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Produktinformation
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In America ist durchweg wundervoll gespielt, wobei die zwei Mädchen -- auch im richtigen Leben ein Geschwisterpärchen -- hervorzuheben sind, deren Ausstrahlung auf der Leinwand ganz eindeutig in der Familie liegen muss. Samantha Morton jedoch ist es, die den Film trägt; eine jede Gefühlsregung scheint förmlich von ihr abzustrahlen. Die Hingabe und das Engagement der Schauspieler sind es, die den Film trotz manch gefährlich sentimentaler Einschübe überzeugend machen. --Bret Fetzer
Der Film:
Sarah (Samantha Morton) und Johnny (Paddy Considine) spielen das junge irische Elternpaar, die ihren einzigen Sohn verloren haben. Mit den beiden Töchtern Christy und Ariel (Sarah und Emma Bolger) wandern sie illegal über die kanadische Grenze in die USA ein. In einem heruntergekommenen Haus in New York, in dem hauptsächlich Junkies wohnen, findet die Familie eine Bleibe. Der Kampf um etwas Einkommen und einige kleine Freuden zehren an den Kräften und an der Liebe der Eltern. Nur die Freundschaft zu einem schwarzen Künstler (Djimon Hounsou) im Haus gibt der Familie immer wieder einige wenige Lichtblicke.
Der Erzählstil:
Die Geschichte wird aus den Augen der 11-Jährigen Christy erzählt, die mit ihrem Camcorder die Welt um sich herum aus Kinderaugen betrachtet. Die kindliche Sichtweise von Christy gibt dem Betrachter gewisse Informationen aus der Vergangenheit der Familie nur nach und nach preis. Christy betrachtet vielmehr die Gegenwart und glaubt mit ihren Wünschen, die Familie alleine durch dick und dünn zu steuern.
Das Buch:
Das Buch hat Jim Sheridan zusammen mit seinen Töchtern Naomi und Kirsten geschrieben. Die Mitwirkung der beiden Kinder und die brillante Umsetzung durch das Geschwisterpaar Emma und Sarah Bolger verdankt der Film seinen Tiefgang. Kaum zuvor wurde der tägliche Überlebenskampf und die Trauer einer Familie um einen verlorenen Sohn so vielschichtig und eindruckvoll dargestellt.
Fazit:
Selten war ich so an mein Sofa gefesselt und habe die Zeit um mich vergessen. Ich muss wohl nicht sagen, dass der Stoff nicht ganz leicht ist und etwas Verdauungszeit braucht. Zusammenfassend kann ich nur "Wow" sagen und den Film allen Leuten empfehlen, die mehr als einen weiteren Hollywood Streifen sehen wollen. Viel Spass!
Jim Sheridan ist mit »In America« ein berührender Film über das Schicksal einer modernen Einwandererfamilie in »God's own Country« und das Verarbeiten eines großen Schicksalsschlages gelungen. Die schauspielerische Leistung, vor allem der Bolger-Schwestern, überzeugt auf ganzer Linie. Die Handlung des Films - wie in einer Retrospektive durch die Augen und Videokamera Christy's erzählt - hebt ihn von Filmen mit ähnlicher Thematik erfrischend ab. Man erkennt deutlich die Absicht, eine semibiographische Geschichte zu erzählen, die aber nie ins Dokumentarische abdriftet, sondern bis auf kleine Längen stets packend und ergreifend bleibt.
Dem Zuschauer wird ein Gefühl vermittelt, wie es wirklich ist, in Amerika anzukommen und sich einen Platz in einer inhomogenen, ghettoisierten Gesellschaft erkämpfen zu müssen, die nur durch das Streben nach dem amerikanischen Traum verbunden scheint. Der Fokus liegt jedoch eindeutig auf dem Spannungsbogen zwischen Kummer und Hoffnung, zwischen kurzen Momenten des Glücks und Phasen sich steigernder Melancholie. Echte Gewinner scheint es in diesem Amerika nicht zu geben bis zum Schluß ein Wunder geschieht. Kein plumpes Hollywood Happy-End, sondern eines, das den Zuschauer mit einem positiv-nachdenklichen Gefühl aus der Handlung entläßt.
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