An dieser Stelle stellvertretend für die ganze Reihe 'Imperator'
Iggulden schreibt eine vollkommen frei erfundene Geschichte mit sehr eindimensionalen Figuren und einer viel zu starken Fokussierung auf kriegerische Aspekte. Letzteres ist geschmackssache, daher ist das jedem einzelnen überlassen.
Aber entgegen der Aussagen meiner Vorredner sind in der ganzen Reihe sehr viele, schwerwiegende historische Fehler, sie vollkommen unnötig sind. Und das ist nichts, was 'jeder Autor von Historienromanen macht' - als Beispiel sollte man sich
Caesar: Roman,
Imperium oder
Titan: Roman ansehen. Diese Autoren schaffen es, spannende Geschichten zu schreiben, ohne die Geschichte vollkommen zu verfälschen.
Die Liste von Fehlern ist für diese Rezension zu lang, daher nur ein paar Beispeile:
- Der schon erwähnte Brutus. Interessanterweise weist der Autor auf diverse Änderungen hin, auf die krasseste - nämlich diese Figur - nicht.
- In vorangegangenen Büchern stimmt die Erzählreihenfolge stellenweise in dramatischer Form nicht
- Das leben und der Alltag in Rom werden grundsätzlich anachronistisch und falsch dargestellt
- Die Figur des Caesar selbst ist erschreckend eindimensional auf das Feldherrentum reduziert und noch nicht einmal die Familienverhältnisse stimmen
das sind nur einige Punkte.
Diese Fehler werden leider auch nicht durch gute Erzählkunst, Spannung oder interessante Charaktere ausgeglichen, so dass ich dieses Buch auf keinen Fall empfehlen kann.