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Produktinformation
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Der Autor geißelt dieses Imperium der Schande in dem unvergleichlich harschen Ton, den wir von ihm schon aus seinen vorherigen Veröffentlichungen wie Wie kommt der Hunger in die Welt oder Die neuen Herrscher der Welt kennen. Auch diesmal wird man schwerlich einen Zwischenton finden: Gut oder böse allein in diese Kategorien sortiert Ziegler die global agierenden Wirtschaftslenker ein. Das heißt: Eigentlich sind sie alle böse, weil in dem Weltmarkt, der nach den Spielregeln funktioniert, wie sie heute nun mal zu gelten scheinen, wohl nur die Bösen zum Zuge kommen. Und die sind getrieben von nichts als ihrer Gier: "Der einzige Antrieb dieser neuen Feudalherren ist die Anhäufung größtmöglicher Profite in möglichst kurzer Zeit, die kontinuierliche Ausdehnung ihrer Macht und die Beseitigung jedes sozialen Hindernisses, das sich ihren Dekreten widersetzt."
Ziegler, immerhin Sonderbeauftragte der UNO für das Recht auf Nahrung, ist ein honoriger Mann, auch wenn man ihn in der Schweiz wegen seiner in Die Schweiz wäschst weißer erhobenen Vorwürfe auch schon mal wegen Landesverrats ins Gefängnis stecken wollte. Was bereits für seine ätzende Generalkritik am Schweizer Finanzsystem galt, gilt auch für Das Imperium der Schande: Trotz aller Vorbehalte, die man gegenüber der Art und Weise haben mag, wie Ziegler seine Kritik vorträgt -- in der Grundsubstanz ist sie leider nicht ganz unberechtigt. Auseinandersetzen sollte man sich mit ihr deshalb allemal! -- Andreas Vierecke
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
57 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein unvergessliches, niederschmetterndes, ermutigendes Buch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Imperium der Schande: Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung (Broschiert)
Jean Ziegler schafft es, seine LeserInnen in die Welt der Politik und Wirtschaft zu entführen und Ihnen zu erklären, wie es dazu kommen konnte, dass wir - global betrachtet - nicht solidarisch miteinander leben, sondern trotz optimaler Versorgung mit Lebensmitteln andere Menschen krepieren lassen. Zugleich zeigt er Ansätze auf, wie es (noch) möglich ist, das Ruder herumzureißen - mir ist das Buch unvergesslich und ich halte es für einen großen Gewinn! Wer Ziegler im übrigen vorwirft, er polemisiere, der verkennt, dass er nur die Realität beschreibt - die ihrerseits manchmal so unglaublich ist, dass sie einem auf den ersten Blick wie eine Übertreibung erscheint.
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein unentbehrliches Buch mit schwacher Didaktik,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Imperium der Schande: Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung (Broschiert)
Anspruchsvolle Auseinandersetzung mit den Kosmokraten der Welt, den Ursachen der globalen Armut und der beginnende Widerstand dagegen. Teilweise beklemmende Wahrheiten, die einem gelegentlich auch die Wut hochtreiben. Interessante Zahlen zur Weltökonomie. Ziegler nennt dankenswerterweise die Ursachen der Armut und des Hungers in der Dritten Welt beim Namen: die unermeßliche Profitsucht der Großkonzerne, der Industrieländer, unsere eigene! Dafür gehen täglich hunderte Menschen zu Grunde, dass einige wenige in unvorstellbarem Luxus leben können. Er belegt das mit Zahlen, die betroffen machen. Allerdings schafft Ziegler es oft und oft nicht, seine Kernaussage beim Kragen zu packen und festzuhalten: es folgen oft wichtige Aussagen unkommentiert aneinandergereiht, dazwischen Zahlenbeispiele, dazwischen andere Beispiele, sodass die Kernaussage abgeschwächt wird und nicht aufgearbeitet werden kann. Die Rückblende auf die Französische Revolution und die Menschenrechte ist gut und schön, eine geordnete Aufarbeitung der Ursachen und Folgen der Armut z.B. in Südamerika wäre effektiver.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schonungslose Kapitalismuskritik,
Von Andrea Hahn (Bozen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Imperium der Schande: Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung (Broschiert)
Sind wir wirklich zu viele auf der Welt? Namhafte Fachleute betonen, es gibt genug Nahrung und Wasser für die gesamte Bevölkerung von sechs Milliarden und mehr. Aber das Problem liegt eben NICHT, wie immer behauptet wird, in der Verteilung, sagt Jean Ziegler. Sondern in der Ideologie. In anderen Worten, Hunger und Verschuldung auf der Welt sind gewollt. Gewollt von den multinationalen Konzernen, deren einziges Interesse darin liegt, Profit zu häufen (gerne unter Hinweis auf die soziel Verantwortung den eigenen Mitarbeitern gegenüber). Der renommierte Schweizer Globalisierungsgegner bezeichnet Auslandsverschuldung und Hunger als die beiden Massenvernichtungswaffen gegen die Völker der Dritten Welt. Am Ende der Lektüre weiss man sehr viel mehr über die Strategien, die angewendet werden müssten, um Schulden und Hunger zu bekämpfen. Aber man ist skeptischer als je zuvor, dass diese Strategien jemals auf zwischenstaatlicher Ebene relevant werden. Die Macht der Konzerne ist zu groß.
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