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Im Gegensatz zu diesem höchst experimentellen Unterfangen ist das neue Album "In Between" eher eine Rückbesinnung auf alte Stärken - und das in mehrfacher Hinsicht. Die Aufnahmen entstanden nicht nur mit jenem altbewährten Quartett, mit dem Truffaz auch seine frühen Meisterwerke wie "Out Of A Dream" (1997) und "The Dawn" (1998) sowie "The Walk Of The Giant Turtle" (2003) einspielte, sie strahlen auch mitunter diese stoische Ruhe und Gravität aus, die mit dazu beigetragen haben, dass der Trompeter in der Vergangenheit so oft mit Miles Davis verglichen wurde. Neben den beiden Gründungsmitgliedern Marcello Giuliani (Bass) und Marc Erbetta (Schlagzeug) ersetzt diesmal jedoch Benoît Corboz, der bis dato als Toningenieur für Truffaz arbeitete, den langjährigen Keyboarder Patrick Muller.
Prägend für das Gesamtwerk von Truffaz sind auch Kollaborationen mit Gastsängerinnen und -sängern, deren Stilrichtungen Truffaz auf seinen jeweiligen Alben ins eigene Klangkonzept integrierte. Auf "In Between" ist die Schweizerin Sophie Hunger zu bewundern, eine stilistische Grenzgängerin zwischen Folk, Chanson und Jazz. Sie verleiht dem Truffaz-Album mit ihren beiden superben Beiträgen "Let Me Go" und der Bob-Dylan-Coverversion "Dirge" (vom Album "Planet Waves") einen zauberhaften Pop-Appeal.
Erik Truffaz, der in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feierte, zeigt sich mit dem atmosphärisch dichten "In Between" auf der Höhe seiner künstlerischen Schaffenskraft. Erik Truffaz ist fraglos einer der sinnlichsten Jazzmusiker und "In Between" eine seiner entsprechend schönsten Klangoasen.
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