Grandios. Chalmers Johnson beleuchtet in seinem Buch die Politik der Vereinigten Staaten in den letzen fünfzig Jahren. Dabei zeigt er auf, wie die USA besonders in Asien Marionetten-Staaten etablierten um ihren Einfluß zu sichern. Für einen Amerikaner erfreulich untypisch beleuchtet er das Gebahren der eigenen Nation sehr kritisch und stellt der amerikanischen Außenpolitik ein schlechtes Zeugnis aus. Obwohl im Klappentext eine globale Betrachtung des Themas angekündigt wird, stützt Johnson seine Argumentation hauptsächlich -wie bei einem solchen Asien-Experten zu erwarten- auf die Rolle der USA in dieser Region. Trotzdem versteht er es z.B. anhand der ausführlich beschriebenen ostasiatischen Wirtschaftskrise von 1997 die wenig ruhmreichen Schachzüge der USA in der vergangenen wie aktuellen Weltpolitik aufzudecken. Johnsons Hauptthese dabei lautet: Die vielgepriesene "Globalisierung" wird benutzt, um den Vereinigten Staaten weiterhin nach imperialer Art und Weise eine dominierende Stellung in der Welt zu sichern. Dieses Buch ist damit unbedingt zu empfehlen.