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Produktinformation
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"Auf Glanz und Gloria folgten in der Geschichte oft Elend und Untergang", heißt es gleich zu Beginn. Angefangen bei den ägyptischen Pharaonen, über das persische Weltreich, den "Triumph und die Tragödie Karthagos" bis zum langsamen Untergang des Römischen Reiches, führen uns Huf und sein Autorenteam dies und die Gründe dafür sehr eindrucksvoll vor Augen. Auch wenn sich der Untergang eines Weltreiches meist recht lange hinzieht: Am Anfang des Untergangs stehen zumeist die Selbstüberschätzung der Herrschenden und der Glaube, die eigene Macht sei durch nichts und niemanden mehr zu gefährden. Tatsächlich werden in diesen Momenten die Mächtigen regelmäßig sich selbst zur Gefahr. Das war, so lernen wir in diesem schönen Buch, schon immer so. Und das wird, so ahnen wir, auch in Zukunft so bleiben. --Hasso Greb -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Ein weitere Kritikpunkt sind die Illustrationen. Fotos von Ruinen und Modellen sind durchaus angemessen und höchst interessant, jedoch sind die Hälfte aller Abbildungen Gemälde aus der Zeit zwischen Mittelalter und Neuzeit. Diese Bilder stehen da meist unkommentiert bzgl. ihrer zeitlichen Einordnung und sind allesamt nicht authentisch sondern eher unpassend. Anscheinend sind sie nur dazu da, das Buch bunter zu machen. Ebenso wie der exorbitante Rand, die große Schrift und der anderthalbfache Zeilenabstand den Eindruck aufkommen lassen, man wollte das Buch unter allen Umständen dicker machen.
Aber gut, Pragmatiker wird es stören, Bibliophile wird es freuen.
Insgesamt gebe ich dem Buch wegen der hervorragenden ersten drei Artikel, und dem vom Informationsgehalt immer noch hinnehmbaren vierten, 4 Sterne.
Dennoch fielen mir einige ziemliche Fehler auf, die dann natürlich eine gewisse Unsicherheit bei mir erzeugten, ob denn nicht noch andere Fehler im Buch vorhanden sind.
So wird z.B. beim Thema Perser das Bild eines Reliefs von einem "persischen Krieger gezeigt, dessen Kurzschwert Sparabara deutlich zu sehen sei".
1. ist es kein persischer, sondern ein medischer Krieger, erkennbar an der runden Kopfbedeckung, während der gleich hinter ihm stehende persische Krieger die typische kronenförmige Kopfbedeckung trägt.
2. bezeichnet Sparabara keine Waffe, schon gar nicht das Kurzschwert. Sparabara wurden die Speerträgereinheiten des persischen Heeres genannt, die in der Regel mit Schild und Speer die vorderste Reihe abdeckten, während hinter mehrere Reihen Bogenschützen standen.
3. das Kurzschwert der Perser wurde Akinakes genannt und wurde am rechten Oberschenkel festgeschnallt. Da die Klinge nur um die 40 Zentimeter lang war, ermöglichte das den Reitern im Sattel und dann dem nach vorne gerichteten Oberschenkel die Waffe mit einer Bewegung leicht und schnell im Kampfgetümmel ziehen zu können.
Das Bild zeigt aber ein Profil des Kriegers von links. Sichtbar ist daher keineswegs ein Kurzschwert, sondern die gesamte Bogentasche, der sogenannte Goryt, der an der linken Seite getragen wurde. Dieses war weit verbreitet bei den Reitervölkern und beinhaltete Bogen und Ersatzbogen, sowie Pfeile und Sehnen.
Ein anderes Beispiel, wo ich beim Lesen gestockt hatte, war der Eintrag im ägyptischen Teil, wonach im Jahre 664 v.Chr.
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