Die Beschreibungen sind allesamt interessant, da sie nicht nur das Bild analysieren, sondern eben auch etwas über das Leben des Künstlers oder seine Motive verraten. Man bekommt mit, wer alles für einen Maler Portrait stand, wie die Modelle über die Gemälde dachten - und gerade bei Künstlern wie Monet oder Degas, die häufiger vertreten sind, erfährt man so im Laufe des Buches einiges über deren Leben.
Die Abbildungen sind von guter Qualität, den Bildern wurde ausreichend Raum gelassen und dem Leser ermöglicht, die Struktur des Gemäldes zu erkennen - was häufig auch wichtig für den Stil des Künstlers war und oft genug Grund zur Kritik der Zeitgenossen bot.
Abgeschlossen wird das Buch mit kurzen Biographien der einzelnen Künstler. Hier erfährt man etwas über die Herkunft und den Hintergrund der Maler (und auch der vertretenen Malerinnen) sowie zu ihrem Werk. Zudem hat man auf den kleinen Schwarz-Weiß-Fotographien die Gelegenheit, den Künstlern ins Angesicht zu blicken.
Man kann dieses Buch chronologisch lesen und so die Entwicklung des Impressionismus nachvollziehen oder man schmökert immer mal wieder etwas herum, um vielleicht etwas über ein Lieblingsbild zu lesen oder einen noch etwas unbekannteren Künstler besser kennen zu lernen.
Einziger Kritikpunkt bei diesem Buch ist, dass zu keinem Zeitpunkt das Konzept besprochen wurde. Es wäre schön gewesen zu erfahren, warum gerade diese Bilder ausgesucht wurden und warum andere bekannte Gemälde (man denke am Monets berühmte Seerosen) nicht vorkommen. Diese Erklärungen hätten ein ansonsten sehr schönes Buch abgerundet.
Trotzdem ist "Impressionismus - 50 Bilder, die man kennen sollte" für alle Liebhaber diese Stilrichtung ein Muss und auch ansonsten ein sehr lohnender Kauf, um etwas über den Impressionismus, seine Künstler und ihre Zeit zu erfahren.