Ich muss ehrlich zugeben, dass ich von "Impressions in Blood" im Vorfeld nicht wirklich viel erwartet habe, auch wenn die letzten Alben alle herausragend sehr gut waren. Um so erfreuter war ich, dass VADER anno 2006 ihr bis dato bestes Album des neuen Milleniums veröffentlicht haben, wenn nicht sogar seit 10 Jahren! Nach dem mächtigen, symphonischen Intro "Between Day and Night" legen die Polen auch gleich mit "Shadow Fear" alle Zweifel beiseite, dass man an Kraft verloren haben könnte. Klar ist, dass man wie auch bei SLAYER, AC/DC, AMON AMARTH oder MOTÖRHEAD keine Neuerungen erwarten darf, aber dafür wie immer Qualität bei dem was sie tun. Vor allem das Solo bei eben besagtem Song ist wahrlich genial und nahezu virtuos! Naht- und kompromisslos geht es mit "As Heavens collide..." weiter. Hier wird auch richtig bemerkbar, dass der aktuelle Drummer Daray definitiv die richtige Wahl war. Zu Beginn von "Helleluyah!!! (God is dead)" ertönen ungewohnt symphonische Klänge, die unweigerlich an DIMMU BORGIR und damit verbunden den "Hellraiser" Soundtrack denken lassen. Sehr genial, wobei dies eine wirklich willkommene Abwechslung zum üblichen VADER-Sound darstellt! Wie ein Inforno brettert "Fields of Deads" aus den Boxen. Mittlerweile gehen mir was die Stimmung und Intension betrifft Alben wie SLAYERs "Reign in Blood", MARDUKs "Panzerdivision Marduk" oder DEFLESHEDs "Reclaim the Beat" nicht mehr aus dem Kopf, denn auch wenn es relativ sehr oft langsamere Parts gibt steht die sehr düstere und geheimnisvolle Atmosphäre gnadenlos auf 100% Aggression. Das ändert sich beim majestätischen "Predator" nicht, denn auch wenn hier der Prügel nicht regiert, sondern mit einer Horde Panzer der Feind vernichtet wird, ändert sich nichts an der Tatsache, dass VADER hier einfach nur killen. Vor allem der Refrain, der irgendwie eine leichte Melancholie besitzt, ist hier herausragend genial geworden. Erneut geht hier ein Kompliment an Gitarrist Mauser, der hier ein weiteres herausragendes Solo aus dem Ärmel gezaubert hat. Mit "Warlords" und "Red Code" geht es erneut ohne einen Ansatz von Kompromiss weiter. Lediglich bei "Amongst the Ruins" wird es ein wenig langweiliger, allerdings ohne dabei gewaltig von der qualitativen Spur abzuweichen. Zwar wird bei "They live!!!" erneut mit Lichtgeschwindigkeit drauf los geballert, doch vor allem das coole, leicht thrashige Riffing überzeugt hier vollauf! Nach dem erneut mit einem mächtigen Intro beginnenden "Book", das sich wieder etwas langsamer präsentiert und ein genial melodisches Riffing offenbart, sind knapp 38 Minuten vergangen die nicht viel Wünsche offen gelassen haben. Zwar wäre ein etwas langsamerer Track im Schlage von "Predator" oder "Book" willkommen gewesen, wofür man dann "Amongst the Ruins" hätte streichen könne, aber auch so bleibt ein herausragend geiles Album übrig. Vor allem die symphonischen Anteile sollten künftig noch mehr ausgebaut werden, denn das VADER ein Händchen dafür haben, wurde hier wohl eindeutig bewiesen! Peter, Mission erfüllt!