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Impressionistinnen - Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès, Marie Bracquemond
 
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Impressionistinnen - Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès, Marie Bracquemond [Gebundene Ausgabe]

Ingrid Pfeiffer , Max Hollein
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Impressionistinnen - Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès, Marie Bracquemond + Malerinnen aus vier Jahrhunderten (Edition Ellert und Richter) (Edition Ellert und Richter)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Deutlich wird, dass die Arbeiten der Künstlerinnen im Hinblick auf Originalität und Könnerschaft standhalten können." Neue Zürcher Zeitung "Sie malten, zeichneten, radierten auf höchstem Niveau." Preußische Allgemeine Zeitung "Dokumentiert exzellent einen Aufbruch, der lange durch einen männlichen Blick der Kunstkritik nivelliert worden war." PARNASS

Kurzbeschreibung

Die längst überfällige Wiederentdeckung des weiblichen Anteils an der impressionistischen Bewegung überraschende und begeisternde Arbeiten wirklich bedeutender Malerinnen.Ein großes Publikum begeistert sich für impressionistische Malerei und strömt in Ausstellungen zur Epoche. Aber warum werden dort neben Werken von Monet, Manet, Degas, Renoir oder Pissarro nur so wenige ihrer Malerkolleginnen gezeigt?
Denn auch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es Berufskünstlerinnen, und die hochkarätigen und attraktiven Ölbilder, Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen dieses Bandes stammen von vier der bedeutendsten unter ihnen: Berthe Morisot, eine zentrale Gestalt der impressionistischen Bewegung, Mary Cassatt, die als von Degas respektierte Kollegin eine sehr eigenständige Rolle spielte, Eva Gonzalès, eine begabte Manet-Schülerin, und Marie Bracquemond, deren schmales uvre höchste Qualität beweist: Die Arbeiten der Französinnen und der Amerikanerin spiegeln unterschiedliche Lebensläufe und weibliche Erfahrungswelten. Sie wurden bisher erst selten präsentiert, sodass in der Publikation viele "neue", weithin noch unbekannte, überraschende Bilder auf ihre Entdeckung warten. (Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-2079-3)
Ausstellungen: Schirn Kunsthalle Frankfurt 22.2.-1.6.2008 Fine Arts Museums of San Francisco 21.6. 21.9.2008((Es folgen noch zwei Zitate, wie in der englischen Vorschau!))


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Ausstellungskatalog, und mag er noch so hervorragend realisiert sein, ersetzt natürlich nicht den Besuch einer Ausstellung. Dennoch eignet sich das vorliegende Werk nicht nur zur Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs, sondern ganz vorzüglich auch für "Nichtbesucher" dazu, sich eine Übersicht über das uvre der vier Malerinnen zu verschaffen und anhand der Aufsätze ihre Stellung innerhalb der impressionistischen Kunst und Epoche, ihre Biografien - nicht frei von Dramatik - und künstlerische wie persönliche Entwicklung, ihre Vorbilder, ihre in den Bildern zum Ausdruck kommende Sicht auf ihre Umwelt und den Einfluss ihrer sozialen Stellung mit allen Einschränkungen, denen auch bürgerliche Frauen aus betuchten Familien des 19. Jahrhunderts unterworfen waren, kennen zu lernen.
Die Frage "Malen Frauen anders?" lässt sich nach der Lektüre des Buchs mit Ja beantworten, auch wenn es keine einheitliche Antwort auf die logisch darauf folgende Frage geben kann, inwiefern diese vier Damen anders malten als ihre männlichen Kollegen und Freunde. Cassatts Motivwahl und Technik unterscheiden sich zum Beispiel intensiv von Morisots; Cassatt etwa malte relativ häufig ältere Menschen, was sie von den anderen Impressionisten unterscheidet. Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten, die im Buch herausgestellt werden, zum Beispiel, dass jede der vier Malerinnen eine Schwester hatte, die häufig für sie Modell saß.
Während die in der Ausstellung angebotenen kurzen Informationen zu den bedeutendsten Exponaten im Katalog beziehungsweise Buch nicht abgedruckt wurden - vermutlich, um den Umfang nicht zu sprengen -, bieten die wiederum in der Ausstellung nicht vorgestellten Essays aus dem Buch eine wahre Fülle an interessanten Hintergrundinformationen und Interpretationen. Abbildungen von nicht ausgestellten Werken auch anderer, männlicher Künstler innerhalb dieser Textbeiträge sorgen zudem für Anschaulichkeit.
Die Abdrucke der ausgestellten Bilder sind von bester Qualität: Bei manchem Ölbild von Morisot etwa ist man versucht, über das Papier zu streichen, da die üppig pastos aufgetragenen Pinselstriche so erhaben wirken wie beim Original. Fast immer findet man ein Werk pro Seite vor, je nach Format des Originals möglichst groß reproduziert. Selbstverständlich erhält der Betrachter auch alle relevanten Angaben zum abgebildeten Kunstwerk.
Der Erfolg der Ausstellung kommt nicht von ungefähr, und das Buch als ihre bleibende "Essenz", ergänzt um die für jeden Impressionismus-Freund wertvollen, sehr informativen Essays, verdient entsprechende Beachtung: Es vermag dank der Würdigung des Weiblichen im Impressionismus ein neues Licht auf diese Kunstepoche zu werfen, es glänzt sowohl durch griffige Zusammenfassungen als auch durch zahlreiche wissenswerte Details, und es ist ansprechend aufgemacht und enthält eine Vielzahl von Abbildungen in bester Qualität.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
sowohl auf die Künstler als auch auf ihre Sammler, Förderer und Kritiker zu." ( Zitat aus dem Beitrag von Ingrid Pfeiffer " Der Impressionismus ist weiblich ", S. 14).

