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In Nacht und Eis: Die norwegische Polarexpedition 1893 - 1896
 
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In Nacht und Eis: Die norwegische Polarexpedition 1893 - 1896 [Gebundene Ausgabe]

Fridtjof Nansen , Detlef Brennecke
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.08.2000
Begeistert ist der Rezensent mit den Initialen F. L. von diesem historischen Reisebericht und wundert sich, dass er erst jetzt erschienen ist. In seiner knappen Rezension lobt er den Herausgeber für die Entscheidung, die um den wissenschaftlichen Teil gekürzte Fassung des Expeditionsberichts zu veröffentlichen, denn Nansen selbst habe immer betont, dass es ihm mehr um das "Abenteuer" der Reise zum Pol als um die wissenschaftlichen Erkenntnisse gegangen sei.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

In Nacht und Eis
OT Fram over Polhavet (2 Bde.) OA 1897 DE 1897 Form Sachbuch Bereich Entdeckungsreisen
Als die Trümmer des 1881 nördlich von Sibirien gesunkenen Forschungsschiffs »Jeanette« einige Jahre später vor der grönländischen Ostküste wieder vom Eis freigegeben wurden, kam Fridtjof Nansen die Idee, sich mit einem Spezialschiff im Eis einfrieren zu lassen, um durch die Meeresströmung an den Nordpol zu driften. Die Geschichte der Expedition beschreibt Nansen in seinem Buch In Nacht und Eis.
Inhalt: Zunächst legt Nansen ausführlich die Grundlagen seines Plans dar und schildert den Bau des Forschungsschiffs »Fram« (Vorwärts), das mit finanzieller Unterstützung des Staats sowie privater Spenden gebaut wird. Nansen lässt den Rumpf des Schiffs so gestalten, dass es durch das Packeis nicht erdrückt, sondern emporgehoben wird.
Nördlich der Neusibirischen Inseln lässt Nansen das Schiff einfrieren und vertraut nun der Meeresströmung, in der Hoffnung, dass es nach etwa drei Jahren wieder zwischen Spitzbergen und Grönland in den freien Nordatlantik entlassen wird. Die Treibfahrt soll dabei so dicht wie möglich am Nordpol vorbeigehen. Doch Nansen wird schnell ungeduldig und entflieht bereits im März 1895 der Eintönigkeit des Schiffs. Vom 83. Grad nördlicher Breite aus versucht er gemeinsam mit Hjalmar Johansen den Nordpol zu erreichen. Mit Hilfe von Hundeschlitten gelangen sie über das Eis bis nach Franz-Joseph-Land, einer Inselgruppe nördlich der russischen Insel Nowaja Semlja.
Die dramatische Schilderung dieser Reise macht einen großen Teil des Buchs aus. Auf einer Insel des Archipels müssen die beiden Forscher, ausschließlich von Robbenfleisch lebend, einen weiteren Winter verbringen, bis sie im Sommer des nächsten Jahres, teils zu Fuß, teils mit dem Kajak übers Wasser weiter nach Süden gelangen. Auf einer Insel stoßen sie schließlich auf das Lager einer englischen Polarexpedition. Mit deren Hilfe fahren sie zurück nach Norwegen, wo sie fast gleichzeitig mit der »Fram« eintreffen, die wie geplant bei Spitzbergen vom Eis freigegeben worden ist.
Aufbau: Das Buch ist durchgehend in Tagebuchform gehalten. Dadurch wirkt es zwar über weite Strecken nüchtern, aber zugleich auch unzweifelhaft und authentisch. Geschickt ergänzt Nansen den Text durch Einschübe mit allgemeinen Beobachtungen (z. B. über das Wetter) und philosophischen Reflexionen.
Wirkung: Das Buch faszinierte die Leser mit seinem gekonnten Wechsel zwischen sachlichem Bericht und lebhafter Darstellung von Anbeginn und wird bis heute immer wieder neu aufgelegt. Es regte viele Wissenschaftler an, sich der Polarforschung zu verschreiben, darunter Roald Amundsen (1872 bis 1928), der 1911 als Erster den Südpol erreichte. P. B.

Pressestimmen

"Dieses Buch ist ein Klassiker, und man muss sich nicht darüber wundern, dass es nun in der Edition Erdmann aufgelegt wird, der wohl schönsten Reihe früher Reiseberichte." (FAZ)

Rüdiger Siegbert in DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT

»Doch die Lust am Lesen ist es nicht allein, die der Reihe so viele Freunde brachte. Der Spaß beginnt bereits, wenn man einen Band in die Hand nimmt: Büttenumschlag, leinengebunden, ausgestattet mit zeitgenössischen Bildern und Landkarten; alles liebevoll und sorgfältig gemacht.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung


