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In der Bibliothek: Erzählungen
 
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In der Bibliothek: Erzählungen [Taschenbuch]

Antal Szerb , György Poszler , Timea Tanko
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342324562X
  • ISBN-13: 978-3423245623
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 334.773 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Antal Szerb
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»In diesem Band ›In der Bibliothek‹ sind seine spannendsten Erzählungen versammelt.«
Story Juni-Sept. 2007

»Die Figuren der Erzählungen Szerbs, selbst wenn sie zuletzt von Ungeheuern aufgefressen werden oder sich selbst zu Grunde richten, sind allesamt Überraschte, vom Leben Gestellte. Für die Überlebenden gilt, dass, so lange sie leben, niemand weiß, was noch passieren kann. Wenn denn in den Geschichten eine Lehre steckt, dann ist es vereinfacht diese: nie den Tag vor dem Abend zu loben, ihn aber auch nicht gleich nach dem Morgengrauen abzuschreiben.«
literaturkritik.de April 2007

»›In der Bibliothek‹ ist wieder einmal eine literarische Entdeckung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Wer Antal Szerb noch nicht kennt, der hat wahrlich etwas verpasst, denn auch wenn sich eine Geschichte nach heutigen Gesichtspunkten vielleicht nicht ganz so einfach runter lesen lässt, so wird man doch durch Szerbs feine Ironie, sein Sprachgefühlt, seine scharfe Beobachtungsgabe, seine beachtlichen Charaktere und seine wunderbaren Erzählungen belohnt, die dem geneigten Leser ein Lächeln auf die Lippen zaubern.«
Buchwurm 12.03.2007

»Man fühlt sich in der Erzählweise ein wenig an Musils ›Portugiesin‹ und andere Beispiele eines ästhetisierenden Historismus erinnert, mit dem Unterschied freilich, dass Szerbs Haltung mit dem zeitgenössischen Hang zu „tagheller Mystik“ wenig gemeinsam hat. Es gibt kein philosophisches oder theoretisches Problem, dem diese Erzählungen auf der Spur wären. Sie verhalten sich gegenüber ihren Stoffen und Themen auf eine elegante Weise leidenschaftslos. Wie auch anders, wenn das Leben eintönig ist und die einzige Zerstreuung im Lesen und Phantasieren liegt?«
Süddeutsche Zeitung 07.03.2007

»Meister der Kurzgeschichten.«
Schwarzwälder Bote 05.03.2007

»Meister der Novellistik.«
Bayeri­scher­­ Rundfu­­nk 17.02.2007

»Grandios, dass das Schaffen von Antal Szerbs seit einiger Zeit eine Wiederentdeckung erfährt. Die deutsche Erstausgabe von ›In der Bibliothek‹ zeigt den ungarischen Schriftsteller als Meister der Kurzgeschichten, erschienen sind sie zwischen 1921 und 1937. Wie in seinem Roman ›Reise im Mondlicht‹ beschreibt er auch hier ganz moderne unbehauste Menschen, die mehr oder weniger ziellos umherirren, die aber in einer Zeit leben, die weitaus gemütlicher erscheint als die heutige.«
Stuttgarter Nachrichten 21.02.2007

»Die 14 Erzählungen aus den Jahren von 1921 bis 1937 atmen alle den Eros einer Literatur, die nicht alles aussprechen muss, um deutlich zu werden. Die Titelnovelle ›In der Bibliothek‹ etwa ist eine bezaubernd schüchterne Liebesgeschichte, aus der nichts wird. Eine bekömmliche Portion europäischer Bildung verschnürt der Autor leicht und elegant.«
Neue Presse 15. 2. 07

»Die kurzweiligen Erzählungen verbinden auf amüsante Weise intelligente Gedanken und humorvolle Unterhaltung miteinander.«
Rheinischer Merkur 08.02.2007

»Es geht um Leidenschaft. Es geht um Sehnsucht. Es geht um Bücher.«
Die Welt 20.01.2007

»Ein Lesevergnügen für alle, die einen Sinn für feine Ironie und für sorgfältig gewählte Sprache haben.«
Morgenpost 18.01.2007

»Tiefgründige Leichtigkeit.«
Mannheimer Morgen

»Diese Erzählungen sind stimmungsreiche Lektüre, ›vor allem an Winterabenden‹, und sie erfüllen den Leser mit einer Sehnsucht nach der weltmännischen Attitüde des aufgehenden zwanzigsten Jahrhunderts, als sich der derbe Volkssinn noch nicht an sanfter intellektueller Überlegenheit vergangen hatte.«
NDR Kultur

» …und der ungarische Schriftsteller brilliert auch hier mit seiner von Leichtigkeit und Eleganz gekennzeichneten Sprache.«
tachles / Zürich

»Ihn [Szerb] nicht gekannt zu haben, ist ein Versäumnis.«
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung

Kurzbeschreibung

Mit betont leiser Ironie und hintersinnigem Humor kreist Szerb um historische Figuren und persönliche Geschichte, um den siegreichen Alltag und das verbannte Wunder.

»Ich bin eher Leser als Schriftsteller«, heißt es in einem von Szerbs Essays, »Ich bin eher Schriftsteller als Literaturwissenschaftler«, in einem späteren Tagebucheintrag. - Das Entweder-Oder ist zu einfach. Szerb näherte die Wissenschaft der Kunst an, und umgekehrt, und beides bis zu Äußersten, betont sein Herausgeber György Poszler. Das Verhältnis von Alltag und Wunder, die wechselseitige Durchdringung von beiden, interessiert Szerb dabei am meisten: Seine Erzählungen, die hier erstmals auf Deutsch vorgelegt werden, spiegeln diese Faszination.

