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In Gestalt eines Ebers: Roman
 
 
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In Gestalt eines Ebers: Roman [Taschenbuch]

Lawrence Norfolk , Melanie Walz
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. Oktober 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442731011
  • ISBN-13: 978-3442731015
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 621.709 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lawrence Norfolk
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Norfolk ist ein Autor der Finten und Finessen, ein hochintelligenter Gaukler, ein Jongleur, dessen Spiel man mit angehaltener Luft zuschaut." (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

"Intelligent, geistreich, lyrisch, tiefsinnig: Dieser Roman ist ein einziger Triumph." (The Times )

Kurzbeschreibung

Seit seinem Welterfolg "Lemprière's Wörterbuch" gilt der britische Autor Lawrence Norfolk als "Meister mystisch-vertrackter Historien" (Der Spiegel). In seinem neuen Roman greift er den Mythos von der kalydonischen Eberjagd auf. Im 13. Jahrhundert vor Christus richtete ein Eber schreckliche Verwüstungen an. Sechzig Krieger und eine Frau jagten das riesige Tier, das Artemis, die Göttin der Ernte, in das Land schickte, weil man ihr nicht gehuldigt hatte. In den Wirren des Zweiten Weltkriegs wiederholt sich diese Jagd auf dramatische Weise: Diesmal sind griechische Partisanen die Jäger, und eine deutscher Wehrmachtsoffizier ist die Beute. Ein junger rumänischer Dichter wird Zeuge dieser Jagd. In einem Versepos verarbeitet er später die Ereignisse und wird zum gefeierten Autor. Doch auch er muss sich den Fragen nach Mythos und Realität, Geschichte und Wirklichkeit stellen



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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Grispan
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Eber also, wie profan, oder nur die Gestalt eines Ebers? Eine unglaubliche Jagd von 61 Gestalten, die der griechischen Mythologie entspringen, auf einen Eber breitet sich vor dem Leser aus, um dann furios in die Gegenwart bzw. jüngere Vergangenheit zu springen. Analogien entwickeln sich, saugen den Leser ein, wie es Norfolk in dieser Konsequenz noch nicht gelungen ist, kein Wort ist zuviel, kein Wort zu wenig. Norfolks unglaubliche Fabulierlust lässt das Buch - bei allem Anspruch - zu einem Festmahl für Augen, Hirn und Bauch werden. Ich habe es verschlungen, ähnlich eines Gourmants und genossen & zelebriert wie ein Gourmet. Fabelhaft schön und wohltuend, unbedingt zu empfehlen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
So gern ich Norfolk lese, mich störte bisher immer, daß er nicht einmal versuchte, sich mit seinen beiden vorherigen Büchern vom Image des Eco-Epigonen zu emanzipieren.

Ganz anders dieser Roman. Er ist großartig und stilistisch und formal geradezu unglaublich. Im ersten Drittel des Buches, wird der Leser dazu gezwungen sich durch eine penibel nacherzählte Geschichte der titelgebenden Jagd zu kämpfen (es ist wirklich mühsam, ist es aber wert). Der Text strotz nur so von - scheinbar sinnentleerten - Quellenangaben und Fußnoten; warum sie raffiniert zur Schönheit und Geschlossenheit des Buches noch beitragen, wird erst wesentlich später im Roman klar.

Die anschließende Erzählung ist wunderbar leicht zu lesen und bewegt sicht mühelos zwischen verschiedenen Zeitebenen, ohne auch nur ein einziges Mal gekünstelt zu wirken. Ein ganz großer Roman, von einem Autor, der anscheinend endlich sein Talent wirklich in den Griff bekommt.

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14 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Nach dem ich durch "Lemprière`s Wörterbuch" und "Ein Nashorn für den Papst" (wobei letzteres am Ende etwas abkippte) an Norfolk interessiert war, hatte ich mir von "In Gestalt eines Ebers" einiges versprochen. Doch welche Enttäuschung! Das Buch ist im Sinne eines nachvollziehbaren Handlungsaufbaus schlicht nicht lesenswert. Norfolk schwelgt in seiner unglaublichen Fachkenntnis der griechischen Mythologie, aber ohne dem Leser aufzeigen zu können, was er denn davon hat. Die ersten 40 Seiten sind teilweise mit 90% akademischen Quellennachweisen bedeckt. Wozu diese penible Angeberei? Wir glauben dem Schriftsteller, daß er nachgeforscht hat. Was nutzen mir opulente Wortgebirge, wenn der erstürmte Gipfel keine Geschichte zu erzählen hat, keine klare Sicht entsteht.

Ein paar Griechen jagen einen gefährlichen Eber. Gut. Aber wieso sollte das lesenswert sein? Wird eine Geschichte erzählt? Nein. Die Jäger kommen meist auf ebenso grausame, wie nicht nachvollziehbare Weise um, aber warum sie sich in diese Lage begeben, was sie treibt, was sie empfinden - damit läßt uns Norfolk allein. Lediglich die Wortwahl ist genial, schreit vor Genialität. Aber unterhält sie allein dadurch? Oder langweilt sie? Sie langweilt nach wenigen Seiten, ja wird zur Qual. Ich gestehe, meine Lust auf eine Begehung der zweiten Etage dieses Buches war gering. Es war so, als beträte man ein Gebäude, das ganz aus Zierrat hergestellt ist, aber ohne tragende Balken. Zuviele Schnörkel, zuwenig Substanz.

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