Improvisation ist für Gerhard Ebert eigentlich nur Mittel zum Zweck. Dass aus Improvisation mitreißende, gehaltvolle Szenen oder gar Stücke entstehen können, die mehr als nur vorläufigen oder Übungs-Charakter haben, kann sich Ebert nicht vorstellen.
Die Entwicklung des Improvisationstheaters, wie es in den letzten Jahrzehnten vor allem in den USA, Kanada und Westeuropa geprägt wurde, blendet Ebert völlig aus. Die gesamte Chicagoer Schule, Spolin, Johnstone, Second City, Randy Dixon, Del Close - davon hat er offenbar noch nie gehört.
Eberts Stil ist nicht "intellektuell", er ist bürokratisch. Der Mann kann nicht schreiben.