Das ist eine Rezension zum Katalog zur Ausstellung "Impressionistinnen ", die vom 22.2.- 1.6.2008 in Frankfurt/Main in der Kunsthalle Schirn gezeigt wird. Die Ausstellung präsentiert die großen Malerinnen der Impressionismus:
Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzales und Marie Bracquemond. Sie waren die Weggefährtinnen von Claude Monet, Edouard Manet, Edgar Degas und Auguste Renoir. Gemälde dieser Damen werden im vorliegenden Buch gezeigt und näher besprochen.

Der Impressionismus ist eine in der französischen Malerei zwischen 1860 und 1870 entstandene Kunstrichtung, die fast in allen europäischen Ländern und auch in Nordamerika auf die Entwicklung der Malerei Einfluss nahm. Die Maler des Impressionismus überwanden die akademische Ateliermalerei des 19.Jahrhunderts durch eine neue Art der Wirklichkeitswiedergabe, die einen Gegenstand in seiner augenblicklichen Erscheinungsform und in einem zufälligen Ausschnitt zu erfassen suchte und die farblichen Reize der im Licht wechselnden Erscheinung oft in mehr andeutender als ausführender Art festhielt.

In verschiedenen, sehr nachdenklichen Textbeiträgen wird man mit den Malerinnen und ihrem Werk vertraut gemacht. Um die Malerinnen kurz vorzustellen, hier ein paar Informationen :
Berthe Morisot ( 1841-1895) war die Enkelin von Jean Frangonard . Sie blieb in ihrem Stil immer sehr eigenständig. 1868 begegnete sie Edourd Manet , dessen bevorzugtes Modell sie von 1872- 74 war. Manet, mit dem sie auch danach freundschaftlich verbunden blieb, gab ihr Anleitung in der Technik des Pastells, gelegentlich überarbeitete er sogar ihre Bilder. Obschon sich mitunter Anklänge an Manet zeigen, sind ihre Bilder stets atmosphärischer und intimer in der Aussage als bei den Werken Manets. Berthe Morisot bevorzugte früh die Freilichtmalerei und gewann selbst Manet für das Malen im Freien.
1875 erzielte Morisot für ihre Bilder bereits Höchstpreise. 1877 heiratete sie Eugene Manet, den Bruder Edourd Manets. Um 1880 erreichte die Künstlerin ihre größte Reife und konnte bei der Impressionistenausstellung jenes Jahres einen starken Eindruck hinterlassen. Es gelang ihr nun vielfältige Kontraste auf bisher unbekannte Weise zu harmonisieren, so etwa bei " Eugene Manet und Tochter in Bougival im Garten ", 1883, S. 41. Auch in der spontanen Technik des Aquarells zeigt sich ihr spezifischer Charme, z.B. im Gemälde " Edma, die Schwester der Künstlerin in einem Park sitzend", 1864, S. 32. Die Pastellzeichnungen behandelt sie zumeist linear skizzenhaft in reinen Farben(" Die Birnen ", 1891, S.106) oder klarer determiniert ( " Das Piano ", 1888, S. 99). Nach dem Tod von Edouard Manet erfolgte eine Annäherung an den Malstil von Pierre Renoir.
Besonders beeindruckt haben mich die Gemälde " Junge Frau im Ballkleid ", 1879 , S.42 und " Paule Gobillard malend ", 1886/87, S. 117 . Die sanften Züge der Frauen auf Morisots Bildern sind bemerkenswert.
