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Imperialismus im Namen Allahs
 
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Imperialismus im Namen Allahs [Gebundene Ausgabe]

Efraim Karsh
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Efraim Karsh
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Pressestimmen

„Das sachkundige Porträt des Islam eignet sich als Nachschlagewerk und ist gleichzeitig ein spannendes Geschichtsbuch.“ (Südkurier )

"Jeder, der sich dafür interessiert, welchen Platz der Islam in der modernen Welt einnimmt, sollte dieses Buch lesen." (Daily Telegraph )

"Man kann dieses großartige Buch gar nicht warm genug empfehlen. Es sollte nicht nur in unseren Bücherregalen stehen, sondern auch auf unseren Schreib- und Nachttischen liegen." (The Literary Review )

Kurzbeschreibung

Will der Islam die Welt erobern?

Von der ersten arabisch-islamischen Herrschaft im 7. Jahrhundert bis zum Osmanischen Reich war die Geschichte des Mittleren Ostens eine Geschichte von Aufstieg und Niedergang großer Imperien. Nicht zuletzt war sie die eines islamischen imperialistischen Traums. Dieser Traum, so Efraim Karsh, existiert bis zum heutigen Tag, und der 11. September 2001 kann als sein bisher letzter Ausdruck betrachtet werden. Karsh bietet eine neue Sicht auf Geschichte und Gegenwart der muslimischen Welt. Er betrachtet sie nicht als Ausläufer europäischer und amerikanischer Machtpolitik, sondern porträtiert sie als Gegenentwurf zur westlichen Zivilisation und stellt unmissverständlich klar, wonach der Islam strebt, nämlich der Veränderung der Welt nach seinen Vorstellungen. Die Botschaft des Buches ist klar: Der Westen täte gut daran, diese Ambitionen ernst zu nehmen.

• Eine brennende Frage – nicht erst seit der Regensburger Rede Papst Benedikts XVI.: Wonach strebt der Islam?
• Die beunruhigende und aufrüttelnde Analyse des Nahostexperten und Spezialisten für die Geschichte der islamischen Welt


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tartschthomas VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Efraim Kirsh wählt für sein Buch die entgegengesetzte These von der bislang vertetenen Opferrole des Islam durch den westlichen Imperialismus.
Vielmehr sieht er im Islam in Gestalt der "absolutistischen Herrschaft" des Propheten über die folgenden islamischen Großreiche bis zum Jihadismus Usama Bin Ladens einen immanenten Imperialismus, der nach einer Weltherrschaft strebt.
In dreizehn eigenständigen Kapiteln, die eine Zeitspanne vom 7. Jahrhundert bis in die Gegenwart umfassen, verdeutlicht er eines. Der "Islamismus" beinhaltet keinen Bruch mit dem Islam, sondern stellt einen Bestandteil islamischen Denkens dar.
Mag man auch nicht jedem Gedankengang von Karsh folgen, so stösst er doch eine bisher unterbliebene Diskussion an. Denn ist der "Islamismus" wirklich ein vom Islam zu unterscheidendes Phänomen? Oder ist er eine Ausprägung der Religion, die sich durch diese legitimiert?
Dafür fünf Sterne.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Er arbeitet heraus, dass der imperialistische Traum vom Großreich bis heute die maßgebende politische Utopie der islamischen Welt ist, dass diese Utopie freilich in vielen Fällen kaum mehr als eine Propagandaformel für ehrgeizige Machthaber war, die die religiös aufgeladene politische Leidenschaft ihrer Untertanen zynisch für ihren Machterhalt einsetzten.

Die besondere Stärke von Karshs Buch liegt in seinem enormen Faktenreichtum: Auch gebildeten Lesern dürfte die Geschichte der islamischen Reiche in dieser Breite und Tiefe nicht vertraut sein, und Karsh füllt durch seinen querschnittartigen Zugang, verbunden mit der komprimierten Darstellung, zweifellos eine Marktlücke.

An manchen Stellen allerdings, speziell bei der Darstellung der politischen Wechselfälle im Abbasidenreich, geht der Autor derart ins Detail, dass der Leser hochkonzentriert bei der Sache sein muss, um nicht den Überblick zu verlieren.

Der Titel des Buches passt nicht ganz zum Text: Im Grunde beschreibt Karsh die imperialistische Tendenz muslimischer Politik eher als politisch-kulturelles Erbe der islamischen Frühzeit denn als Ergebnis genuin religiöser Motivation. Wenn er beschreibt, wie muslimische Machthaber sich je nach Bedarf einer religiösen Phraseologie bedienen, gewinnt man den Eindruck, dass ihre imperialistische Politik gerade nicht im Namen Allahs" stattfindet. Eine tiefere Analyse der Wechselwirkung zwischen Religion und Politik hätte den Erwartungen des Lesers eher entsprochen und das Buch bereichert.

Diese kleinen Schwächen jedoch schmälern in keiner Weise den positiven Gesamteindruck: eine hoch informative, allgemein verständliche, gut geschriebene, ordentlich übersetzte Darstellung von vierzehn Jahrhunderten islamischer Geschichte aus einer interessanten und aktuellen Perspektive.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Edessa
Format:Gebundene Ausgabe
Qur'an, Sunna, aber insbesondere die Schriften des 1328 verstorbenen Ibn Taymiyya bilden die Grundlage hier dargelegter Gedankengängen. Vor der Erörterung des Vorgehens gegen den inneren Feind" wird die frohe Botschaft von einer Renaissance des Islam" beschworen. Aus der Tradition sei ablesbar, dass der Islam im militärischen, wirtschaftlichen und

politischen Bereich erstarken wird." Wohin diese Stärke die Muslime führt,

steht ebenfalls schon fest. Im Hadith, der Wegweisendes über die Sunna, den Brauch des Propheten oder seiner an Wissen reichen Gefährten überliefert, werde berichtet: den, Konstantinopel oder Rom? [...]