Gefangen im Packeis
Am 24. Juni 1893 bricht der Norweger Fridtjof Nansen zu einer der gewagtesten Expedition der Geschichte auf. Sein Ziel: die Eroberung des Nordpols. Zunächst per Schiff, dann mit Hundeschlitten versuchte sich Nansen einen Weg durch die nördlichen Eiswüsten zu bahnen. Doch was als Forschungsexpedition begann, wurde bald zu einem abenteuerlichen Kampf ums Überleben ...
In Nansens packendem Reisebericht über seine epochemachende Polarfahrt wird auch heute noch das große Abenteuer lebendig. Ein Klassiker der Entdeckungsliteratur!"Es ist ein seltsames Gefühl, so im Nebel zu rudern, wie wir es tun, ohne auch nur einen Kilometer weit voraus zu sehen. Das Land, das wir entdeckt haben, haben wir hinter uns gelassen. Wir hoffen auf klares Wetter, damit wir sehen können, wo das Land vor uns liegt - denn Land muss dort sein. Dieses ebene, ununterbrochene Eis muss mit irgendwelchem Land in Verbindung stehen. Aber klares Wetter, scheint es, sollen wir nicht haben; unaufhörlich Nebel."Fridtjof Nansen (1861-1930), norwegischer Polarforscher und Zoologe, gehört zu den bedeutendsten Entdeckungsreisenden der Geschichte. Er durchquerte zu Fuß Grönland und versuchte in seiner berühmten Polarexpedition den nördlichsten Punkt der Erde zu erreichen. Nach seiner Rückkehr schrieb er seine Erlebnisse nieder. Später begann er als Politiker und Diplomat eine zweite Karriere. Für sein humanitäres Engagement u.a. bei der Rückführung von Kriegsgefangenen nach dem Ersten Weltkrieg erhielt er 1922 den Friedensnobelpreis.
Zum Herausgeber: Detlef Brennecke, Jahrgang 1944, war in seiner Jugend Filmschauspieler in Berlin, lehrte später als Professor für Skandinavistik in Frankfurt am Main nordische Geistesgeschichte und schweift heute durch die Toscana, um dort zu malen. Schon lange fasziniert ihn das Leben der Entdecker. Daher nehmen unter seinen zahlreichen Büchern, die in etliche Sprachen übersetzt worden sind, die Biografien über Amundsen, Hedin und Nansen einen besonderen Platz ein.

Klappentext

"Dort lag im Sonnenschein die Heimat, dort der wohlbekannte Strand und auf dem Hausdach glitzerte es von Sonnenschein. Dann wieder Dampfer, Zurufe auf Zurufe; mit dem Hut in der Hand verbeugten wir uns, als Hurra auf Hurra erscholl..." Bevor Fridtjof Nansens Rückkehr in seiner Heimat derart begeistert gefeiert werden konnte, musste er eine der gefährlichsten und entbehrungsreichsten Expeditionen hinter sich bringen, die es bis dahin gegeben hatte. Mehr als drei Jahre sollte seine Arktisexpedition dauern. Mit einem eigens für diese Fahrt gebauten Schiff, der Fram, vollbrachte er, was keiner für möglich gehalten hatte: Nansen und seine Begleiter ließen sich auf dem Schiff im Packeis einschließen und drifteten zusammen mit dem Eis Richtung Nordpol. Bald aber erkannte der Forscher, dass sie den Pol um einige hundert Kilometer verfehlen würden. Nansen sah nur einen Weg dennoch sein Ziel zu erreichen: Mit Hundeschlitten versuchte er das ewige Eis zu durchqueren - und musste doch bald sein Scheitern erkennen. Allein mit seinem Gefährten Johansen und einigen Hunden in der Eiswüste, noch gut 450 Kilometer vom Nordpol entfernt, brach Nansen die Expedition ab und kehrte um. Nun aber ging es nicht mehr um Entdeckungen! und Ruhm, sondern nurmehr um eines: ums nackte Überleben. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenporträt

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Nansen, Fridtjof norweg. Polarforscher, Zoologe und Politiker *10.10.1861 Gut Store Fröen bei Christiania (Oslo) †13.5.1930 Lysaker bei Oslo In Nacht und Eis, 1897 Fridtjof Nansen war einer der bedeutendsten Polarforscher des 19. Jahrhunderts. Besonderes Aufsehen erregte er mit der Erstdurchquerung Grönlands (1888), der mehr als dreijährigen Polarfahrt mit dem Schiff "Fram" und dem Versuch, den Nordpol zu Fuß zu erreichen. Für seine Bemühungen um die Rückkehr von Kriegsgefangenen nach Ende des 1. Weltkriegs und seinen unermüdlichen Einsatz für die Kriegsflüchtlinge in Europa und Asien erhielt er 1922 den Friedensnobelpreis. Schon kurz nach dem Studium der Zoologie begann Nansen mit der Erforschung der Polarregion. Nach der erfolgreichen Durchquerung Grönlands erlaubten es ihm die reichlich fließenden Geldmittel, ein Spezialschiff erbauen zu lassen, mit dem er 1893 zu einer zweiten großen Polarexpedition aufbrach. 1897 wurde er zum Professor für Meeresforschung an der Universität Christiania (Oslo) und 1901 zum Leiter des Internationalen Laboratoriums für Meeresforschung ernannt. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit wandte Nansen sich schon früh der Politik zu. 1906-08 war er der erste Gesandte des unabhängigen Norwegen in London. Ende des Ersten Weltkriegs wurde er, damals bereits Vorsitzender des norwegischen Friedensbundes, vom Völkerbund zum ersten Hochkommissar für Flüchtlingswesen ernannt. Die Schaffung eines besonderen Passes für staatenlose Flüchtlinge ("Nansenpass") geht auf seine Initiative zurück. Biografie: D. Brennecke, Fridtjof Nansen (rm 50411).

Auszug aus In Nacht und Eis von Fridtjof Nansen. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Es ist ein seltsames Gefühl, so im Nebel zu rudern, wie wir es tun, ohne auch nur einen Kilometer weit voraus zu sehen. Das Land, das wir entdeckt haben, haben wir hinter uns gelassen. Wir hoffen auf klares Wetter, damit wir sehen können, wo das Land vor uns liegt - denn Land muss dort sein. Dieses ebene, ununterbrochene Eis muss mit irgendwelchem Land in Verbindung stehen. Aber klares Wetter, scheint es, sollen wir nicht haben; unaufhörlich Nebel. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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