Mary Cassatt ( 1845-1926) ist die bedeutendste amerikanische Impressionistin. Sie entschloss sich 1868 während einer Frankreichreise Malerin zu werden. 1872 übersiedelte sie endgültig nach Europa. 1874 ließ sie sich in Paris nieder und setzte sich dort mit dem Impressionismus auseinander . Sie wurde von Degas entdeckt. Seitdem nahm sie an Ausstellungen der Impressionisten teil. Trotz heftiger Angriffe auf den Impressionismus stellte sie weiter aus und kaufte viele Bilder von ihren Kollegen. Obschon Mary Cassatt die verschiedensten Themen aufgriff, konzentrierte sie sich nach 1890 zunehmend auf ihr Hauptmotiv " Mutter mit Kind". Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Bilder im Katalog.
Sehr schön ist Cassatts " Lesende", 1878, S. 141, auch die " Junge Frau lesend ", 1878, S. 145 sowie " Augusta nähend am Fenster", um 1905-1910, S. 150.
Eva Gonzales ( 1849-1883) war eine französische Malerin , die akademisch geprägt, aber durch die Bekanntschaft mit Edourd Manet auch mit dem frühen Impressionismus vertraut war. Seit 1872 stellt sie ihre Gemälde im Salon aus. Ihr Werk " Eine Loge im Theatre des Italiens", 1874, S. 225, erinnert im Stil an den frühen Manet.
Wundervoll sind ihre impressionistischen Pastelle, wie etwa " Die Lektüre im Garten ", um 1880, S. 213 und " Die Frau in Rosa ", 1879, S. 219, aber auch das Ölbild " Erwachendes Mädchen", o. J., S. 224.
Bei ihrem frühen Tod im Jahre 1883 waren alle Persönlichkeiten der Pariser Welt der Kunst und Literatur bei den Trauerfeierlichkeiten anwesend.
Die französische Malerin Marie Bracquemond ( 1840-1916) erhielt Unterricht bei Schülerinnen von Jean- Auguste Dominique Ingres und wurde 1859 in den Salon aufgenommen.
Der Kunstkritiker Philippe Burty rechnet sie zu den " verständigsten Schülerinnen der Ingres -Werkstatt ". 1879 und 1880 stellt sie aufgrund einer Einladung bei den Impressionisten ihre " Dame in Weiß ", o.J., S. 255 aus. Kritiker aber auch Kollegen sind begeistert.
1886 nimmt sie mit sechs Gemälden an der letzten Großen Impressionistenausstellung teil. Zu den ausgestellten Werken zählt das Gemälde " Die Tricktrackspielerin", S. 234.
Bracquemond stirbt 1916 zurückgezogen in Sevre.
Sehr beeindruckend sind die " Drei Damen mit Schirmen ", um 1880, S. 261 , " Die Teestunde ", 1880, S. 267, aber auch ihre Pflanzenbilder, wie etwa " Blumenvasen in Sevre ", um 1880, S. 275.

Sehr interessant ist der Beitrag von Anna Havemann, der sich mit dem Kampf der Künstlerinnen um die berufliche Anerkennung in der Kunstwelt des 19. Jahrhundert auseinandersetzt. Havemann resümiert: " Die Frauen - ob als Einzelkämpferinnen oder in schlagkräftigen Vereinigungen- veränderten das Gesicht der Kunstwelt, indem sie den lange überfälligen Zugang zu den von Männern beherrschten Institutionen erzwangen und als Künstlerinnen erfolgreich Karriere machten" ( S. 287 ).

Die Ausstellung ist ein Hochgenuss. Ich hatte am vergangenen Samstag das Vergnügen mich in der Schirn für Stunden aufzuhalten.

Ein sehr gelungenes, schönes, dabei hochinformatives Buch!

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