Die "In my Ghetto" Serie geht, nach dem Erfolg des ersten Albums,
nun in die zweite Runde, und wirkt mit "In my Ghetto Vol. 2" zunächst
etwas überraschend.
Überraschend deshalb, da einem viele Songs, sowohl vom Beat als
auch von den Lyrics, bekannt vorkommen.
Dies liegt daran das Akon auf seiner neuen Platte viele seiner besten
Hits als neue Remix Versionen aufgenommen hat.
Ziel war es eine Platte zu machen, die das Feeling der Straße
wiederspiegelt, kurz gesagt Akon's persönliches "Ghetto" darbietet.
Kein Wunder also, dass er unter anderem Künstler wie 2 Pac oder
Notorious Big hinzugezogen hat, da diese das gewünschte
Ghetto-Feeling absolut verkörpern, besser gesagt verkörperten.
Leider funktioniert das Ganze nicht so wie gedacht.
Die Beats, vor allem von "Ghetto Gospel" oder "Locked Up" sind
bereits ausgelutscht und die Lyrics darauf ebenso.
Man bekommt beim Hören des Albums regelrechte "Deja Vues".
Abgesehen von einigen kleinen Ausrutschern liefert Akon hier dennoch
ein starkes Album ab.
Zahlreiche gute Songs findet man auf dem Album wieder, wie zum
Beispiel "Do ya feel Me" zusammen mit Jadakiss und Roscoe,
"Look me in my Eyes", dass vor allem dank des genialen Beats
überzeugen kann, oder "Be by Myside", dass durch eine starke Hook
von Akon ein absoluter Ohrwurmgarant ist.
Wäre Akon nicht zu experementierfreudig gewesen und hätte den ein
oder anderen Remix weggelassen, darunter fällt auch der
"Ghetto Gospel Remix" oder "9mm", welches eine 1:1 Adaption des
David Banner Hits "Speaker" ist, so hätte er mal wieder ein absolut
perfektes Album ablegen können.
Trotzdem zeigt Akon, dass er zu den besten Künstlern im Musikgeschäft
gehört und legt mit "In my Ghetto Vol.2" ein tolles Album ab mit vielen
starken Featurings und einigen überflüssigen Remixes.