Jens Friebe hat uns mit seinem zweiten Album nicht enttäuscht! Wer dachte, dass sein erstes Album schon ein großer Wurf war und sich sowas nicht so schnell wieder wiederholen wird, liegt relativ daneben. Zugegeben: die Naivität und die Unbescholtenheit sind Jens verloren gegangen, irgendwo zwischen dem großen Erfolg und der Aufnahme der neuen Stücke. Dafür hat sich mehr Erfahrung in sein Leben geschlichen, was sich vor allem auf das Songwriting auswirkt.
Aber keine Angst: die gewollten, witzigen und irgendwie immer wie die Faust aufs Auge passenden Reime sind ihm erhalten geblieben, genau wie der manchmal versteckte und manchmal zu offensichtliche Humor. Die Themen? Die sind auch die selben, nur jetzt vielleicht durch Schlagwörter wie "Kennedy" etwas mehr ins Rampenlicht gestellt, diese inneren Befindlichkeiten. Eine Coverversion von der Regierung ist übrigens auch dabei: "Es hat keinen Namen".
Wer sich schon live von den Stücken überzeugen konnte, wird wissen, dass es eine gute Mischung aus Romantik und Disko ist. Glamour ist immer mit dabei, genau wie das Spiel mit der Homo-/Metrosexualität.
Ein gelungenes Zweitwerk, dass man als Liebhaber der ersten Platte nicht missen sollte!