»In diesem Band ›In der Bibliothek‹ sind seine spannendsten Erzählungen versammelt.«
Story Juni-Sept. 2007»Die Figuren der Erzählungen Szerbs, selbst wenn sie zuletzt von Ungeheuern aufgefressen werden oder sich selbst zu Grunde richten, sind allesamt Überraschte, vom Leben Gestellte. Für die Überlebenden gilt, dass, so lange sie leben, niemand weiß, was noch passieren kann. Wenn denn in den Geschichten eine Lehre steckt, dann ist es vereinfacht diese: nie den Tag vor dem Abend zu loben, ihn aber auch nicht gleich nach dem Morgengrauen abzuschreiben.«
literaturkritik.de April 2007»›In der Bibliothek‹ ist wieder einmal eine literarische Entdeckung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Wer Antal Szerb noch nicht kennt, der hat wahrlich etwas verpasst, denn auch wenn sich eine Geschichte nach heutigen Gesichtspunkten vielleicht nicht ganz so einfach runter lesen lässt, so wird man doch durch Szerbs feine Ironie, sein Sprachgefühlt, seine scharfe Beobachtungsgabe, seine beachtlichen Charaktere und seine wunderbaren Erzählungen belohnt, die dem geneigten Leser ein Lächeln auf die Lippen zaubern.«
Buchwurm 12.03.2007»Man fühlt sich in der Erzählweise ein wenig an Musils ›Portugiesin‹ und andere Beispiele eines ästhetisierenden Historismus erinnert, mit dem Unterschied freilich, dass Szerbs Haltung mit dem zeitgenössischen Hang zu „tagheller Mystik“ wenig gemeinsam hat. Es gibt kein philosophisches oder theoretisches Problem, dem diese Erzählungen auf der Spur wären. Sie verhalten sich gegenüber ihren Stoffen und Themen auf eine elegante Weise leidenschaftslos. Wie auch anders, wenn das Leben eintönig ist und die einzige Zerstreuung im Lesen und Phantasieren liegt?«
Süddeutsche Zeitung 07.03.2007»Meister der Kurzgeschichten.«
Schwarzwälder Bote 05.03.2007»Meister der Novellistik.«
Bayerischer Rundfunk 17.02.2007»Grandios, dass das Schaffen von Antal Szerbs seit einiger Zeit eine Wiederentdeckung erfährt. Die deutsche Erstausgabe von ›In der Bibliothek‹ zeigt den ungarischen Schriftsteller als Meister der Kurzgeschichten, erschienen sind sie zwischen 1921 und 1937. Wie in seinem Roman ›Reise im Mondlicht‹ beschreibt er auch hier ganz moderne unbehauste Menschen, die mehr oder weniger ziellos umherirren, die aber in einer Zeit leben, die weitaus gemütlicher erscheint als die heutige.«
Stuttgarter Nachrichten 21.02.2007»Die 14 Erzählungen aus den Jahren von 1921 bis 1937 atmen alle den Eros einer Literatur, die nicht alles aussprechen muss, um deutlich zu werden. Die Titelnovelle ›In der Bibliothek‹ etwa ist eine bezaubernd schüchterne Liebesgeschichte, aus der nichts wird. Eine bekömmliche Portion europäischer Bildung verschnürt der Autor leicht und elegant.«
Neue Presse 15. 2. 07»Die kurzweiligen Erzählungen verbinden auf amüsante Weise intelligente Gedanken und humorvolle Unterhaltung miteinander.«
Rheinischer Merkur 08.02.2007»Es geht um Leidenschaft. Es geht um Sehnsucht. Es geht um Bücher.«
Die Welt 20.01.2007»Ein Lesevergnügen für alle, die einen Sinn für feine Ironie und für sorgfältig gewählte Sprache haben.«
Morgenpost 18.01.2007»Tiefgründige Leichtigkeit.«
Mannheimer Morgen»Diese Erzählungen sind stimmungsreiche Lektüre, ›vor allem an Winterabenden‹, und sie erfüllen den Leser mit einer Sehnsucht nach der weltmännischen Attitüde des aufgehenden zwanzigsten Jahrhunderts, als sich der derbe Volkssinn noch nicht an sanfter intellektueller Überlegenheit vergangen hatte.«
NDR Kultur» …und der ungarische Schriftsteller brilliert auch hier mit seiner von Leichtigkeit und Eleganz gekennzeichneten Sprache.«
tachles / Zürich»Ihn [Szerb] nicht gekannt zu haben, ist ein Versäumnis.«
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung
Mit betont leiser Ironie und hintersinnigem Humor kreist Szerb um historische Figuren und persönliche Geschichte, um den siegreichen Alltag und das verbannte Wunder.
»Ich bin eher Leser als Schriftsteller«, heißt es in einem von Szerbs Essays, »Ich bin eher Schriftsteller als Literaturwissenschaftler«, in einem späteren Tagebucheintrag. - Das Entweder-Oder ist zu einfach. Szerb näherte die Wissenschaft der Kunst an, und umgekehrt, und beides bis zu Äußersten, betont sein Herausgeber György Poszler. Das Verhältnis von Alltag und Wunder, die wechselseitige Durchdringung von beiden, interessiert Szerb dabei am meisten: Seine Erzählungen, die hier erstmals auf Deutsch vorgelegt werden, spiegeln diese Faszination.
Im ersten Teil des Bandes, der Szerbs Aufbruch als Schriftsteller markiert, dominiert die Liebe zur Geschichte - wir begegnen Mirandola, dem Gral und König Artus, der Tochter Kaiser Konstantins. Szerb verarbeitet seine enorme Belesenheit auf unterhaltsamste Weise, bevor er uns in den Erzählungen des zweiten Teils unterschiedliche Einblicke gewährt in die Sphäre seines persönlichen Lebens. Jener Figur aus der »Pendragon-Legende«, János Báthky, seiner Liebe zu Bibliotheken und allem Englischen begegnen wir hier wieder, ebenso wie den Problemen mit der Liebe - »Frauen gefallen mir nur unter besonderen Konstellationen und auch dann nicht besonders.«