Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Blackest Eyes (Album Version) | |||
| 2. Trains (album version) | |||
| 3. Lips Of Ashes (album version) | |||
| 4. The Sound Of Muzak (album version) | |||
| 5. Gravity Eyelids (album version) | |||
| 6. Wedding Nails (album version) | |||
| 7. Prodigal (album version) | |||
| 8. .3 (album version) | |||
| 9. The Creator Has A Mastertape (album version) | |||
| 10. Heartattack In A Layby (album version) | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Drown With Me (European Bonus Track) | |||
| 2. Chloroform (European Bonus Track) | |||
| 3. Strip The Soul (Edit) | |||
Im Vergleich zu den etwas poppiger ausgerichteten Vorgängern Stupid Dream und Lightbulb Sun klingt das erste Majorlabel-Album der Briten in jeder Hinsicht extremer: Die harten, fast schon metallischen Riff-Passagen krachen heftiger denn je, die düsteren Parts sorgen für intensive Gänsehaut-Attacken und die psychedelischen Feeling-Traumreisen erinnern an Frühwerke wie Signify.
Steven Wilson und Co. haben der Verlockung widerstanden, vorrangig megaeingängige Singles für den Mainstream-Markt zu komponieren, und konzentrieren sich lieber auf ihre bewährten Stärken. Neben einigen harten, straighten Rock-Nummern werden dem staunenden Zuhörer einfühlsame Balladen, vereinzelte Loop-Einsprengsel und sogar zwei reine Instrumental-Stücke kredenzt. Den Vogel schießt man mit den tief unter die Haut gehenden Jahrhundertnummern "The Sound Of Muzak" und "Prodigal" ab, die Fans von Bands wie Pink Floyd, Manic Street Preachers, Rush und Marillion vor Ehrfurcht in die Knie zwingen dürften. Genial! --Michael Rensen
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Vergleicht man nun das aktuelle Album "In Absentia" mit den früheren Werken, so steht die Scheibe in der Diskographie von Porcupine Tree als logischer - vorläufiger - Endpunkt einer kometenhaften Weiterentwicklung: Die Progressivität und "Trippiness" der Frühwerke schimmert noch immer in einigen Songs durch, der auf "Signify" begründete und auf den Nachfolgealben kontinuierlich weiterentwickelte verträumt-melancholische Markenzeichen-Sound durchtränkt jeden Ton von "In Absentia" und die auf den letzten Alben teilweise noch vorhandenen "losen Enden" werden zu einem homogenen, professionell klingenden, aber nie sterilen Gesamtgefüge verknüpft. Dabei gibt es auf "In Absentia" durchaus auch Neues zu hören: Die Zusammenarbeit mit Opeth hat offenbar ein klein wenig auf Steven Wilson abgefärbt, was sich in den teilweise ziemlich metallischen Riffs äussert, die so auf den Vorgängeralben noch nicht zu hören waren. Im von epischen Elektro-Soundlandschaften getragenen Song "Gravity Eyelids" lässt die Band ihrer Experimentierfreude freien Lauf und das als Single ausgekoppelte "Strip the Soul" ist in seiner überraschenden Aggressivität und Düsternis ein Schlag ins Gesicht aller Nu-Metal Wannabes. Generell wird auf In Absentia Abwechslung grossgeschrieben - vom in den Grundstrukturen fast "klassisch" anmutenden Rocksong über die sphärische Hymne und den stampfenden Riffhammer bis hin zur Pianoballade gibts hier für jeden etwas. Bei aller Diversität wirken die Kompositionen aber nie forciert, überladen oder poppig-anbiedernd und enthalten stets die unverkennbare Porcupine Tree-Handschrift, die dem Hörer bereits nach einigen Durchläufen irgendwie altbekannt vorkommt - etwas, das meiner Meinung nach alle ganz grossen Bands auszeichnet.
Instrumental sind die Briten über alle Zweifel erhaben - man merkt, dass hier ein eingespieltes Team am Werk ist, das genau weiss wo seine Stärken liegen, und wie es einen möglichst "tighten" Sound hinbekommen kann. Steven Wilson schafft es, auch ohne allzu ausschweifende Soli einen unverkennbaren Stil an der Gitarre zu markieren und vor allem mit der Akustikgitarre immer wieder faszinierende Klangnetze zu weben, Basser Colin Edwin liefert teilweise schwindelerregend gute Licks, Gavin Harrison an den Drums sorgt für ein solides Rhythmusfundament und Keyboarder Richard Barbieri glänzt durch dezente, aber effektive Einsätze und seine gut arrangierten Elektro-Parts.
Fazit: Gesamthaft gesehen muss "In Absentia" wohl als das bis Dato beste Werk der Band bezeichnet werden - wobei der Vergleich mit den völlig anders aufgebauten psychedelischen Frühwerken nicht wirklich funktioniert. Doch es ist nicht abzustreiten, dass Porcupine Tree nie reifer und ausgefeilter geklungen und sich kompositorisch ganz stark weiterentwickelt haben, was Songs wie "Prodigal" (Pink Floyd klangen auch nie besser), "Trains" (meiner unmassgeblichen Meinung nach der beste Song der Band) oder "Sound of Muzak" (Kampfansage an den Kommerz) auf eindrucksvolle Art beweisen. Zieht man noch die intelligenten, poetischen Texte in Betracht, muss man "In Absentia" ganz klar zu einem der besten Prog-Rock Alben der letzten Jahre erklären und eine allgemeine Kaufpflicht für alle Freunde intelligenter Musik ausrufen.
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