Im ersten Teil des Bandes, der Szerbs Aufbruch als Schriftsteller markiert, dominiert die Liebe zur Geschichte - wir begegnen Mirandola, dem Gral und König Artus, der Tochter Kaiser Konstantins. Szerb verarbeitet seine enorme Belesenheit auf unterhaltsamste Weise, bevor er uns in den Erzählungen des zweiten Teils unterschiedliche Einblicke gewährt in die Sphäre seines persönlichen Lebens. Jener Figur aus der »Pendragon-Legende«, János Báthky, seiner Liebe zu Bibliotheken und allem Englischen begegnen wir hier wieder, ebenso wie den Problemen mit der Liebe - »Frauen gefallen mir nur unter besonderen Konstellationen und auch dann nicht besonders.«


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Meister der Feinsinnigkeit 23. November 2007
Von the_clairevoyant TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Antal Szerb war von Geburt Ungar, er studierte Germanistik und Anglistik und verdingte sich als Literaturprofessor, ehe ihn die Nazis aufgrund seiner jüdischen Abstammung ins KZ Balf steckten, wo er 1945 von einem Aufseher erschlagen wurde. Nicht nur ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, vor allem auch eines gegen die Schreibkunst. Für mich zählt Szerb zu den ganz großen Literaten des 20.Jh. Kaum einer verstand es so, Mythologisches und Romantisches mit tiefer Ironie und feinem Wortwitz als moderne Erzählungen wiederzubeleben. Man denke an die "Pendragon-Legende" oder "Reise im Mondlicht".

"In der Bibliothek" arbeitet Antal Szerb persönliche als auch historische Begebenheiten geschliffen und belesen auf. Die einzelnen Essays sind immer wieder aufs Neue amüsant. Jedes mal entdeckt man schmunzelnd zwischen den Wörtern verstreute Zwischentöne und staunt über den feinsinnigen Schreibstil.

Ein Highlight des Ungarn mit der Liebe zu England ist die Erzählung "In St. Cloud, auf einer Gartenparty". "Du bist so klug, dass sich die Frauen nie etwas aus dir machen werden", kommt es der begehrten Marcelle über die Lippen. "Marcelle saß nicht neben mir, sie war sehr intensiv nicht da", folgert der angesprochene Tamás zwei Seiten weiter. "Intensiv nicht da", eine geniale Formulierung! Oder: Haben Sie, liebe RezensionslerInnen, beim Schürzen der Lippen schon mal Folgendes bedacht?: "Der Kuss ist noch ein viel subtileres Mittel, sich auszudrücken als das Sonett und manchmal auch reicher an Wendungen."

Reich an Wendungen ist Szerb immer. Oscar Wilde bezeichnet er als "Parvenu in Worten", der mit der Sprache umgeht, wie ein Neureicher mit Geld. Und auch der edle Lancelot lernt bei Szerb seine Lektion. In "Die Liebe in der Phiole" klagt der Minneritter dem Zauberer Klingsor über seine unerfüllte Liebe zur Königin. Als dieser ihn davon heilt, ist der geharnischte Galan noch weniger zufrieden. Am Ende heißt es über Lancelot: "Der Schmerz schüttelte ihn so sehr, dass er kaum auf seinem Pferd sitzen konnte. Die Tränen rollten ihm übers Gesicht ... Er war glücklich." Das reine Glück im Unglück eben.

Glück gehabt haben Sie auf alle Fälle, wenn "In der Bibliothek" Ihre Wege kreuzt. Sofort festhalten und zu lesen beginnen! ;-)
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Neues (Altes) aus Ungarn 13. März 2007
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Nach der Lektüre auch dieses Buches weiß man, welchen Verlust die ungarische (und auch die europäische) Literatur durch den Tod Szerbs in einem KZ 1944 erlitten hat.

Die 14 Erzählungen von unterschiedlicher Länge, in der Zwischenkriegszeit entstanden, sind einerseits im Biographischen, andererseits in der Geschichte angesiedelt.

Ein paar Beispiele gefällig? In "Die Liebe in der Phiole" sperrt der Zauberer Klingsor die Liebe in eben diese Phiole. Damit vermiest er Lancelot seine sämtlichen Auftritte..

In "Der Mann, der nicht zu retten war" geht es um einen Dichter, der von einem Snob durch entsprechende Bezahlung dazu gebracht wird, nichts mehr zu schreiben. Wird er es durchhalten?

"In der Bibliothek" handelt von einem jungen Ungarn, der in Paris eine Landsmännin kennenlernt, die seit längerem in ihn verliebt ist. Als er die entscheidende Frage nicht stellt, ist alles vorbei.

"Ajandoks Brautkleid" spielt in Ungarn und handelt von einer Fünfzehnjährigen, die traurig ist, da ihre Schwester sich am Johannistag verlobt hat, sie selbst aber noch keinen Geliebten hat. Sie lernt zwar dann einen Studenten kennen; die Liebe zerbricht aber...

Alle diese Texte sind unheimlich elegant erzählt (man nennt Szerb auch den "großen Eleganten"). Dass Ironie und Humor ebenfalls ein wichtiger Punkt sind, weiß man aus Szerbs anderen Büchern.

Summa summarum: ein unheimlich intelligentes, äußerst vergnüglich zu lesendes Buch!
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