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In der Misosuppe [Taschenbuch]

Ryu Murakami , Ursula Gräfe
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

13. November 2006
Präzise, schonungslos und scharf wie ein Sashimi-Messer Kenji führt Touristen durch Tokios Rotlichtviertel. Frank ist Amerikaner und Kenjis Kunde. Er ist fasziniert von der Atmosphäre der Stadt und vom erhabenen Klang japanischer Worte – und er ist fasziniert von Gewalt.Die letzten drei Tage des Jahres. Wie immer drängeln sich in Kabuki-cho, Tokios bekanntem Rotlichtbezirk, sexhungrige Freier durch die vom flackernden Neonlicht erfüllten Häuserschluchten. Minderjährige Mädchen verabreden sich zum Sex mit »väterlichen Freunden«. Auf der Straße werben Anreißer für Peepshows, Dessous-Bars und Massagesalons. Eine Welt mit einem eigenen Code. Jene, die ihn nicht verstehen, wenden sich an Kenji. Kenji ist zwanzig und Nightlife-Guide. Er übersetzt die Wünsche seiner Kunden und teilt ihnen die Konditionen der Anbieter mit. Die Leere und Einsamkeit der Menschen nimmt er ungerührt wahr und bleibt stets auf Distanz. Er weiß zwar, was ihm nicht behagt, doch er richtet nicht und greift nicht ein. Dann trifft er Frank, und zum ersten Mal weicht seine gewohnte Coolness einem nervösen Unbehagen. Eine Reihe scheinbar zusammenhangloser Kleinigkeiten formt sich in Kenjis Kopf zu einem Verdacht. Der Leser folgt Kenji durch die Straßen Tokios tief in die menschliche Psyche hinein.»Straff komponiert und elegant geschrieben.« San Francisco Chronicle»Godfather of the dark heart of modern Japanese fiction.« The Guardian»Ein mörderisches Porträt des heutigen Japan, seines Nihilismus und seiner Dekadenz. Schockierend aber fesselnd.« Kirkus Reviews

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: KiWi-Paperback; Auflage: 3 (13. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462037331
  • ISBN-13: 978-3462037333
  • Originaltitel: In the Miso Soup
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 345.519 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Straff komponiert und elegant geschrieben." (San Francisco Chronicle)

"Ein mörderisches Porträt des heutigen Japan, seines Nihilismus und seiner Dekadenz. Schockierend aber fesselnd." (Kirkus Reviews)

Über den Autor

Ryu Murakami, geboren 1952 in Sasebo, war Schlagzeuger, Radiomoderator, Filmregisseur, Gastgeber einer Talkshow und Unternehmensberater. Noch als Student gelang ihm sein literarischer Durchbruch mit Blaue Linien auf transparenter Haut. Das Time Magazine zählt ihn zu den elf Menschen, die Japan revolutionieren könnten. In Europa wurde er durch seinen Film Tokio Dekadenz und die Verfilmung seines Romans Audition bekannt. Derzeit wird sein Roman Coin Locker Babies mit Val Kilmer und Liv Tyler verfilmt. Im Jahr 2000 erschien sein Roman 69.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nihilistischer Shinjuku-Terror 2. Januar 2007
Format:Taschenbuch
"In der Misosuppe" von Ryu Murakami, der unter anderem auch "Audition" geschrieben hat, welches von Takashi Miike verfilmt wurde, ist ein zwar knapper, aber mit starken Bildern und extremen Momenten bestücktes Stück Kulturverarbeitung.

Viele kritisieren den faden Beigeschmack des kurzen, oder auch die scheinbare Oberflächlichkeit, doch empfinde ich gerade die scharfe Kürze als stärkstes Argument für dieses Buch. Denn obgleich ständig Personen existieren, beschrieben werden, um die Protagonisten ihr Leben leben, so gibt es stetig nur zwei Hauptpersonen. Unterschiedlich wie Tag und Nacht, und doch aufgrund von Kultur und Psyche gleich.

