"In My Tribe" ist das zweite Album der 10.000 Maniacs für Elektra und gleichzeitig ihr Durchbruch und wahrscheinlich auch ihr Höhepunkt.
Die Band spielt kompakt, Robert Buck an der Gitarre und Dennis Drew an der Orgel sorgen für die musikalischen Highlights. Es ist ihr erstes Album ohne John Lombardo, aber er wird nicht wirklich vermisst. Die Songs hier sind abwechslungreich, musikalisch geschmackvoll und textlich am Punkt. Darunter sind einige ihrer besten Stücke wie ihre Interpretation des Cat Stevens Stückes "Peace Train" oder der Umweltsong "A Campfire Song", bei dem Michael Stipe als Gastvokalist zu hören ist. Textlich werden wieder brisante Themen angepackt, wobei sehr subtil zu Werke gegangen wird. So etwa geht es bei "What's the Matter Here?" um Kindesmissbrauch oder bei "Cherry Tree" um Analphabetismus.
Natalie Merchant ist natürlich das Herz und die Seele der Band. Ihr zuzuhören ist wahrlich ein Genuss. Es ist eines jener Alben, das man immer wieder in den Player schiebt. Ein Mix aus Folk und Pop vom Feinsten. Der ideale Ort mit dem Kennenlernen der Band zu beginnen.