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In Babylon: Roman
 
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In Babylon: Roman [Gebundene Ausgabe]

Marcel Möring , Helga van Beuningen
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag; Auflage: DEA, (28. Juli 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630869866
  • ISBN-13: 978-3630869865
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 781.010 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marcel Möring
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Nathan seinen Onkel Herman zum letztenmal sieht, liegt dieser tot im Hotelbett. In seinem Testament hat der Onkel ihm das idyllisch gelegene Haus im Wald vermacht -- allerdings mit der Auflage, daß Nathan nicht nur weiterhin Märchen schreibt, sondern die Lebensgeschichte seiner Familie verfaßt.

Nathan ist gründlich und geht, während er das Haus seines Onkels inspiziert, in der Ahnenreihe weit zurück. Er beginnt beim Uhrmacher Levie, der vor dreihundert Jahren zu Fuß durch Europa geirrt ist, nachdem seine Familie in Litauen unter Progromen zu leiden hatte. Levie siedelte sich in Holland an, doch seine Rat- und Ruhelosigkeit bleibt der Familie erhalten.

Es ist einzigartig, wie der niederländische Schriftsteller Marcel Möring in einem breiten Erzählstrom die jüdischen Lebenswelten in Europa und Amerika erfaßt und über vier Jahrhunderte ausbreitet. Geschrieben ist dieses Buchjuwel in einer schillernden, wortgewaltigen Sprache. --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Nathan Hollander macht sich auf den Weg, die Erbschaft seines Onkels Herman anzutreten. Doch er weiß nicht genau, woraus das Erbe besteht, und er muß es erst erwerben, um es zu besitzen. Testamentarisch ist ihm bestimmt, zuvor das rastlose Leben seines Verwandten aufzuschreiben. Mit epischer Wucht und leichter Hand zugleich holt er in die Familiengeschichte aus.
Vor über drei Jahrhunderten war sein Vorfahr, der Uhrmacher Levie, achtzehn Jahre lang zu Fuß durch Europa geirrt, nachdem seine Familie in Litauen unter Pogromen leiden mußte. In den Niederlanden fühlte er sich schließlich daheim und nahm aus Dankbarkeit den Namen Hollander an. Aber die Rastlosigkeit blieb in der Familie, und spätere Generationen der Hollanders wanderten ruhelos durch die Welt. So war auch Onkel Herman mit seinem Bruder Emmanuel, Nathans Vater, in den frühen dreißiger Jahren nach Amerika emigriert und nach dem Krieg zwischen den Kontinenten gependelt. An Hermans Zuneigung zu seinen Neffen und Nichten, besonders den leicht meschuggenen, erinnert sich Nathan sehr gut, und das unrühmliche Ende des Onkels bringt er gleich zu Anfang hinter sich.
In Begleitung von Nina, der Tochter seines lange verschollenen Bruders Zeno, geht er den Nachlaß im Haus des Onkels an. Auf dem Weg nach Nordostholland legt sich ein Schneesturm über ihr Auto, als wollte die Welt untergehen. Doch sie kommen ans Ziel. Prallvoll mit Vorräten scheint das Haus für eine Belagerung gewappnet zu sein. Alle Möbel sind zu einer Barrikade aufgetürmt, Tonbänder verlautbaren unverständliche Botschaften. Und der Rückweg ist aussichtslos verschneit.
So vielfarbig wie auf Bruegels Gemälde schildert Marcel Möring die Saga einer außerordentlichen Familie.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Mich hat dieses Buch begeistert. Zum einen mag ich es sehr, wenn ein Autor sich Mühe gibt mit der Sprache, in der erzählt wird, dabei aber nicht der Künstlichkeit verfällt. Zum anderen ist es für mich wichtig, daß mich eine Geschichte anhält, mir Gedanken über das Erzählte zu machen. Nathan erzählt die wichtigen Stationen der Geschichte seiner jüdischen Familie, beginnend im 17. Jhr. Besonders auffallend ist daran, daß die Judenverfolgung im 3. Reich kaum Erwähnung findet. In den Geschichten, die heutzutage Familiengeschichten jüdischer Familien erzählen ist dies eine Rarität. Nathan sitzt zusammen mit seiner Nichte während eines Schneesturms im "Familienhaus" fest. Seltsamerweise ist das obere Stockwerk des seit langem leerstehenden Hauses verbarrikadiert und im Keller lagern frische Lebensmittel. Während Nina das Manuskript der Biographie ihres Großonkels liest erinnert sich Nathan zurück an Episoden der Familiengeschichte. Beide versuchen das Rätsel des Hauses mit Hinweisen aus der Vergangenheit zu lösen. Immer wieder bezieht sich der Erzähler auf die Geschichte des jüdischen Volkes und stellt Verbindungen zur Familiengeschichte her. Leser, die sich in der Bibel und mit den jüdischen Geschichten auskennen werden sicherlich mehr davon verstehen, doch auch ohne diese Kenntnisse habe ich das Buch genießen können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Faszinierend 21. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Marcel Möring hat einen unglaublich spannenden und interessanten Roman geschrieben. Man nimmt ihm einfach alles ab. Die Familiengeschichte - eine Ansammlung von Exzentrikern und Genies - und die Rahmenhandlung gehen flüssig und fast unbemerkt ineinander über. Die Bilder, die er entstehen läßt, reißen mit und es ist vollkommen okay, daß ihm zwei seiner Ahnen häufig in der Nacht erscheinen und mit ihm diskutieren. (Eigentlich nerven mich solche "Geistergeschichten" leicht). Auch der Schluß ist klasse und absolut unvorhersehbar. Mein Urteil: ein außergewöhnlich gutes Buch, daß ich nicht so schnell vergessen werde.
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