Ah da ist es ja endlich. Das lang ewartete und heiß ersehnte Pharrellalbum, nach unzähligen Verschiebungen landet es doch nochmal in meinem CD-Player.
Und wie sehen die Erwartungen aus ? "Hollaback Girl", "Drop it like it's hot", "slave 4 u", "Senorita",...und so könnte ich wahrscheinlich ewig weitermachen. Sprich die Erwartungen sind sehr hoch, bei dem was Pharrell als Teil der Neptunes so alles an bekanntem und auch unbekannten, aber (fast) immer genialen Sachen rausgebracht hat.
Also rein damit und was bekommt man ? Ein 15 Track starkes Album komplett von Pharrell geschrieben (bis auf die Gastauftritte) und produziert. Die eine Hälfte sind Raptracks die andere Hälfte RnB, wobei diese Aufteilung während des Durchhöhrens nur dann auffällt, wenn man wirklich darauf achtet. Dennoch klingen die RnB-Tracks etwas besser als die Raptracks, da Pharrells Raps doch ein wenig zur Monotonie neigen, obwohl sie sich seit "Drop it like it's hot" doch um einiges verbessert haben. Pharrells Gesang ist, wenn man auf die höheren Töne steht, gut, auch wenn mit "young Girl" eine echte Jaul-orgie dabei ist.
Und wie klingt nun das Album ? Beim ersten durchhören ist man natürlich aufgrund der hohen Erwartungen enttäuscht nicht Hits am Fließband präsentiert zu bekommen. Die experimentellste Nummer ist klar "Can I have it like that ?", der Rest hat vom Stil her sehr viel Ähnlichkeit mit "Frontin'", was auf der "Clones" CD der Neptunes sehr gut funktionierte. Es fiepst und piepst(im Positiven Sinne) an vielen Stellen und immer passiert irgendwas in diesen Songs, so dass eingige doch Recht ansrengend werden können(speziell "how does it feel").
Nach mehrerem Durchhören stellt sich aber dann doch ein sehr positives Bild des Ganzen ein, da das Album einfach sehr homogen gehalten ist. Es sind nicht die Übertracks drauf, oder wahnsinnig experimentelles Zeug sondern einfach ein paar gute Nummern im Pharrell-Stil und zwar komplett ohne Ausfälle.
Die beste Nummer bleibt "Number 1" mit Kanye West (die auch ohne Herrn West gut funktioniert hätte), der in meinen Augen einzige Track der einem eventuellen Vergleich mit früheren Michael Jackson Nummern gerecht werden könnte.
Fazit ist, dass das Album durchaus ein paar experimentellere oder herausragende Tracks vertragen könnte, aber so bleibt dennoch ein sehr angenehmer und glatt geschliffener Gesamteindruck.