"In China essen sie Hunde" - der Titel verrät indirekt schon, worum es geht.
Die Richtigkeit unserer Handlungen hängt nunmal von der Umgebung ab, denn was hier aufgetischt wird, ist das, was man eine wilde Reise zwischen tristem Arbeitsalltag und der geheimnisvollen, psychotischen und gefährlichen Welt der Kriminellen nennen darf.
Die zentrale Frage des Filmes könnte etwa wie folgt lauten:
"Wer entscheidet, ob das, was ich tu', richtig oder falsch ist?"
Der langweilige Bankangestellte trifft auf eine ihm fremde Welt, einen ihm fremden Bruder und den ersten Schockmomenten folgen seine eigene Wandlung zum "Kriminellen". Wie das alles zustande kommt, ist einfach nur geniale Kinogeschichte. Noch faszinierender ist diese Trockenheit der Protagonisten, diese verrückte Art oder wie sie sich mit den "alltäglichen" Problemen, etwa dem Verschwindenlassen von Leichen, Racheakten und sonstigen Bagatelldelikten ihrer Zunft auseinandersetzen.
Über die gesamte Dauer des Films entfaltet sich schlussendlich eine tiefe Bindung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, fast schon christlichen Ausnahmes, denn wie anfangs erwähnt, liegt es nicht unbedingt auf der Hand, was richtig oder falsch ist.
Was schließlich bleibt, wenn sich ein "Normalo" diesen Gefilden anschließt, gipfelt in einem grandiosen Finale.
Da sag nochmal einer, dass zu viele Filme offensichtliche Enden haben.
Hier wird aufgeräumt - im wahrsten Sinne des Wortes!
Ich wünsche denen, die sich dieser dänischen Produktion hingeben, spannende 1 1/2 Stunden zwischen Kleinkriminellen, Familien- / Bandenkonflikten und den erwähnten "Bagatellen". :)
MfG chido
p.s. der zweite Teil ebenfalls genial - Pflichtkauf, die Zweite!