In einem von Abu Kulaib überlieferten Hadith, von denen Hadithschüler

behaupten, daß er `sahih' ist, heißt es:

`Wir waren bei Abdullah ibn Amr ibn As als er gefragt wurde: Welche der

beiden Städte wird zuerst erobert wer Konstantinopel oder Rom? Er nahm eins von ihnen [d.h. ein Buch], blätterte einige Seiten und fing an zu lesen: `Wir waren bei einer Gelegenheit bei dem Gesandten Gottes (s), als

dieser gefragt wurde, welche Stadt die Muslime als erstes erobern werden, Daraufhin antwortete der Gesandte (s): `Heraklios' Stadt wird als erstes erobert werden.' [...] Rom ist heute die Hauptstadt Italiens und die Muslime haben sie noch nicht erobert. Die erste Prophezeiung

des Propheten (s) hat sich bewahrheitet - nach ungefähr 800 Jahren, zur Zeit des Osmanischen Sultans Mehmet al Fatih [Heraklios' Stadt: Konstantinopel, heute Istanbul] Doch der andere Teil

des Versprechens muß sich noch erfüllen." Es ist durchaus erwähnenswert und beleuchtet den Unterschied zwischen gemäßigten" Islamisten und Djihadisten, dass diese Tradition auch von herausragenden

Predigern wie Yousif al-Qaradawi als interpretationswürdig erachtet wird.

Ihm gilt dadurch als sicher, dass [der] Islam nach Europa als Eroberer

und Sieger zurückkehren wird, nachdem er daraus zweimal vertrieben worden

ist - einmal aus dem Süden, aus Andalusien, und ein zweites Mal aus

dem Osten, als er wiederholt an das Tor Athens klopfte. [...] Ich behaupte, dass die Eroberung dieses Mal nicht mit dem Schwert erfolgen wird, sondern durch Predigen und Ideologie."

Diese Weissagung erscheint bei Faraj als ein Auftrag, zu dessen Erfüllung zu schreiten ist, wenn im näheren Umfeld Fehlentwicklungen wieder revidiert worden sind.

Gottes Wort erfüllt sich auf Erden, wenn die Herrscher beseitigt sind, die wider den Islam handeln:

Was die Herrscher unserer Zeit betrifft, sie haben unzählige Türen zum Kufr, Schirk, und Verrat des Glaubens eröffnet.

Somit traten sie aus dem Rahmen der islamischen Lehre heraus [...]

Vor allem wird es durch ihre Gesetze deutlich, mit denen sie in der heutigen islamischen Welt regieren. All dies sind

aus dem Westen eingeführte Gesetze, und vom Islam wird nur soviel beibehalten, um damit den Massen Sand in

die Augen zu streuen."

Solche Herrscher werden als Verräter am Islam" gebrandmarkt, gelten als Erfüllungsgehilfen von christlichen, kommunistischen oder zionistischen Kolonialisten, denen sie ihre Erziehung verdanken. Kurz, es sind Abtrünnige, für deren Behandlung schon Ibn Taymiyya in einem

Rechtsgutachten befand:

`Die Strafe für einen Murtad bzw. einen Abtrünnigen ist härter als die Strafe eines Ungläubigen. Für denjenigen, der vom Islam abfällt, wird das Todesurteil ausgesprochen ohne Rücksicht auf seine Lage, selbst wenn er schwach und kampfunfähig ist. Der Tod ist unumgänglich.

Während der Ungläubige, der kampfunfähig ist, nicht getötet werden

darf.' [...] Auch hat er kein Recht der Mitgift, und ferner kann eine Muslimin nicht länger mit ihm in ehelicher Verbindung bleiben. Unverzüglich wird diese annulliert. Das Fleisch, das ein Murtad geschlachtet hat, ist dem Muslim verboten. Im Fundament des islamischen Glaubens ist die Abtrünnigkeit ein größeres Vergehen als der Unglaube

von Geburt an. Diejenigen, die als Ungläubige geboren werden und im

Laufe ihres Lebens ungläubig bleiben, haben minder schwer gehandelt als

jene, die im Islam geboren werden, ein bisschen islamisch leben und dann aus dem Islam heraustreten."

Faraj diskutiert auch Methoden jenseits des Djihad, um einen islamischen Staat zu verwirklichen. Einen Marsch durch die Institutionen" lehnt er ab, nicht zuletzt aus der Überlegung heraus, dass zu den entscheidenden

Positionen in einer Regierung und den Ministerien nur loyale Personen

kämen. Eine Durchsetzung eines islamischen Regimes über das Medium der

da`wa oder Mission lehnt er gleichfalls ab wie ein intensives Studium der religiösen Wissenschaften. Die Pflicht des Djihad könne nicht durch ein Ausweichen auf andere Tätigkeiten, die ohnehin Pflicht der

Gläubigen seien, ersetzt werden.

In der Anlage der Schrift wird deutlich, dass Faraj zunächst die Bekämpfung der Feinde als erstrangige Aufgabe ansieht, die

als bloße Namen- oder Kulturmuslime der Sache des Kolonialismus dienen:

Es besteht kein Zweifel, dass die Priorität des Gihad in der Abrechnung mit den führenden, bestehenden atheistischen Regimen in der islamischen Welt liegt und ihre Ersetzung durch gerechte, islamische Herrscher. So soll das der Anfangspunkt unseres Kampfes sein."
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