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Viele Elemente -- insbesondere im Gitarren- und Keyboard-Bereich -- erinnern zwar an Dream Theater auf Images And Words und Awake, aber die Schweden vermischen diese Einflüsse mit orchestralem, nie kitschigem Gothic-Metal und fetten Power-Metal-Riffs amerikanischer Prägung. Die Krone setzt dem Ganzen Sänger Tom S. Englund auf, der die interessanten Melodielinien mit seiner hervorragenden Stimme angenehm rau und lebendig umsetzt. Auch an den Songideen gibt es wenig zu meckern: Evergrey schaffen es stets, eine gesunde Balance zwischen technisch anspruchsvollem Gefrickel und straighter Eingängigkeit zu wahren.
Egal, ob vertrackte Knobelparts oder sanfte Balladen -- diese Band versteht ihr Handwerk und könnte bald zu den ganz großen Namen im Prog-Sektor gehören. --Michael Rensen
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Bei "In Search Of Truth" handelt es sich um das dritte Album der Schwedentruppe um den Frontvirtuosen Tom S. Englund. Seine Stimme hat der Band bereits auf "The Dark Discovery" und "Solitude Dominance Tragedy" diesen ganz eigenen, hervorstechenden Touch gegeben und sie zu wahren Prachtstücken gemacht. Meines Erachtens nach lässt sich Evergrey nicht wirklich in die genreüblichen Schubladen stecken, der Begriff "Progressive Metal" wird ihr ebensowenig gerecht wie "Power Metal". Natürlich finden sich gewisse Einschläge aus den genannten Genres, aber durch das ineinander Übergehen der Elemente entsteht ein Gesamtwerk, das den Rahmen der von Bandmitgliedern ohnehin meist verhassten Sparten sprengt.
"In Search Of Truth" zeichnet sich insbesondere durch die Variabilität der Songstrukturen und natürlich der markanten Stimme des Sängers aus. Der straighte, sehr eingängige Opener "The Masterplan" steht im krassen Gegensatz zu den progressiven melancholischen Meisterwerken "State of Paralysis" oder auch "Different Worlds". Speziell bei den atmosphärischen, vom Piano getragenen Balladen machen sich leichte Gothic-Einschläge bemerkbar. Trotz der enormen Bandbreite innerhalb der Titel wirken diese nie übeladen. Dadurch wird das Album sowohl leicht zugänglich als auch auf eigene Art komplex, was es auch für Langzeithörer sehr interessant macht.
Mir persönlich gefallen die 2 neuesten Outputs der Band, "Recreation Day" und "The Inner Circle" noch einen Tick besser, da sie mir etwas ausgewogener erscheinen und auch richtige "Abgehnummern" wie z.B. "Ambassador" (The Inner Circle) enthalten, aber als wahrer Evergrey-Fan muss man ja ohnehin alle Alben besitzen.
Ein Meisterwerk einer der meiner Meinung nach am krassesten unterbewertetsten Bands der modernen Metalszene.
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