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In Plüschgewittern Taschenbuch – 1. März 2012

54 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 11 (1. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499258838
  • ISBN-13: 978-3499258831
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 1,7 x 19,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (54 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.464 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren und 2013 in Berlin gestorben, hat ursprünglich Malerei studiert. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels», 2010 und 2011 folgten die Romane «Tschick» und «Sand». Nachdem Wolfgang Herrndorf 2010 an Krebs erkrankt war, begann er unter dem Titel «Arbeit und Struktur» ein Tagebuchblog, «in dem manche sein eigentliches Hauptwerk erkennen», so Felicitas von Lovenberg in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Überaus unterhaltsam. Ein lesenswertes Kunstwerk. (Gustav Seibt, «Süddeutsche Zeitung»)

Die lakonisch erzählte Geschichte eines Dreißigjährigen, der statt Arbeit ein feines Gespür hat für die Peinlichkeiten, die das Leben in Form von Kindheitserinnerungen, Diskobekanntschaften und Familienbesuchen für jeden halbwegs sensiblen Menschen bereithält. (Edo Reents in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung»)

Ein Roman aus der Mitte Berlins und dem Zentrum einer verlorenen Generation. (Martin Lüdke in der «Zeit»)

Mir persönlich jedenfalls ist in deutscher Sprache kein Buch bekannt, das dem ‹Fänger im Roggen› näherkäme. (Jochen Förster in der «Welt»)

