielleicht wichtig für den Bau des Todesstern-Superlasers sein könnte. Aber mit Plo Koon und Kit Fisto werden auch zwei interessante, selbst im EU noch nicht allzu ausgebaute Charaktere näher beleuchtet. Erzählerisch wie zeichnerisch halt etwas einfach gezeichnet, besonders was die Effekte angeht. Gerade der über Khorm tobende Sturm erinnert jedoch ein wenig an Die Schlacht um Jabiim, zu der sich jedoch nicht allzu viele Parallelen finden wollen. Statt tropischem Klima und Schlamm, Frost und Eis. Statt einer Guerillaarmee die erst später Unterstützung durch Kampfdroiden erhält, ein Kriegsherr der sich nur dank Dookus Kampfdroiden an der Macht hält und in den Bergen zurückgezogen hat. Außerdem sterben auf Khorm auch weit weniger Klone und nur ein einziger Jedi, ohne irgendjemanden wie Anakin Skywalker an seinen Idealen zweifeln zu lassen. Dafür bieten Plo Koon und Kit Fisto ihren Klonen ein Zwiegespräch über humane Kriegsführung und dass die Jedi solange sie diesen Krieg zu führen haben, sich nie auf das Niveau der Separatisten herablassen werden, weil es ihnen um die Lebewesen und nicht die Ressourcen geht.
Fazit:
Einfach gestrickt und eher belanglos - nichts das man gelesen haben muss.