"In der Misosuppe" ist ein sehr bildliches Buch, das vor allem durch seine Bilder vom vermeintlich verwerflichem Alltag im Bereich des sexuellen "Vergnügen" dargestellt wird. Es geht um das nihilistischer Leben, dass vor sich hin leben, ignorant anderen gegenüber und doch so abhängig. Typisch Murakami (nicht zu verwechseln mit Haruki Murakami, der eher durch kafkaestische Psychosen überzeugt) extrem und brutal wiedergegeben, entsteht nichts halbes und nichts ganzes, sondern einfach drei Tage, die andere Menschen komplett aus der Bahn werfen würden. Und es endet wie die Tage verlaufen sind.

Kritisch sehe ich hingegen die Übersetzung. Ursula Graefe, die schon bei Haruki Murakami durch manch nicht ganz gelungene Übersetzung aufgefallen ist, hat hier zwar solide aber keine bestechende Arbeit geleistet. Auch wenn ich das Original nicht kenne oder lesen könnte, so, mal abgesehen von den Rechtschreibfehlern, gibt es gewisse Unzulänglichkeiten, die aufgrund der Geschichte bewusst werden. Dazu kommt eine zu starke Übersetzung. Es ist eine japanische Geschichte, in welcher man durchaus mehr mit originalen Begriffen hätte arbeiten sollen, denn manchmal sprengen die Übersetzungen einfach den Fluss der Geschichte. Die Balance die das Buch aufzeigt hätte sich hier wiederspiegeln müssen.

Insgesamt ein interessantes und fesselndes Buch, welches man nicht überstürzt lesen sollte, durch die vielen kleinen Bilder und Anspielungen die nicht zu unterschätzen sind.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innen ist Aussen 14. Juni 2007
Format:Taschenbuch
Ich habe nicht das Gefühl, dass die meisten Kritiker hier die Fähigkeit hatten das Buch in seiner Essenz zu verstehen.

Das Buch ist Oberflächlich - absolut korrekt. Aber das muss es sein, wenn der Autor das Innere von vornherein nach Aussen kehrt.

Die zwei Protagonisten bieten ein interessantes Bild zweier Welten.

Zum einen ein Leben unter der Haut Japans, dass einen Einblick bietet in den Wahnsinn des Tokyoter Alltags. Die Venen durchscheinen lässt und den wahren Antrieb hinter einem System vermittelt, dass für seine Ameisenart und den Extremen Selbstgeisselungstrieb berühmt geworden ist.

Zum anderen die Welt eines Amerikaners - keine Amerikanische Welt.

Man sollte sich immer vor Augen halten: es wird nicht der Amerikaner beschrieben - es wird das Japanische Farbige Glas beschrieben durch dass der Amerikaner angesehen wird.

Vieles in dem Buch ist absolut Metaphorisch zu sehen.

Währrend die meisten Autoren darauf zurückgreifen über sanfte Symbolik die Innenwelt der Protagonisten nach Aussen zu tragen, scheint es mir als würde Murakami das gegenteilige tun - indem er das äussere nur selten hervorblinken lässt.

Und nur diese kurzen Blitze von absolut banaler oberflächlichkeit, welche (meiner Meinung nach) oft ohne jegliche Symbolik und mit reiner Informationskraft hervorkommen - diese sind es, die es dem Leser möglich machen die Sicht von Ryu Murakami zu übernehmen und auf den eigenen Körper, das eigene Maß anzugleichen.

Dennoch würde ich sagen ist "In der Misosuppe" ein Buch, dessen wahre reichhaltigkeit sich erst offenbart, wenn man selber Japanerfahren ist.

Und wenn einem bei Szenen wie denen in der Bar, nach all den Grausamkeiten die der Alltag für uns bereit hält - immernoch Übel wird.