Und einer wie, sagen wir, Nick Hornby kann sich schon jetzt mal eine saftige Scheibe von ihm abschneiden. (Frank Schulz in «konkret»)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels» und 2010 der Roman «Tschick», der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte. Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2011), dem Hans-Fallada-Preis und dem Leipziger Buchpreis (2012) ausgezeichnet. Wolfgang Herrndorf starb am 26. August 2013.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Zweifler am 8. Januar 2014
Format: Taschenbuch
Spitze! Das erste Buch Herrndorfs ist für mich zugleich auch sein bestes Werk.
Jeder Satz passt wie die Faust aufs Auge. So düster und trostlos habe ich das Berliner Leben als Zeitgenosse Herrndorfs ebenfalls erlebt. Vieles von dem, was der Autor seinen Protagonisten im Roman empfinden oder anklingen lässt, konnte ich gut nachfühlen.
Die bis ins letzte ausgefeilte und auf Effekt bedachte Sprache, der sarkastische Ton, der hintergründige Humor - für mich ein Vergnügen, dieses Werk zu lesen. Musste bei der Lektüre dieses Buches unwillkürlich mehrmals laut lachen, was bei mir außerhalb des Kellers nicht oft vorkommt.
Die Änderung der Erzählperspektive auf den letzten Seiten - einfach meisterhaft! Stilistisch trifft er jedenfalls genau meinen Geschmack.
Der Klappentext führt übrigens wie so oft völlig in die Irre. Zum Glück habe ich das Buch trotzdem gekauft.
Mir schien auch, dass viele autobiografische Elemente enthalten sind. Einige Gedanken und Erlebnisse tauchen später in "Arbeit & Struktur" wieder auf.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Antje Burkert am 17. Februar 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Wolfgang Herrndorf, der 2012 für "Sand" den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt, debütierte 2002 mit "In Plüschgewittern", einem Mix aus Nostalgie und Gesellschaftskritik.
Der Roman beginnt mit den Erinnerungen des 30 jährigen Protagonisten an eine uns allen aus eigenen Erfahrungen oder zumindest aus den Erzählungen "Generation Golf" sehr bekannten geborgenen, unaufgeregten und langsamen Jugend der 80er Jahre, als das Internet mit Wikipedia, Twitter und Whatsapp noch völlig phantastische Orwell-Fantasie war und man selber mit Bollerwagen und Diercke-Weltatlas auf Abenteuer-Reise im Schleswig-holstenischen Deekelsen ging. Wunderbar nostalgisches Gedankengut beschwört Herrendorf mit diesem ersten Teil, der Beschreibung des unattraktiven, unauffälligen Jungen und seinen Teenagerproblemen, herauf.
Dann springen wir 15 Jahre weiter. Die Mauer zwischen Ost und West ist gefallen. Berlin wird auch für den letzten Westdeutschen erreichbar und kultureller wie auch antikultureller Mittelpunkt. Der Protagonist wird zum 30 jährigen Antihelden ohne Arbeit, ohne Einstellung ohne ein Ziel im Leben und das alles im noch recht baufälligen Friedrichshain. Der Alkohol fließt reichlich, kleine Tabletten wechseln den Besitzer, Tag und Nacht verschwimmen. Es wirkt wie die größte, nicht-endende Studentenparty, nur dass die Teilnehmer nicht mehr im studentischen Alter sind. Als Kontrast zu diesem Haufen perspektivloser, schillernder Paradiesvögel steht der Bruder des Protagonisten, der das weiße Schaf der Familie, der Gesellschaft verkörpert, zur Ruhe gekommen, mit seiner schwangeren Frau im Haus seiner Kindheit wohnend, sich um Familie, Garten und Karriere kümmernd.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gerhard Staub am 12. März 2015
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Zugegeben,ich lese diesen Autor rückwärts - also von seinem letzten Roman "Bilder deiner großen Liebe" über "Tschik" zu "Plüschgewittern". Diese Literatur hat eine Sogkraft sonderlicher Art. Es ist echte Dichtung, trotzdem die Sprache und lineare Erzählweise Herrndorfs auf den ersten Blick unkompliziert und darum fast zu "normal" scheinen, um als große Literatur gelten zu können. Aber gerade in diesem dahinschwebenden Erzählton liegt ein Geheimnis. Salinger übte mit dem "Fänger im Roggen"-Roman auf Autorengenerationen großen Einfluss aus, angeblich auch auf Herrndorf. Wie das? Ich habe als junger Mensch den Roman Salingers gelesen. Schon den Titel habe ich nicht verstanden. Aber diese melancholische Stimmung! Dieses gefühlte Befremden der Welt und dem Leben gegenüber - das spürt man ebenso irritierend bei Herrndorf. Alle Protagonisten in Herrndorfs Romanen - auch der Icherzähler in den "Plüschgewittern" - ist Fremder in einer ihm letztlich unverständlichen Welt. Es geht deshalb gar nicht (primär) um Berlin und eine bestimmte Zeit, die der Roman thematisieret - es geht um ein Adoleszenzproblem, wie der Welt, dem Leben näher kommen? Aber nicht nur für junge Menschen interessant , empfehlenswert für alle Leser!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Villette TOP 500 REZENSENT am 8. März 2014
Format: Audio CD
Die Hörbuchfassung von "In Plüschgewittern" wird auf 3 CDs von August Diehl gelesen. Das macht er gut. Seiner Stimme habe ich gern zugehört. Für die Figur, aus dessen Perspektive er erzählt, findet er genau den richtigen Ton. Das Hörbuch als Hörbuch hat mir also gut gefallen. Was mir nicht gut gefallen hat, ist die Geschichte. Und an der hängt's dann doch am Ende. Zwar ist sie sprachlich und stilistisch einwandfrei, aber sie hat einfach nicht meinen Geschmack getroffen. Der Erzähler ist irgendwie im Nichts gefangen, hat keine Interessen, keine Zukunftspläne, keine Arbeit, keine wirklichen Freunde, und zieht nun einige Zeit durch Berlin. Er betrinkt sich ständig, geht von einer Kneipe auf die nächste Party, redet mal mit diesem, mal mit jenem, denkt über jeden ziemlich abfällig und ist immer zynisch. Es passiert also nicht viel in dieser Geschichte. Meist geht es einfach nur um die Wahrnehmungen des Erzählers und um seine Gedanken über die alltägliche Welt. Daher empfehle ich das Buch nicht weiter. Lieber "Tschick" oder "Sand" lesen.
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