Noah erhält von Gott, der mit seiner Schöpfung unzufrieden ist, den Auftrag, zusammen mit seinen Söhnen eine Arche zu bauen und von jeder Tierart ein Paar mitzunehmen. Somit werden Noah, seine Familie und alle an Bord lebenden Tiere zu den einzigen Überlebenden der großen Flut und steuern einer ungewissen Zukunft entgegen. Eines dieser Paare sind Holzwurm Willi und seine Frau, um die sich die Geschichte mehr oder weniger dreht und auch, wie diese den Angriffen der verfeindeten Termiten trotzen (vor denen ich als Kind, muss ich gestehen, etwas Angst hatte). Dieser Film ist mir, obwohl er eine recht alte deutsche Produktion ist, als schöne Erinnerung im Kopf geblieben. Für viele wird er möglicherweise zu alt sein, um ihn den Sprösslingen von heute vorzuführen, so dass sich die DVD-Fassung eher (aber nicht nur) für Nostalgiker rentiert, die den Film in ihrer Kindheit angesehen haben. Die Titelmelodie stammt im Übrigen von Karel Gott. Auch wenn ich kein Fan bin, muss ich sagen, dass seine Musik hier schön passt.
Erbsensucher haben es bekanntlich immer leicht, Filme schlechtzureden - darüberhinaus wird gerne aber vergessen, dass der Film nunmal zu einer Zeit spielt, in der Wein ein kostbares Gut war , in denen Sklaven (die hier nicht mal schlecht behandelt werden) gehalten wurden, was nun einmal historische Tatsache ist und man schon aus Verfilmungen mit dem Titel "Die zehn Gebote" weiß. Da die Existenz von vorsintflutlichen Drachen ja sehr zweifelhaft ist, wollte man im Film eben einen humorvoll verpackten Versuch starten, zu erklären, warum diese von der Erde verschwunden sind. Und nicht vergessen: Die Drachenmutter hätte um ein Haar die Arche abgebrannt, somit wäre sie wohl kaum für die Reise geeignet gewesen. Abgesehen davon lautete der Auftrag Gottes, von jeder Tierart ein Paar mitzubringen, und "ein Paar" besteht bekanntlich aus zwei Tiere, in diesem Fall sogar einem männlichen und einem weiblichen.