Nun, mir wurde Übel.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychogramm eines psychopathischen Mörders 14. Juli 2008
Von Roland F. TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Kenji ist Fremdenführer, kein typischer Fremdenführer, sondern einer, der sich auf die Rotlichtviertel in Tokyo spezialisiert hat. In den letzten Dezembertagen meldet sich der Amerikaner Frank bei ihm, der ihn für drei Abende engagieren möchte. Schnell merkt Kenji, dass mit Frank irgendetwas nicht stimmt, kann es aber natürlich nicht erklären. Zusätzlich passieren einige brutale Morde, bei denen Kenji glaubt, eine Verbindung zu Frank zu sehen. Am zweiten Abend passiert dann das Unausweichliche, das mit einer äusserst brutalen Szene in einem Lokal beginnt, eine Situation, die Kenji in die Gewalt von Frank bringt. Diese Szene ist besonders schockierend, auch weil sie so kaltblütig und distanziert geschildert wird.
"In der Misosuppe" ist ein dunkles, schwarzes, nihilistisches Psychogramm eines absolut psychopathischen Mörders, einer in gewisser Hinsicht gespaltenen Persönlichkeit. Spannend und gut geschrieben, ist "In der Misosuppe" überzeugend und stimmt nachdenklich. Appetit auf mehr Ryu Murakami hat "In der Misosuppe" bei mir sicherlich geweckt...
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Brilliant, spannend, unerwartet...
Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Es fesselt, weil man wissen will, was es mit dem scheinbar kranken Typen auf sich hat. Ist er krank? ist er doch nicht krank? Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Iwona Ciegowski veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schmankerl für Zwischendurch
Meine Meinung:
Da dieses Buch "nur" 204 Seiten hat, lässt es sich doch recht schnell durchlesen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Melanie Drümper veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Unerwartet
Das Buch ist die ersten zwei Drittel sehr interessant - gerade auch für Japan-Fans, weil man über diese Seite Japans doch eher weniger zu lesen bekommt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. April 2010 von E. Grätz
2.0 von 5 Sternen Verstörend
Japanische Literatur ist toll - und weil ich schon viel in diesem Bereich gelesen habe, fand sich nun die Misosuppe in meinen Empfehlungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. September 2009 von MamaDagmar
2.0 von 5 Sternen Naja, nicht so ganz mein Fall!
Das Buch hat für mich vielversprechend angefangen! Nett erzählt und dann kam irgendwie mittendrin der mehr als blutige Wendepunkt! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2009 von Carinchen
4.0 von 5 Sternen Sehr skurril - typisch japanisch eben!
Aufmerksam auf Ryu Murakami wurde ich durch seinen sehr viel beruehmteren Namesvetter, Haruki Murakami, der Ryu als sein Vorbild nennt - und das war schliesslich Grund genug sich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2007 von Dr. Robert R.
5.0 von 5 Sternen Ganz toll geschrieben
Dieses Buch ist ganz klasse geschrieben, es war so spannend ich konnte es kaum aus der Hand legen. Auch wenn es sehr detailliert beschreibt wie Morde stattfinden, so ist es doch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2007 von Lesesüchtige
1.0 von 5 Sternen Langweilig und unnötig Makaber ohne Tiefgang
Ich habe etwas bereut, das Buch gelesen zu haben. Die Geschichte ist von Beginn an recht durchsichtig und Parallelen zu American Psycho drängen sich einem auf, wenn ich auch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. März 2007 von Screenager
4.0 von 5 Sternen Weiterlesen!
Nachdem ich das erste von drei Kapiteln gelesen hatte, war ich etwas erschrocken. Die Geschichte schien mir zu durchsichtig und auch der Schreibstil sagte mir nicht wirklich zu. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Dezember 2006 von Christiana Kreutzer
3.0 von 5 Sternen kleiner Snack für zwischendurch
In der Misosuppe ist ein schnellgegessenes Fertiggericht, das nicht satt, aber auch nicht Lust auf mehr macht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2006 von Benjamin Lam
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